1978: Ein neuer Bahnhof für Gelsenkirchen

Man hatte sich viel vorgenommen, wollte Gelsenkirchen baulich auf den Stand der Zeit bringen und den großstädtischen Anspruch unterstreichen. Altes ging verloren, Neues kam. Die Diskussion darüber dauert bis heute an.

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1978: Ein neuer Bahnhof für Gelsenkirchen

Beitrag von Verwaltung »

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WAZ 28.7.1979

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Beitrag von Verwaltung »

Wer hätte das gedacht. Das Bahnhofscenter ist Fondobjekt:

https://www.rreef.com/GER_de/bin/FAB_Ba ... _small.pdf

Gast
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Heuschreckenalarm?

Beitrag von Gast »

:?: :?: :?: :?:
Wer erklärt mir das mal?

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Bahnhof wird geschlossen?

Beitrag von Verwaltung »

Auf dem Abstellgleis

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Warten auf . . . Fernverkehrsverbindungen: Das Netz wird ab Hauptbahnhof Gelsenkirchen immer dünner, beklagen Verwaltung und Politik. Foto: WAZ, Martin Möller, Archiv

Hauptbahnhof: Verwaltung und Politik entsetzt über das zunehmende Abbinden Gelsenkirchens vom Fernverkehrsnetz. Harsche Kritik an der Deutschen Bahn

Ein Hauptbahnhof gerät zunehmend aufs Abstellgleis: Eine dramatische Entwicklung sieht das städtische Verkehrsreferat hinsichtlich der starken Reduzierung von Fernverkehrsverbindungen in Gelsenkirchen in den vergangenen Jahren.

Wie berichtet, hatte die Deutsche Bahn den Hauptbahnhof zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 komplett vom ICE-Verkehr abgekoppelt. Außerdem gab es diverse Kürzungen im Intercity-Netz.

Diese und frühere Einschnitte (siehe Bericht unten) haben aus Sicht der städtischen Verkehrsplanerin Bettina Lenort Konsequenzen: Die Reduzierung des Angebots bedeute nicht nur den "Wegfall eines wichtigen Standortfaktors", sondern schwäche auch die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt. Und: Es gebe in Gelsenkirchen keine attraktiven Verbindungen zu den Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt. Die Abkoppelung Gelsenkirchens vom ICE-Netz habe die Stadt nicht von der Deutschen Bahn, sondern aus der Zeitung erfahren - "wie immer", so Lenorts Kritik.

Noch deutlicher formulieren es Gelsenkirchener Verkehrspolitiker: "Man müsste so Leute wie Herrn Mehdorn ablösen können", sagt die CDU-Stadtverordnete Gabriele Hollmann-Bielefeld in Richtung Bahn-Chef. Und Jürgen Köpsell (SPD) bemüht einen Vergleich aus dem Fußball: "Mit dem neuen Hauptbahnhof können wir in der Bundesliga mitspielen. Doch bei den Zugverbindungen drohen wir von der 2. Liga in die Amateurklasse abzusteigen."

Auf diversen Ebenen habe es bereits Widerstände gegen den Kurs der Deutschen Bahn gegeben, sagt Bettina Lenort. So sei unter anderem unter Federführung der IHK Nord Westfalen eine Initiative zur Stärkung der Metropolverbindung "Hamburg - Bremen - Münster - Rhein-Ruhr" gestartet worden. Und: Die Bezirksregierung Münster habe ebenso einen Brief an Bahn-Chef Mehdorn geschrieben wie der OB und der Landrat des ebenso betroffenen Landkreises Recklinghausen. Eine Antwort gebe es bisher nicht. Eingeholt werden soll auch die Unterstützung der regionalen Bundestagsabgeordneten, die Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee für die Problematik sensibilisieren sollen."Man müsste Herrn Mehdorn abwählen können"

WAZ 11.03.2007 Von Lars-Oliver Christoph

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Beitrag von Verwaltung »

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1985

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WAZ 28.2.1981

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Frank
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Beitrag von Frank »

Jo, der Bahnhof in GE ! Nachdem dieser in den frühen 80´ern umgebaut wurde, stellte man fest, dass keine WC´s vorhanden waren, die dann kurzerhand ausserhalb neben der Stadtsparkasse eingemeisselt wurden(passt irgendwie) !
Daher stammt wohl auch die Meinung oder der Ausdruck, dass: "Wenn man aus dem Zug aussteigt und es riecht nach Urin und Sche...., dann ist man am GE Hbf!"

Dann bekam man im Bezug auf die Fussball WM 2006 und Pläne der DB die Chance den HBf umzubauen, und wieder waren ein paar Volli...... bei der Planung, die es tatsächlich geschafft haben, im nördlichen Bereich die Überdachung vom Aufgang der Stadtbahn zum ZOB wegzulassen, sodass die Fahrgäste auf dieser Strecke bei Regen und Sturm Klitschnass werden. Also, muss man das verstehen, oder waren da nur Pfuscher am Werk ?
Aber in der Mitte liegt Erle ! (Werbeslogan der Erler Werbegemeinschaft aus den 70´ern)

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Oldone
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Beitrag von Oldone »

Hallo zusammen,

hier gibt es übrigens eine sehr umfangreiche Fotodokumentation zum Umbau des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs:

http://www.gelsenkirchen-sued.de/bilder ... n_hbf.html

Viele Grüße

Marcus

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Beitrag von Verwaltung »

Kleinbürger hat geschrieben:BildBildBild
`N Modell gibt`meines Wissens nicht.


Sein Entwurf bot der "aufstrebenden" Stadt und dem Investor WILMA natürlich zu wenig Möglichkeiten zur Vermarktung -
die AG "Menschlichere Stadt" hat sich damals als einzige hinter den Entwurf gestellt -
unter anderem mit diesem Leserbrief.
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Der Entwurf ist, meiner Erinnerung nach, damals eher belächelt, jedenfalls von Seiten der Planer und Politiker nicht ernst genommen worden.
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Siehe auch: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 9325#19325

pito
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Beitrag von pito »

Die von der Firma "Wilma Bau" entworfene Überdachung des Bahnhofsvorplatzes im endgültigen Modell. 4 Ausschüsse stimmten 1982 dem Entwurf geschlossen zu. Anvisierte Kosten: 973 000 DM.
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WAZ hat geschrieben:...
Diskutiert wurde, ob man in die Dächern zwischen den beiden Lichthöfen doch noch Lichtstreifen einfügen solle, um den "Wintergarteneffekt" (Helmut Eising). Architekt Dipl. Ing Brückner will das noch bedenken. Er möchte jedoch gerne zwei klare Lichthöfe erhalten wissen. Ein Shed-Dach solle den Übergang aus dem 100 m langen Bahnhofstunnel in die Passagen erleichtern.

Quelle: WAZ 23. April 1982
Wenn man die spätere Umsetzung und ihre Wirkung im Alltag kennt, erstaunt es, wie man damals allen Ernstes den Vergleich mit einem Wintergarten anstellen konnte. :? Der Autor des WAZ-Artikel war da schon weiter, als er den Bahnhof als "Tunnel" bezeichnete.

pito
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Beitrag von pito »

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Quelle: WAZ 17.4.1982

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