Die Stadtchronik im Film

Hier sind einige der offiziellen Stadtfilme zu sehen.

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Verwaltung
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Die Stadtchronik im Film

Beitrag von Verwaltung »

Wir möchten hier nach und nach die offiziellen Gelsenkirchener Stadtfilme öffentlich zugänglich machen, da viele Bürger eher das Internet als z.B. die Ausleihe der Stadt-Bücherei nutzen.
Wir sind überzeugt, dass die Filme unabhängig von ihrer technischen und inhaltlichen Qualität trotz allem ein lebendiges Bild der Entwicklung unserer Stadt spiegeln und bedauern deshalb, dass eine Stadtchronik in dieser Form seit Jahren nicht mehr fortgeführt wird.
Wir möchten den Rat und die Verwaltung ermuntern, hier kreative neue Wege zu gehen und einen jährlichen Wettbewerb "Gelsenkirchen im Spiegel der Bürger" auszuloben. Dank der neuen technischen Möglichkeiten könnte aus dem Film-Material jeweils jährlich ein neuer Stadtfilm entstehen.
Eine Einbindung aller kreativen Kulturschaffenden in ein Team von Rat und Verwaltung setzen wir dabei voraus. Dies ist übrigens ein Vorschlag aus dem Bereich "Kost wenig - Nutzt viel"!
Schaun wir mal..... :wink:

Heinz
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Noch ein Vorschlag

Beitrag von Heinz »

Bis wir hier die Genehmigung haben, die Stadtfilme ins Internet zu stellen etwas anderes.

Aus dem Filmmaterial kann man mit den heutigen technischen Möglichkeiten fantastisches machen.
Es könnten neue Filme zusammen geschnitten werden, neu vertont, musikalisch unterlegt, künstlerisch verfremdet usw. kurz: eine tolle Aufgabe für Wettbewerbe für Schüler und Kulturschaffende.
Wenn ich doch nur wüsste, wem man diese Idee mitteilen müsste, damit sie aufgegriffen wird. :roll:

Vielleicht dem Kulturamt?
Oder der WAZ?
Oder dem Presseamt?
Oder der Agenda?

Wer weiss mehr?

Heinz
Abgemeldet

Auch eine Imagekampagne....

Beitrag von Heinz »

Es ist uns heute leider vom Institut für Stadtgeschichte mit folgender Begründung verboten worden, die Gelsenkirchener Stadtfilme ins Internet zu stellen: "Die Verbreitung der Filme, auch via Internet, ist Dritten untersagt."

Das ist klar, knapp, präzise.
Das ist ein Franz Müntefering!
Wir werden uns natürlich dieser bestechenden Logik, diesem klugen Imagekonzept der Stadt unterwerfen und als Bürger selber keine weiteren Filme der Stadt über uns Bürger und unsere Stadt ins Internet stellen.

Ob wir verhindern können, dass nun andere Gelsenkirchener hellhörig geworden sind und eigenmächtig Filme über ihre Stadt öffentlich machen, wissen wir nicht.

Hier der Text des Instituts für Stadtgeschichte zu den Filmen:

Stadtfilme

Die von 1951 bis 1996 vom Presseamt der Stadt Gelsenkirchen erstellten Filme sind beeindruckende Dokumente der Zeitgeschichte. Sie zeigen den Alltag der Menschen in Gelsenkirchen, ihre Freuden und Sorgen. Sie berichten von den Ereignissen und Höhepunkten der pulsierenden Großstadt. Eine Zusammenfassung des Filmmaterials ist in "GE-wandelt. Eine Stadt verändert ihr Gesicht" zu sehen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der verfügbaren Stadtfilme Gelsenkirchens. Die unten aufgeführten Filme können als DVD zum Stückpreis von 15,00 € beim ISG bezogen werden.

Stadtfilm 1951-52 s/w ohne Ton ca. 60 Min.
Stadtfilm 1953 s/w ohne Ton ca. 45 Min.
Stadtfilm 1954 s/w mit Ton ca. 45 Min.
Stadtfilm 1955 s/w mit Ton ca. 53 Min.
Stadtfilm 1956 s/w mit Ton ca. 45 Min.
Stadtfilm 1957 s/w mit Ton ca. 40 Min.
Stadtfilm 1958 s/w mit Ton ca. 47 Min.
Stadtfilm 1959 s/w mit Ton ca. 47 Min.
Stadtfilm 1960 s/w mit Ton ca. 45 Min.
Stadtfilm 1961 fb mit Ton ca. 46 Min.
Stadtfilm 1962 fb mit Ton ca. 34 Min.
Stadtfilm 1963 fb mit Ton ca. 37 Min.
Stadtfilm 1964 fb mit Ton ca. 32 Min.
Stadtfilm 1965 fb mit Ton ca. 31 Min.
Stadtfilm 1966 fb mit Ton ca. 46 Min.
Stadtfilm 1967 fb mit Ton ca. 42 Min.
Stadtfilm 1969 fb mit Ton ca. 38 Min.
Stadtfilm 1970 fb mit Ton ca. 45 Min.
Stadtfilm 1971 fb mit Ton ca. 35 Min.
Stadtfilm 1972 fb mit Ton ca. 28 Min.
Stadtfilm 1973 fb mit Ton ca. 25 Min.
Stadtfilm 1974 fb mit Ton ca. 34 Min.
Stadtfilm 1975 fb mit Ton ca. 35 Min.
Stadtfilm 1976 fb mit Ton ca. 28 Min.
Stadtfilm 1977 fb mit Ton ca. 37 Min.
Stadtfilm 1978 fb mit Ton ca. 42 Min.
Stadtfilm 1979 fb mit Ton ca. 29 Min.
Stadtfilm 1980 fb mit Ton ca. 52 Min.
Stadtfilm 1981 fb mit Ton ca. 24 Min.
Stadtfilm 1982-83 fb mit Ton ca. 42 Min.
Stadtfilm 1984-85 fb mit Ton ca. 49 Min.
Stadtfilm 1986-87 fb mit Ton ca. 52 Min.
Stadtfilm 1988-89 fb mit Ton ca. 41 Min.
Stadtfilm 1990-91 fb mit Ton ca. 32 Min.
Stadtfilm 1992-93 fb mit Ton ca. 34 Min.
Stadtfilm 1994-96 fb mit Ton ca. 51 Min.

GE-wandelt.
Eine Stadt verändert ihr Gesicht. s/w fb mit Ton 50 Min.

Alle Filme sind kostenlos auszuleihen in den verschiedenen Zweigstellen der Stadtbibliothek, selbstverständlich auch in der Hauptstelle.
Wir rufen dazu auf, dieses Angebot zu nutzen.
Alle Filme sind frei Kopierbar.

Heinz
Abgemeldet

Exegese der Problemlage von Archivaren

Beitrag von Heinz »

Bitte dazu lesen dies hier:

http://www.ahf-muenchen.de/Tagungsberic ... 128-06.pdf


Leider kranken auch diese Leute an der Copyright-alles-ist-meins-Infektion :evil:

Wolf
Beiträge: 1943
Registriert: 24.02.2008, 20:05

Beitrag von Wolf »

Kulturfilm der Stadt Gelsenkirchen uraufgeführt.
.
Er soll demnächst als Beiprogramm zu einem Hauptfilm in
der ganzen Bundesrepublik gezeigt werden.
Bild
Während der Uraufführung v. I. n. r.: Frau Geritzmann, Oberbürgermeister Geritzmann, Medizinaldirektor Dr. Klipper, Ratsherr Mitlöhner, Verkehrsdirektor Dr. Zabel; hintere Reihe: die Ratsherren Glasner, Meyer und Trampenau sowie VV-Geschäftsführer Hundertmark.
Der neue Kulturfilm der Stadt Gelsenkirchen, der im Verlauf des Sommers von der Exzentrik-Film Münster gedreht wurde, erlebte am Sonntag, dem 11. September, im Apollo-Theater seine Uraufführung. In den Ortszeitungen war in den Besprechungen über die Premiere u. a. folgendes zu lesen:
Buersche Zeitung: … Vor sechs Jahren ist schon ein Stadtfilm gedreht worden: „Tausendfeuer". Er lief vor dem neuen Stadtfilm. Vieileicht hätte man das nicht tun sollen, da aber verglichen werden sollte, muß verglichen werden. Da muß gesagt werden, daß der alte Film Wesen und Charakter der Stadt als eine Arbeits- und Arbeiterstadt viel stärker, nachdrücklicher und einprägsamer eingefangen hat als der neue Film. Gewiß, technisch ist der neue viel besser, aber der alte scheut sich nicht vor der Realität der Arbeit, er ist in die Betriebe gegangen, in den Pütt gefahren, hat Kumpels vor Ort fotografiert, Hochofenarbeiter, Drahtzieher, Rohrdreher, Glasmacher; der neue Film deutet diese Arbeitswelt nur leise an, in geschickten Aufnahmen.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung: …Wenn die Wünsche der Stadtparlamentsmehrheit in Erfüllung gehen, werden die Millionen Kinobesucher aus allen Teilen der Bundesrepublik demnächst um eine Erkenntnis reicher: Das Ruhrgebiet, insbesondere unsere Stadt, hat ein neues Gesicht bekommen; statt zufälligem, buntgewürfeltem und kurzsichtig angelegtem Wachstum vollzieht sich jetzt eine geordnetere, geplante, überlegte Entwicklung.
Diese Einsicht will jedenfalls der neue von der Exzentrik-Film Münster über unsere Stadt gedrehte Kulturfilm vermitteln. Skizzenhaft, gefällig und mit viel flotter Elektroorgelmusik streut Regisseur Peterich aus lockerem Handgelenk hauptsächlich die Errungenschaften der letzten Jahre auf die Leinwand: Vom neuen Frauenwohnheim bis zum neuen Großmarkt und Theater, Beispiele der Vielseitigkeit und Rührigkeit. Nicht vergessen in der Fülle: Kinderspielplätze aus mancherlei Perspektive. Wem es nicht in Erinnerung war, der konnte bei der gleichzeitigen Aufführung des vor rund einem Jahrzehnt geschaffenen Kulturfilms „Stadt der Tausendfeuer" vergleichen: Damals ein überaus gelungenes Porträt unserer Stadt, wenn auch mit heute nicht mehr bei Kulturfilmen zulässigen werbenden Schlagworten (die aber auch über die Sache aufklären). Heute: Impressionen des gereiften Fortschritts, über den — nebenbei — nicht mit Lob gespart wird.
Westfälische Rundschau: … Den etwas umständlichen Titel „Brücke vom alten zum neuen Revier" trägt Gelsenkirchens zweiter Kulturfilm, der am Sonntag um 11 Uhr im Apollo-Theater an der Bahnhofstraße (Altstadt) seine Welturaufführung erlebte. Es handelt sich, das darf man sofort und ohne Bedenken sagen, um ein sehr gelungenes Werk, das den ersten Kulturfilm dieser Art in vieler Hinsicht bei weitem aussticht, sowohl im Drehbuch als auch in der Kameratechnik. Geringe Mängel im Schnitt sollen in Kürze ausgemerzt werden, denn der Film braucht jetzt noch eine Spielzeit von 17 Minuten, während er als Kulturvorspann im Kino nur etwa 15 Minuten zugebilligt bekommt. Eine Kürzung ist also ohnehin fällig. Dafür gelang es ihm (gemeint ist Regisseur Hans Petry, die Redaktion) auch, in diesem gewiß nicht vom Sonnenwetter gesegneten Sommer die besten Tage herauszufinden und sehr schöne, klare und tiefenscharfe Bilder zu „schießen", die vom obligaten Ruhr-Ruß gar nicht viel sehen lassen. Mit leichter Hand und mit feinfühligem Sinn hat er Gelsenkirchen durchstöbert. Aufnahmen, die er zeigt, sind nicht massiv und robust, und demonstrativ, sie scheinen vielmehr verhalten und mit durch und durch künstlerischem Blick ausgewählt.
Quelle: Gelsenkirchener Blätter 1960
.
Wer kennt den Film - Brücke vom alten zum neuen Revier - ?

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