Wider die Amnesie des kollektiven Gedächtnisses

Wir wollen gemeinsam hier mit anderen interaktiv Spuren und Zeugnisse der Einmischung Gelsenkirchener Bürger ins sozi-kulturelle kommunale Leben sammeln.
Wir möchten damit nicht nur Geschichte(n) bewahren, sondern auch Mut machen, das Zusammenleben in dieser Stadt trotz aller Hindernisse aktiv zu gestalten.

Eure Meinungen dazu können hier diskutiert werden

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

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Wider die Amnesie des kollektiven Gedächtnisses

Beitrag von Verwaltung »

Warum dieses Forum?

Bis zu der Zäsur durch den Zusammenbruch der sozialistischen Staaten und des Mauerfalls im Jahre 1989 war auch das Gelsenkirchen der 70ziger bis 90ziger Jahre ein einzigartiges Biotop.

Kulturell und politisch wurde experimentiert und vieles auch heute noch bestehendes hat seine Wurzeln in diesen Jahren.

Andererseits kann man im Rückblick auch von einer "Insel der Glückseligen" sprechen, wenn man die Zeit eingebettet in die
Stabilität und Stagnation durch den Kampf der beiden Systeme Kapitalismus und Sozialismus gegeneinander betrachtet.

Wir wollen hier die von und durch uns mit geprägte Zeit rückblickend durchaus subjektiv betrachten und wohlwollend eine Geschichtsschreibung von unten machen.

Wenn nicht wir selber, wer sollte diese Geschichte und Geschichten aufschreiben?

Wenn nicht wir, wer sollte diese Geschichten als Geschichte im Gelsenkirchener kollektiven Gedächtnis verankern?

Wir rufen alle Menschen auf, Beiträge beizusteuern, Artikel, Texte, Bilder, Einschätzungen, Filme, Plakate, MP3 Soundfiles, kurz alles, was man mit den neuen Medien anstellen kann, hier allen zur eindringlichen Kenntnisnahme zu ermöglichen.

Am Ende könnte eine DVD stehen, die diese Zeit spiegelt und nicht nur im Institut für Stadtgeschichte in den Regalen verstaubt, sondern als lebendige Geschichte in der VHS, in Schulen, Vereinen, im Museum den Bürgern zur Verfügung steht.

Wir freuen uns über alle die dieses Forum nutzen werden.

  • Marie-Cecile Duclercq & Heinz Niski am 24.11.2006

    :!:
    Stimmen, Meinungen und Diskussionen zum Projekt Gelsenkirchener Geschichte(n) von unten bitte hier hin
      :!:

      Nachtrag am 24.04.2007:

      Die oben erwähnte DVD soll, wenn überhaupt, selbstverständlich ein nichtkommerzielles open source Projekt sein.

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      Geschichtskongress 2009

      Beitrag von Verwaltung »

      BEWEGUNG – MACHT – GESCHICHTE

      Vom 8. bis 10. Oktober 2009 findet in Oberhausen der erste Geschichtskongress „Bewegung Macht Geschichte“ statt. Veranstalter sind die Geschichts-werkstatt Oberhausen und das Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, die von vielen anderen Institutionen unterstützt werden.

      Der Kongress beschäftigt sich mit dem Motto „Grabe, wo du stehst“ und damit dem Ansatz der Geschichte von unten. Die Wurzeln dieser Bewegung stammen aus den 1970er und 1980er Jahren, als es darum ging, erstmals auch Alltagsgeschichte(n) des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“ zu betrachten. Die daraus hervorgegangene Geschichtsbewegung wollte der herrschenden, wissenschaftlich-universitären, Geschichtsdarstellung etwas entgegensetzen.

      In Deutschland gründeten sich im Rahmen dieser Bewegung ab den 1980er Jahren unzählige Geschichtswerkstätten und –initiativen. In vielen Städten und Dörfern, Gewerkschaftshäusern und Bildungseinrichtungen schlossen sich Ehrenamtliche und akademische Historiker und Historikerinnen zusammen, um Tabuthemen aufzuarbeiten und kritisch in die Öffentlichkeit zu bringen. Schwer-punkte waren die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der Arbei-terbewegung und der Frauengeschichte.

      Die Arbeit der Werkstätten und Initiativen war sehr erfolgreich. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus wurde von ihnen angeschoben, das Thema Zwangsarbeit wurde in der Öffentlichkeit verankert, Frauen entdeckten ihre eigene Geschichte. Dies sind nur einige Themen, die dank der Arbeit der Werkstätten für uns heute kein Tabu mehr sind.

      Der Kongress „Bewegung Macht Geschichte“ wirft einen Blick in die Vergan-genheit, betrachtet heutige Projekte, Themenschwerpunkte und Arbeitsweisen und wagt einen Ausblick in die Zukunft der Geschichte von unten. Referate, Arbeitsgruppen und Diskussionen bieten die Möglichkeit zu inhaltlichem Dialog. Eine Geschichtsmesse und ein Kulturprogramm runden den Kongress ab.

      Ein kurzer Programmüberblick:
      Starten wird der Kongress am Donnerstag, 08. Oktober 2009 mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Wolfgang Dreßen aus Düsseldorf. Der Historiker, Poli-tikwissenschaftler und Ausstellungsmacher geht der Frage „Macht Geschichte kritisch?“ auf den Grund.

      Der Kongressfreitag steht ganz im Zeichen der Arbeitsgruppen. Morgens geht es um die inhaltlichen Gruppen „Frauengeschichte“, „Nationalsozialismus“ und „Migrationsgeschichte“. Nachmittags kommt dann die Auseinandersetzung mit didaktischen Methoden in den Arbeitsgruppen „Lost in space“, „Hüter des verlorenen Schatzes“ sowie „Das forschende Klassenzimmer“ zum Zuge.

      Am Samstag findet zunächst der „Markt der Möglichkeiten“ als kleine Ge-schichtsmesse statt. Hier stellen Initiativen ihre Geschichtsprojekte vor, Info-stände und Gesprächsecken laden zum Austausch und zur lebhaften Diskussi-on ein.

      Den Schlusspunkt setzen der „Ausbruch in die Zukunft“ mit provokanten und lebhaften Statements sowie die Verabschiedung des „Oberhausener Manifests zur Geschichte von unten“.

      Abgerundet wird der Kongress durch ein abwechslungsreiches Kulturpro-gramm. Neben einem Geschichtscafé finden ein Filmprogramm und eine In-dustrierevue statt.

      Mehr Infos zum Kongress: Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V., Hansastraße 20 in 46049 Oberhausen. Das Büro ist montags bis freitags erreichbar unter der Tel.-Nr. 0208-3078350 oder unter info@geschichtswerkstatt-oberhausen.de sowie auf der Internetseite www.geschichtswerkstatt-oberhausen.de
      BEWEGUNG – MACHT – GESCHICHTE

      Vom 8. bis 10. Oktober 2009 veranstalten die Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V. und das Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, unterstützt von vielen anderen, in Oberhausen den Kongress "Bewegung Macht Geschichte".

      Der kritische Ansatz von Geschichtswerkstätten und die Idee der „Geschichte von unten“ stammen aus den 1970er und 1980er Jahren. Damals gründeten sich Gruppen in Städten und Dörfern, Gewerkschaften und Bildungseinrichtun-gen.

      Hat dieses Konzept auch eine Zukunft? Der Kongress wirft einen Blick in die Vergangenheit, betrachtet heutige Projekte, Themenschwerpunkte und Ar-beitsweisen und wagt einen Ausblick in die Zukunft der Geschichte von unten. Referate, Arbeitsgruppen und Diskussionen bieten die Möglichkeit zu inhaltli-chem Dialog. Eine Geschichtsmesse und ein Kulturprogramm runden den Kon-gress ab.

      Mehr Infos zum Kongress gibt es bei der Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V., Hansastraße 20 in 46049 Oberhausen. Das Büro ist montags bis freitags er-reichbar unter der Tel.-Nr. 0208-3078350 oder ganztags unter info@geschichtswerkstatt-oberhausen.de oder auf der Internetseite www.geschichtswerkstatt-oberhausen.de
      Programm und Anmeldung hier
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      Beitrag von Verwaltung »

      Geschichtswerkstatt Oberhausen hat geschrieben:Liebe Geschichtsinteressierte,
      nach schwieriger Diskussion haben wir heute morgen schweren Herzens unseren Kongress „Bewegung Macht Geschichte“ mangels TeilnehmerInnen absagen müssen.
      Uns ist nicht klar, warum sich so wenig Leute (15) angemeldet haben. An der Werbung kann es nicht gelegen haben, es sind über 3500 Einladungen bundesweit verschickt worden. Im Internet waren wir auf vielen Seiten gut vertreten.
      Ist die Geschichte von unten tot? Glauben wir nicht, es gibt viele Vereine oder Werkstätten, die nach diesem Anspruch arbeiten, aber vielleicht verstehen sie sich nicht in der Tradition aus den 1980er?
      Es hat sich nur eine weitere Geschichtswerkstatt angemeldet. Haben wir uns nichts zu sagen, weil alle nur im engeren lokalen Umkreis agieren?
      Waren die Inhalte nicht speziell genug? Vielleicht wäre ein ganzer Tag nur zu einem Thema für viele effektiver gewesen?
      Ist die Form eines Kongresses nicht mehr angesagt? Vernetzung und Austausch funktioniert mittlerweile anders. Viele tauschen sich mittlerweile auf diversen Seiten im Internet aus. Es ist nicht mehr notwendig, sich an einen Tisch zusetzen, um zu diskutieren, es reicht ein Computer.
      Das sind einige Fragen, die uns so durch den Kopf gegangen sind. Die Antworten sind noch sehr unspezifisch, das ganze müssen wir noch mal in Ruhe reflektieren.
      Vielleicht können die Fragen letztendlich nur von denen beantwortet werden, die sich nicht angemeldet haben….?
      Und trotzdem: wir wissen noch nicht wie und wann, aber die Workshops sollen in irgendeiner Form im nächsten Jahr in Zusammenarbeit mit der Humanistischen Union stattfinden.
      Wir bitten darum, die Ankündigung aus dem Netz zu nehmen.
      Und natürlich feiern wir unser 15jähriges Bestehen mit einer großen Party am 30.10.2009, es geht voran!!
      Bis bald
      das Team der
      Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V.
      Hansastr. 20, 46049 Oberhausen
      Tel. 0208 - 307 83 50 fax 0208 - 307 83 55
      www.geschichtswerkstatt-oberhausen.de

      www.schicht-wechsel.net
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