Wie lebt es sich in dieser Stadt? Bericht 2006

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Wie lebt es sich in dieser Stadt? Bericht 2006

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Wie lebt es sich in dieser Stadt?

Forscherteam präsentiert den "Familienbericht Gelsenkirchen 2006". OB Baranowski nennt Studie eine Bestätigung für die Arbeit der Verwaltung. Sie soll dem Bündnis für Familien neue Impulse geben

Die Stadt denkt an die Belange der Familien. Das sagt Klaus Peter Strohmeier, Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung der Ruhr-Uni Bochum. Nicht etwa auf die Ergebnisse einer Studie beruft er sich, die sein Team erstellt und gestern unter dem Titel "Familienbericht Gelsenkirchen" präsentiert hat. Sondern: Allein schon der Umstand, dass eine Kommune überhaupt ein solches Werk in Auftrag gebe, lobte der Professor, sei "Ausdruck einer besonderen Familienorientierung einer Stadt".

OB Frank Baranowski hörte die Kunde des renommierten Forschers gerne, nannte sie eine "gute Bestätigung" für die Arbeit der Verwaltung, die Gelsenkirchen gern als familienfreundlich bezeichnet. So erinnerte der OB auch diesmal an das Bündnis für Familien, das hier geschmiedet wurde, oder den Besuch des Jugendamtes bei allen Erstgeborenen. Beides übrigens Angebote, fügte er an, die eingerichtet wurden, nachdem die Daten für den neuen Familienbericht längst erfasst waren.

Untersucht wurde in der Erhebung die Lebenssituation von Familien. Im Mittelpunkt standen Fragen wie diese: Wie ist wirtschaftliche Lage der Familien? Wie können Eltern Beruf und Familie unter einen Hut bringen? Wie lässt es sich leben - in den eigenen vier Wänden, im Stadtteil? Und: Wie ist die Unterstützung der Stadt?

Der Bericht, resümiert der OB, soll dem Bündnis für Familien neue Impulse geben. Nun nämlich gebe es eine tragfähige Datenbasis, "an der wir unser politisches Handeln ausrichten können".

Einige Ergebnisse: Durchschnittlich leben Familien hier auf 96 Quadratmetern - und haben somit weniger Platz als andere Familien im Land. Oder: In 17 Prozent der Migrantenfamilien wird kaum Deutsch gesprochen. Oder: In drei Vierteln der Haushalte ernährt der Mann die Familie.
In einem Resümee gibt das Forscher-Team der Stadt Handlungsempfehlungen. Eine ist dabei nicht aufgelistet: dass der OB den Familienbericht nach Münster mitnimmt, wenn er mit dem Regierungspräsidenten über dessen Forderung nach Erhöhung der Kindergartenbeiträge spricht. Das hat Baranowski aber vor. Und will dann Seite 64 aufschlagen. Dort steht: Vier von zehn Familien leben in Gelsenkirchen in Armut bzw. armutsnahen Verhältnissen.
Die WAZ kommt auf den Famlienbericht zurück. M.M.

WAZ 17.01.2007

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