Dubtown Industriekultur

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Heinz
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Dubtown Industriekultur

Beitrag von Heinz »

Genial!

Bild

http://www.dubtown.de/


ZITAT:
Daniel Hinze

Jahrgang 1969. Aufgewachsen auf der kleinen Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee zog ich Ende 1998 nach Gelsenkirchen in das Herz des Ruhrgebiets. Der Wechsel vom platten Land mitten in eine vom Strukturwandel geprägten Industrielandschaft lässt viele Fragen offen: Was war hier bisher geschehen, wie konnte es dazu kommen? Zur geschichtlichen Konstellation der neuen Wahlheimat wurde die fotografische Auseinandersetzung für mich immer wichtiger. Den ersten Anstoß, diese Erfahrungen im Rahmen einer Internetpräsenz mit Anderen zu teilen, war ein erster Kontakt mit der Industriekultur bei einer erlaubnisfreien Begehung der Kokerei Zollverein in Essen-Katernberg 1999.

Die damals noch neue "Route der Industriekultur" (IBA) öffnete einige Wege in die verbotenen Städte jenseits hoher Mauern der zahlreichen Industrieanlagen. Die Hinterlassenschaften der Montanindustrie sind ein sehr vielfältiges und weit reichendes Gebiet. Die stillgelegten Zechen, Hüttenwerke und Kokereien, die metallverarbeitende Industrien und Kraftwerke - alle diese Objekte wollen und sollen entdeckt werden: Spuren von Arbeit und Zeugnisse der Technik. Und immer wieder die Tatsache, dass die Natur die Stärkere ist.

Industriekultur ist für mich auch Ästhetik. Gerade bei der Fotografie unzähliger Objekte in der Vergangenheit fiel mir immer wieder deren eigentliche Schönheit auf. Ich habe selten dokumentarisch fotografiert - für mich ist immer auch das Detail einer Sache interessant. Das sieht man auch an unzählige meiner Bilder. Zunehmend muss ich jedoch feststellen, dass immer mehr Objekte dem Abriss zum Opfer fallen oder auch verkommerzialisiert werden. Es ist teilweise erschreckend, wie mit der eigenen Vergangenheit umgegangen wird.

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