Von-Wedelstaedt-Park

Öffentliche Grünanlagen, Parks und Gärten der Stadt zum genießen und spielen

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Josel
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Von-Wedelstaedt-Park

Beitrag von Josel »

Für mich einer der schönsten Orte in GE:

Der Von-Wedelstaedt-Park mit seiner zwar immer mehr eliminierten, aber doch noch immer erkennbaren Gartenarchitektur und seinen über 100jährigen Bäumen. Neulich im Verwandtenkreis erzählte man, früher habe es dort sogar Tiergehege gegeben. Absolute Attraktion: Philipp der Braunbär. Gibts darüber noch irgendwo Bildmaterial?

J.
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zuzu
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Beitrag von zuzu »

Wo ist denn dieser Park? Den Namen habe ich noch nie gehört! Wenn es etwas Schönes in GE gibt, sollte man das unbedingt kennen.

Heinz
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Beitrag von Heinz »

zuzu hat geschrieben:Wo ist denn dieser Park? Den Namen habe ich noch nie gehört! Wenn es etwas Schönes in GE gibt, sollte man das unbedingt kennen.
Ich meine hinter dem Marienhospital Gelsenkirchen - oder? :roll:

pito
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Beitrag von pito »

Nein, das ist ein Wäldchen, was du meinst. Weiß gar nicht ob das einen Namen hat.

Der Von-Wedelstädt-Park liegt hinter der Gesamtschule Ückendorf mit Anbindung ans Rheinelbe-Gelände. Hier ist ein Google-Earth-Placemark:
KLICK

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rm
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Beitrag von rm »

Von-Wedelstedt-Park: Zugang Bochumer Str.- Parkstrasse, trotz Sturmschäden in den letzten 50 Jahren und starker Verluste an Unterholz noch immer ein schöner mit durchdachten Perspektiven, hoffe, dass er Kyrill heil überstanden hat.
Hinter, neben oder vor dem MH liegt der Rhein-Elbe-Park (Volksmund oder offizieller Name?)

Heinz
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Beitrag von Heinz »

@pito
diese Google Platzmarkierung ist atemberaubend!

@Menne
Ja, stimmt, hat eine eigene Atmosphäre, ich muss gestehen, dass ich da fast nur mit dem Rad durch- oder entlangbrause. :oops:

Josel
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Beitrag von Josel »

Der letzte Amtmann des eigenständigen Amtes Ückendorf, Carl von Wedelstaedt (später auch Bürgermeister von GE) hat den gleichnamigen Park um 1900 errichten lassen, als es in Ückendorf schwer bergauf ging und es einfach schick war, als Gemeinde sowas zu besitzen.

Der heutige Rheinelbepark ist aus dem Privatgarten der Villa von Emil Kirdorf und einem hoch umzäunten "Garten" hervorgegangen, den die Gelsenkirchener Berkwerks AG neben dem Rheinelbegelände für ihre höheren Angestellten unterhielt. Der "Garten" war so groß, daß die Angestellten darin der Jagd nachgehen konnten; für ihre Familien gabs darin ein Schwimmbad. Die Stadt hat hat das Gelände in den Sechzigern erworben und allgemein zugänglich gemacht. Im Rheinelbepark steht noch heute die sog. Sachsenwaldeiche, ein Geschenk Otto von Bismarcks an Kirdorf.

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pito
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Beitrag von pito »

Josel hat geschrieben:Der "Garten" war so groß, daß die Angestellten darin der Jagd nachgehen konnten
Das muss aber lange her sein. Heute ist das Wäldchen von Handtuchgröße oder ist mir da was entgangen?
Im Rheinelbepark steht noch heute die sog. Sachsenwaldeiche, ein Geschenk Otto von Bismarcks an Kirdorf.
Weißt du wo genau die steht? Ist sie markiert?

Josel
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Beitrag von Josel »

@pito

Die Eiche ist mit einem Findling nebst Inschrift gekennzeichnet. Ich wollte mich immer mal anhand dieses pdfs auf die Suche begeben, bin aber noch nicht dazu gekommen.

http://stadtplanung.gelsenkirchen.de/03 ... endorf.pdf

(dort nach "Sachsenwaldeiche" suchen).

Das mit dem Wald und der Jagd hat mir ein Verwandter erzählt, der das als Steiger noch miterelebt hat.

J.
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Josel
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Beitrag von Josel »

@pito:

Da wir aus den Marienhospital-Thread nun wissen, wo Villa und Garten von Kirdorf sich befanden, fällt das mit der Sachsenwaldeiche vielleicht leichter...

Das "bejagte Wäldchen" ist übrigens doch eigentlich noch heute riesig: Eingezäunt für die "AT"(außer tariflichen)-Angestellten war alles, was an Wald zwischen dem Sportplatz an der Künstlersiedlung und der Virchowstraße liegt.

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Das ist der "Kieseling" den der "groote Käärl vom Tippelsberg" nach dem "Riesen vom Mechtenberg" geworfen hat, weil er nicht genug Brot bekommen hat.
Der Findling lag an der Linde (gibt's heute nicht mehr) auf dem Ückendorfer Platz und liegt jetzt an einem Eingang des von-Wedelstaedt-Parks, auch als Ückendorfer Stadtgarten bekannt.

Bild

Josel
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Beitrag von Josel »

Hier möchte ich mir Widerspruch erlauben: M.E. steht der berühmte Lindenstein genau im Rücken des Betrachters, der auf den abgebildeten Findling mit der Wedelstaedt-Inschrift schaut.

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Dem Einspruch wird stattgegeben - Josel hat (natürlich) recht. Der Lindenstein ist dem auf dem Foto genau gegenüber.
Ein Bild von heute wird eingefügt:
Bild Bild

Der Feldmarker
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Re: Von-Wedelstaedt-Park

Beitrag von Der Feldmarker »

Josel hat geschrieben:Für mich einer der schönsten Orte in GE:

Der Von-Wedelstaedt-Park mit seiner zwar immer mehr eliminierten, aber doch noch immer erkennbaren Gartenarchitektur und seinen über 100jährigen Bäumen. Neulich im Verwandtenkreis erzählte man, früher habe es dort sogar Tiergehege gegeben. Absolute Attraktion: Philipp der Braunbär. Gibts darüber noch irgendwo Bildmaterial?

J.
Hallo Zusammen,

habe bis November 2006 in Ückendorf gewohnt. 45 Jahre lang, sind nun in die Feldmark gezogen. Mein Vater ist auch in Ückendorf geboren und auch er erzählte von den Tiergehegen (ähnlich dem Wattenscheider Stadtgarten - die Ückendorfer kennen den). Wenn ich mich recht erinnere erzählte Vater davon, daß wenn man in die Parkstr. geht, danach kam die kleine Schule, kurz danach kommt der auf der rechten Seite der Spielplatz vom Von-Wedelstaedt-Park, dort sollen unter anderem die Tiergehege gewesen sein. Wenn ich mich recht erinnere, wurden irgendwann in den 40 er Jahren die Tiergehege aufgegeben. Werde aber mal meinen älteren Bruder befragen, ob der die Tiergehege noch kennt.

Glückauf

Der Feldmarker

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Beitrag von Der Feldmarker »

Josel hat geschrieben: Der heutige Rheinelbepark ist aus dem Privatgarten der Villa von Emil Kirdorf und einem hoch umzäunten "Garten" hervorgegangen, den die Gelsenkirchener Berkwerks AG neben dem Rheinelbegelände für ihre höheren Angestellten unterhielt. Der "Garten" war so groß, daß die Angestellten darin der Jagd nachgehen konnten; für ihre Familien gabs darin ein Schwimmbad. Die Stadt hat hat das Gelände in den Sechzigern erworben und allgemein zugänglich gemacht. Im Rheinelbepark steht noch heute die sog. Sachsenwaldeiche, ein Geschenk Otto von Bismarcks an Kirdorf.

J.
Hallo Zusammen,

ja mein Vater erzählte auch von dem Schwimmbad, durften aber nur Bergwerksangehörige rein und das Becken (ich meine es war nur eins) wurde mit Sole aus der Zeche Rheinelbe befüllt. Das Schwimmbad muss aber Mitte der 50 - Anfang der 60 er Jahre geschlossen worden sein.

Ích kenne auch nicht mehr die Ruinen davon.

Glückauf

Der Ückendorfer

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