Dietmar Kesten: Politische Bewegung in GE 1967-1987

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pito
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Dietmar Kesten: Politische Bewegung in GE 1967-1987

Beitrag von pito »

Politische Bewegung in Gelsenkirchen 1967-1985
Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, November/Dezember 2006

-> KLICK

Eine waschechte wissenschaftliche Arbeit. Noch nicht ganz fertig.
Ist es eigentlich Zufall, dass Dietmar Kestens Arbeit genau zur gleichen Zeit wie dieses Forum entsteht? Synergien!!!

Siehe auch: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... ?p=897#897

erloeser
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MAO AM

Beitrag von erloeser »

MAO - AM ... die fröhlich fruchtige Geschichtsschreibung des Dieter Kesten über Gelsenkirchen. Nach dem Durchkauen bitte in das Vertpackungspapier zurück und umweltgerecht entsorgen.

Mein lieber Pito. Bei aller Liebe zu Deinen Zeichnungen und Deinem Engagement für Gelsenkirchen auf dieser Seite. Wie kann ich Dir helfen? 8)

Mit "Wissenschaft" hat die von Dir verlinkte Arbeit von Dietmar Kesten nichts zu tun und wenn Du diesen Menschen persönlich kennen solltest, dann empfehle ihm am besten einen Roten Punkt hinter seine Arbeit zu machen und sie aus dem Netz zu nehmen.

Wissenschaft dient der objektiven Wahrheitsfindung und sollte sich an belegbaren Fakten orientieren. Die Datenbank der Arbeit von Dieter Kesten "Politische Bewegung in Gelsenkirchen" hingegen, die dieser selber als "Studie" bezeichnet, entpuppt sich als reines Zusammenkopieren von Informationen, die man beim googeln auf den Seiten von Wikipedia erhält. Wikipedia mag einem Internetuser vielleicht erste subjektive Einblicke zu gewissen Themen geben, zu Studienzwecken und zum wissenschaftlichen Arbeiten ist dieses Portal allerdings nicht geeignet, weil jeder Hinz und Kunz erst einmal ungeprüft seinen gequierlten Senf in diesem virtuellen Nachschlagewerk veröffentlichen kann und sich so die dort befindlichen Informationen ständig verändern und verfälschen.

Da ich gerade an einer Arbeit über die Entwicklung Scholvens zum Industriestandort schreibe, die ich demnächst auch hier veröffentlichen werde, kam ich beim Suchen nach Infos zu den Zechen Zweckel und Scholven, der Hibernia AG etc. durch Google auch auf die Seite der MAO Datenbank und mir haben sich beim Lesen der vielen Fehler die Zehnägel aufgerollt.

Werfen wir einfach mal einen Blick in die "Studie" Dietmar Kestens und schauen uns an, was er zu den Themen Hibernia, Scholven und Zweckel in dem Kapitel "Ruhrkohle AG und Industriegewerkschaft Bergbau und Energie" zu schreiben weiss:

http://www.mao-projekt.de/BRD/NRW/MUE/G ... ew_1b.html

In Abschnitt drei heisst es:
"Mit der Gründung der Gelsenkirchener Bergwerks-AG durch Friedrich Grillo und Emil Kirdorf, wurden fördernde Schachtanlagen zusammengefasst." FALSCH!
- Die GBAG wurde von Friedrich Grillo und Adolf von Hansemann gegründet. Kirdorf kam erst 20 Jahre später dazu.

In Abschnitt 4 lesen wir:
"Es folgte die Gründung der Bergwerks-AG Recklinghausen, die ab 1905 mit Aktienmehrheit von der Hibernia AG geleitet wurde." FALSCH!!
- Was da gegründet wurde war 1903 die "königlich preussische Bergwerksdirektion", die anfangs ihren Sitz in Dortmund hatte und diesen 1905 nach Recklinghausen verlegte. Die Bergwerks AG Recklinghausen ist erst ettliche Jahre später gegründet worden.

weiter heisst es:
"1903 begann nördlich von Buer das Abteufen der Schachtanlagen Bergmannsglück 1/2, die 1905 in Betrieb gingen" FALSCH!!!!
- die Schachtanlage Bergmannsglück nahm 1907 die Förderung auf.

lesen wir weiter:
"1927 wurde die Aktienmehrheit der Bergwerks-AG Recklinghausen von der Hibernia AG übernommen." FALSCH!!!!!
Das Einbringen der Besitze der Bergwerks AG Recklinghausen in die Hibernia AG erfolgte bereits ein Jahr vorher am 1. Januar 1926.

Die Daten zu den darauffolgenden Zechen Consol, Bismarck, Holland, Rheinelbe, Hugo, Nordstern usw. mag ich jetzt noch nicht zu beurteilen, weil ich mich mit diesen Bergwerken noch nicht näher beschäftigt habe und deshalb springe ich einfach mal weiter zu Scholven und Zweckel in die Abschnitte, die sich mit diesen Bergwerken beschäftigen. dort heisst es:

"Scholven ging 1911 in Förderung. Ab 1913 wurde auf Scholven 1/2 eine Kokerei betrieben. 1927 erfolgte die Übernahme der Bergwerks-AG Recklinghausen in die Hibernia AG. Die Berginspektion wurde wieder in Zweckel umbenannt. 1928 wurde erneut die Zusammenfassung der beiden Zechen beschlossen. Die Schachtanlage Zweckel wurde 1929 aus der Förderung genommen und als Grubenabteilung der Zeche Scholven weiterbetrieben. Die Benennung der Zeche war: Zeche Scholven (Bergwerk-Gelsenkirchen). Die Kokerei wurde 1929 zur Zentralkokerei ausgebaut. Nach schweren Zerstörungen im 2. Weltkrieg konnte die Schachtanlage erst nach 1945 die Förderung im vollen Umfang wieder aufnehmen, allerdings ohne die Zentralkokerei, die stark zerstört worden war.
1951 wurde die Förderung von Zweckel nach Scholven zurückverlagert."

Die Angabe sind teilweise falsch und völlig Wirr. Die beiden Zechen waren seit dem 1. Juli 1910 verwaltungsmässig zusammengefasst in der Berginspektion 5" die extra für diesen Anlass gegründet wurde und die zwischendurch mal ihren Namen in "Berginspektion Zweckel" änderte. Was Dietmar Kesten da versucht zu beschreiben, ohne wahrscheinlich zu wissen, was er da gerade beschreibt, war der Durchbruch unter Tage 1928, der die beiden Grubenfelder von Zweckel und Scholven vereinigen sollte und im Rahmen von Rationalisierungsmassnahmen 1929 dazu führte, dass man den Förderbetrieb auf Zweckel eingestellt hat, dort begann, die Tagesanlagen abzutragen und die Zweckeler Kohle in Scholven gehoben wurde.
Die Schachtanlage Scholven ist 1945 bei einem Fliegerangriff am 22. März völlig zerstört worden und konnte erst Jahre später wieder in vollem Umfang fördern. 1945 verzeichnet Scholven die niedrigste Fördermenge seit 1913 von unter 182.063 Tonnen/ Jahr. Bis zu den Angriffen Anfang 1945 hat sie aber noch prima funktioniert, so dass die Jahresfördermenge 1944 die höchste in der Geschichte dieses Bergwerkes war, nämlich 1.208.637 Tonnen. Die Schachtanlage Scholven brauchte nach 1941 fast 4 Jahre um annähernd wieder an ihre alten Fördermengen anzuschliessen.

Wie man die Förderung von Zweckel 1951 nach Scholven zurückverlagern haben kann ist mir das grösste Rätsel, denn wie soll die Zeche Zweckel ohne Tagesanlagen, die man ab 1929 demontierte, in der Lage gewesen sein in der Zeit von 1945 bis 1951 zu fördern?...

Ich breche an dieser Stelle einfach mal ab und verweise in dem Zusammenhang auf Wikipedia, wo zu den Schachtanlagen Zweckel und Scholven derselbe Blödsinn geschrieben steht:
Zweckel: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Zweckel
Scholven: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Scholven

vermutlich sind dort auch die Beschreibungen zu den anderen Schachtanlagen, Aktiengesellschaften und was da sonst noch alles in der seitenfüllenden ellenlangen Ausführungen der "Studie" von Dietmar Kesten genannt sind, im Original wiederzufinden.

Nicht überall, wo Nutella drauf steht, ist auch Nutella drin und Quantität und Qualität sind zwei verschiedene paar Schuhe. Die Geschichtsschreibung von Dieter Kesten mag durch ihre Länge beeindrucken, inhaltlich ist sie aus der Nase gezogen, bzw. einfach nur abkopiert.

Für eine "Studie" empfehle ich das Hinzuziehen von gedruckten Medien, wie Bücher, Zeitschriften und Katalogen, die man in den Stadtarchiven, bei den Unternehmen und in der Stadtbibliothek einsehen oder im Handel käuflich erwerben kann. Dafür muss man zwar seinen Hintern hoch bekommen und den heimischen PC verlassen, aber dafür hat man in der Regel Quellen, mit denen man auch arbeiten und auf die man sich verlassen kann.

Die Quellen DSK und WAZ, die Dietmar Kesten am Ende der Seite anführt, dienen lediglich dazu, seinem Beitrag einen seriösen Stempel aufzudrücken. Weder die Quellen der Westdeutschen Allgemeinen, noch die Deutsche Steinkohle, derer ich mich für meine Arbeit über den Industriestandort Scholven teilweise auch bediene, schreiben einen solchen Quatsch.

Die wahre Quellenangabe Dietmar Kestens müsste daher lauten: Google-Suchmaschine!

Gute Nacht Deutschland!

(Quellen:
Printmedien: Hibernia AG: "50 Jahre Zweckel/Scholven" in "Unsere Hibernia 19" 1958
im Netz: Steinkohleportal der DSK http://www.steinkohle-portal.de/content.php?id=193

pito
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Re: MAO AM

Beitrag von pito »

erloeser hat geschrieben:Mit "Wissenschaft" hat die von Dir verlinkte Arbeit von Dietmar Kesten nichts zu tun und wenn Du diesen Menschen persönlich kennen solltest, dann empfehle ihm am besten einen Roten Punkt hinter seine Arbeit zu machen und sie aus dem Netz zu nehmen.
Ich kenne ihn nicht persönlich, aber Heinz. Dietmar Kesten ist (war) auch Mitglied hier im Forum und hat sich an so mancher Diskussion beteiligt. Hier z.B.: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... .php?t=425
Deine Kritik kannst du ihm sicher direkt zuschicken.
erloeser hat geschrieben:Mein lieber Pito. Bei aller Liebe zu Deinen Zeichnungen und Deinem Engagement für Gelsenkirchen auf dieser Seite. Wie kann ich Dir helfen? 8)
Wieso mir?
Schon lustig, du weißt grad mal, dass ich Zeichnungen mache und mich hier engagiere. Und dass ich vor über einem Jahr einen Link mit GE-Bezug ins Forum postete nimmst du zum Anlass mir fehlenden Überblick zu attestieren. :lol: Da werd ich wohl lieber wieder Zeichnungen machen anstatt mich in so wichtige Dinge wie Zechenhistorie einzumischen. ;-)

Es mag alles stimmen, was du uns so wortreich darlegst. Bloß: Die MAO-Datenbank dreht sich doch gar nicht erster Linie um historische Daten und Fördermengen von Zechen, sondern: um politische Bewegungen. Du bist aber auch nicht der erste, der sich über Ungenauigkeiten bei Jahreszahlen etc aufregt. Karl-Heinz Rabbas sagte glaube ich auch was in der Richtung.

Heinz
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Beitrag von Heinz »

Ich will das gar nicht erst überprüfen ... :shock: meines Wissens ging es Dietmar bei seiner Arbeit vor allem und hauptsächlich um eine Dokumentation der verschiedenen Publikationen aus der ML Zeit.

So weit ich weiß, hat er schon den Auspuff hochbekommen und viel recherchiert, mehr als 20 Jahre. Gut, es gibt von vielen Seiten sehr harte Kritik an seiner Arbeit, manche halten die Texte sogar für hart an der Grenze zum Denunziantentum und für überflüssig, weil alles über die Zeit schon in vielen verschiedenen Büchern niedergeschrieben worden ist.
.

erloeser
Abgemeldet

Beitrag von erloeser »

@Pito
Sorry, aber meine Frage war nicht böse gemeint. "wie kann ich dir helfen" meine ich in Bezug auf die Formulierung "waschechte wissenschaftliche Arbeit"...
was mir dabei im Hinterkopf noch rumschwirrt, ist die historische Darstellung zum HSH des Bürgerforums. Reizen würde mich das Thema schon, allerdings fehlt mir der Zugang zu den Quellen...

Diesen alten Artikel über die politische Bewegung habe ich deshalb ausgegraben, weil ich vor einigen Tagen die Idee hatte, einen Themenstrang einzurichten, auf dem Internetseiten mit Bezug auf Gelsenkirchen aufgelistet werden können, die falsche oder verdrehte Informationen zu dieser Stadt enthalten, mit der Möglichkeit diese Artikel in diesem Themenstrang zu berichtigen und gegebenenfalls zu kritisieren.

Es ist für einen Internetuser heutzutage unheimlich einfach zu einem Thema etwas ins Internet zu setzen, was dort für alle Ewigkeiten konserviert wird. Ändern sich die Sachverhalte zu einem Thema oder tauchen Fehler auf, müsste es eigentlich genauso einfach sein, diese Beiträge zu verbessern, zu ergänzen oder gegebenenfalls aus dem Netz zu nehmen. Dies passiert aber recht selten. Meistens existieren die Texte trotzdem weiter und auch die Suchmaschinen spucken immer wieder die Links zu solchen fehlerhaften Artikeln aus.

Als Beispiel nehme ich jetzt mal die historische Einordung des Bürgerforums des Hans Sachs Haus. Sei mir auch diesmal bitte nicht böse Pito.
Ich frage einfach mal: Welchen Sinn macht es, wenn ich als Leser dort im Gästebuch auf Fehler verweise, aber niemand in der Lage ist, diese Fehler zu korrigieren oder entsprechende Passagen, die nachweislich falsch sind, wie zum Beispiel die Erläuterungen zum Karstadthaus in Hamburg erst einmal aus dem Netz zu nehmen. Eigentlich gar keinen, oder?

Genauso vermute ich, dass Dietmar Kesten Ewigkeiten brauchen wird die Zahlendreher und falschen Informationen in seiner Mao-Datenbank zu berichtigen, wenn es überhaupt passieren sollte.

Was nützt Kritik, wenn Administratoren, Moderatoren und Autoren von Internetseiten immer nur sagen: Danke, dass Du uns darauf hingewiesen hast, aber letztendlich nichts verändert wird?

Sind Internetseiten immer nur dafür da, um zu zeigen, was man für eine tolle Internetseite hat? Sind wir wirklich so weit, dass die Präsens und Gestaltung einer Internetseite zu einem Thema, einem Gebäude, einem Verein mit ihren technischen Features und Rafinessen einen höheren Stellenwert hat, als die Inhalte, die auf solchen Seiten rüber gebracht werden?

"Kleider machen Leute" hat Gottfried Keller im 19. Jahrhundert mal eine Novelle
benannt und sich darüber amüsiert, wie die Menschen auf das Äussere Erscheinungsbild reagieren und dabei ganz den eigentlichen Charakter vergessen.
Die Internetseiten werden immer mehr das Outfit der Welt des 21. Jahrhunderts, aber die Inhalte dürfen deshalb nicht vernachlässigt werden.

Ich finde es auf jeden Fall Schade, wenn sich Menschen die Mühe machen, Fehler aufzuzeigen, Recherchieren und nach Quellen suchen, um ihrer kritik einen konstruktiven Charakter zu geben, aber sich dieser Kritik einfach nicht angenommen wird.

Deshalb hatte ich die Idee zu einem Themenstrang, wo solche Kritik ihren Platz finden kann, damit wenigstens andere User davon profitieren, wenn die Autoren das schon nicht tun, weil sie sich nicht für Zuständig halten, oder vielleicht auch gar nicht mehr wissen, was da irgendwann mal von ihnen ins Netz gesetzt wurde.

GELSENZENTRUM
Abgemeldet

Beitrag von GELSENZENTRUM »

Aus: trend online zeitung 7/8-99

GELSENKIRCHEN, 28. Juni 1999

STERBLICHES UND UNSTERBLICHES VERGESSEN - HOLOCAUST

An welchen Merkmalen läßt sich ungesühnter Mord festmachen?

von DIETMAR KESTEN

Artikel lesen: http://www.trend.infopartisan.net/trd7899/t127899.html

Karlheinz Rabas
Beiträge: 1541
Registriert: 26.11.2006, 12:45
Wohnort: Gelsenkirchen

Re: MAO AM

Beitrag von Karlheinz Rabas »

erloeser hat geschrieben: In Abschnitt drei heisst es:
"Mit der Gründung der Gelsenkirchener Bergwerks-AG durch Friedrich Grillo und Emil Kirdorf, wurden fördernde Schachtanlagen zusammengefasst." FALSCH!
- Die GBAG wurde von Friedrich Grillo und Adolf von Hansemann gegründet. Kirdorf kam erst 20 Jahre später dazu.
Das ist leider auch falsch!
Grillo und von Hansemann gründeten die GBAG am 03. Januar 1873 und Emil Kirdorf trat bereits ab 12. März 1873 seine Stelle bei der GBAG an, also 2 Monate und nicht erst 20 Jahre später.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

erloeser
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Beitrag von erloeser »

Du hast recht Karlheinz . Ich hatte jetzt die Gründung von GBAG 1873 mit der Gründung des rheinischwestfälischem Kohlensyndikat 1893 durcheinander gebracht

Gast
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Kein anderes Bier!

Beitrag von Gast »

erlöser hat geschrieben: [...]

Nicht überall, wo Nutella drauf steht, ist auch Nutella drin und Quantität und Qualität sind zwei verschiedene paar Schuhe.

[...]
:shock: Gibt es dafür Beweise?
Und wenn, was sagt Ferrero dazu? :roll:

:wink:

erloeser
Abgemeldet

Beitrag von erloeser »

hast Du Fragen zu Nutella lieber Gast, findest Du die Antworten hier bei Ferrero
http://www.ferrero.de/produkte/fragen.a ... %20nutella?

Heinz
Abgemeldet

Beitrag von Heinz »

Frage hat geschrieben:Was ist das Geheimnis des nutella Geschmacks
Antwort hat geschrieben:Das Geheimnis des einzigartigen und unverwechselbaren Geschmacks von nutella liegt in dem Originalrezept, den ausgesuchten Zutaten und der besonderen Verarbeitung.
na, wenn das nicht mal genau das ist, was du an Dietmars Arbeit so kritisierst :D :lachtot: die präzise Rezeptanalyse..

Didi
Abgemeldet

Politische Bewegung in Gelsenkirchen

Beitrag von Didi »

Wenn Herr "Erloeser" meint, dass meine bescheidenen Anmerkungen aus "Google" stammen, dann ist das definitiv falsch. Ich habe aber keine Lust dazu, mich auf diese Schiene zu begeben. Die Mao verfügt über ca. 20.000 Roh-Manuskript Seiten, die in guten 25 Jahren zusammengetragen worden sind. Irgendwann haben wir sie nicht mehr, nachdem zig Ordner an Quellen durchgearbeitet worden sind, abgeglichen. Daran kann Kritik übt werden, was auch passiert. Wir erheben nun gar nicht den Anspruch der Wissenschaftlichkeit, allerdings haben wir uns, im Gegensatz zu den meisten, sich nennenden "seriösen Forscher", den Blick nach unten gewagt, die Dokumente studiert und sie schließlich ins Netz gestellt.

Wir halten diese Vorgehensweise für akzeptabel, weil so, unserer Auffassung nach, soziale Bewegung erforscht werden kann. Nichts anderes hat z. B. Kraushaar (über die RAF) gemacht. Wenn der Vorwurf erhoben wird, dass das Konzept vorne und hinten nicht stimmt, dann muss ich dem entschieden widersprechen. Schließlich sind selbst die K-Gruppen in gewisser Weise Ausdruck und Motor sozialen Wandels gewesen. Als Indikator informierten sie über zentrale gesellschaftliche Widersprüche und Konflikte. Und als politische Akteure haben sie mehr als 20 Jahre lang (wenn von Sektenresten abgesehen wird) die Debatten mitbestimmt.

Gelsenkirchen ist nur ein Happen aus der Datenbank gewesen, der aber knapp die "politische Bewegungen", aber vor allen deren Zusammenhänge, skizzierte. Wir kennen zunächst nichts vergleichbares. Ihre Angriffe entbehren jeder Grundlage. Was nutzt es, wenn sie Bälle werfen, die Sie sich selbst zuspielen? Das ist die alte Methode "Haltet den Dieb"! So macht die Debatte keinen Spaß!

Dietmar Kesten

Heinz
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Beitrag von Heinz »

@Didi
erlöser wollte dich kontaktieren. Du solltest dich bitte mal einloggen, und deine PNs bzw. e-mails mal abrufen. :wink:

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Dietmar
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Politische Bewegung in Gelsenkirchen

Beitrag von Dietmar »

Ich muss noch eimal Fraktur reden. Sie schrieben

"Wissenschaft dient der objektiven Wahrheitsfindung und sollte sich an belegbaren Fakten orientieren. Die Datenbank der Arbeit von Dieter Kesten "Politische Bewegung in Gelsenkirchen" hingegen, die dieser selber als "Studie" bezeichnet, entpuppt sich als reines Zusammenkopieren von Informationen, die man beim googeln auf den Seiten von Wikipedia erhält. Wikipedia mag einem Internetuser vielleicht erste subjektive Einblicke zu gewissen Themen geben, zu Studienzwecken und zum wissenschaftlichen Arbeiten ist dieses Portal allerdings nicht geeignet, weil jeder Hinz und Kunz erst einmal ungeprüft seinen gequierlten Senf in diesem virtuellen Nachschlagewerk veröffentlichen kann und sich so die dort befindlichen Informationen ständig verändern und verfälschen...."

Sagen Sie mal: Wollen Sie mich belehren, mir mit Abhandlungen über "objektive Wahrheitsfindung" kommen? Was ist objektiv, was ist hierbei subjektiv? Ich glaube kaum, dass es eine "objektive Geschichtsschreibung" gibt. Es gibt immer nur Fakten, Daten und Hintergrundwissen. Das sollten Sie doch eigentlich, der hier das hohe Lied der Wissenschaftlichkeit singt, wissen. Sie kanzeln die Arbeiten der Mao ab. Und haben doch von Tuten und Blasen keine Ahnung.

Jezt kommen Sie mit Scholven. Und halten ihre Arbeit der Mao entgegen. Das ist genaus so als würde man Helmut Kohl mit Helmut Schmidt vergleichen. Wo leben Sie? Ist es Ihnen nicht genug, wenn sich Menschen hinsetzen, die Materialien durchforsten, die nie jemand zu Gesicht bekommen hat, und die dazu dienen sollen, Ansätze zur einer Gelsenkirchener Geschichtsschreibung zu entwickeln?

Legen Sie doch bitte selbst eine solche Arbeit vor. Dann kann man meckern. Bei ihrem Beitrag sehe ich die 1970ger Jahre vor mir: Was sind wir doch für Kerle, wir haben die Weisheit mit den Löffeln gefressen. Im übrigen fällt mir noch ein: Die Administratoren dazu aufzufordern, eine Arbeit von der Seite zu nehmen, ist der Gipfel der Unverschämtheit. Was soll dieser Blödsinn?

Dietmar Kesten

P. S. Ich heiße Dietmar Kesten und nicht "Dieter Kesten". Auch das dient zur Klärung meines Standortes.

Ein MAO-Freund
Abgemeldet

Beitrag von Ein MAO-Freund »

Dass die Kritiker immer gleich so übertreiben müssen, ist wirklich
unangenehm. Über einzelne Kritikpunkte kann man ja reden, aber über
Pauschalvorwürfe- das ist lächerlich.

Nein, die inkriminierten Daten stammen nicht alle aus der MAO, zumindest ein Teil nicht. Die Daten aus der MAO, sind alle durch Quellenangaben belegt und
genügen damit weitgehend wissenschaftlichen Ansprüchen.

Bei den kritisierten Daten handelt es sich um teilweise mehr journalistisch
gehaltene Teile zur Stadt- und Industriegeschichte Gelsenkirchens, die
den MAO-Daten vorangehen. Die sind leider nicht ausreichend belegt. Das stimmt uneingeschränkt. Die Daten zur Industriegeschichte hatte MAO teilweise aus alten Zeitungen entnommen, Broschüren und zusätzlich einige Web-Artikel ausgewertet. MAO hatte es nicht mehr für nötig gehalten, sie auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, was in der Regel, um damit der Wissenschaftlichkeit aufs Pferd zu helfen, auch so nicht gemacht wird, so dass eine Diskussion darüber im Nachhinein sehr schwer ist bzw. unmöglich. Wenn man etwa die „Rote Fahne“ der 1933-KPD auswertet, stellt man fest, dass lokal Ereignisse teilweise verfälscht wurden, um auf einen revolutionären Charakter dieser „Erhebung“ zu insistieren, die es einfach nicht gab (vgl. z. B. den Hamburger Aufstand von 1923). Hier z. b. weiß man meist selber nicht mehr genau, welcher Quelle man damals genau welche Behauptung entnommen hat.

Um Zum Kern zu kommen: Die Vorwürfe sind insgesamt nicht haltbar, da sie den Prozess der Bildung von sozialer Bewegung in Gelsenkirchen völlig unterminieren. Das „Zubrot“ zu dieser eigentlichen Entwicklung sollte die Sphäre vermitteln, in der sie „aufwuchsen“. Ohne einen solchen Zusammenhang hätte die Arbeit tatsächlich verworfen werden müssen. Aber zumindest hat die MAO einen Ansatz vorgelegt. Nicht mehr und nicht weniger.

Ein MAO Freund

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