Wilhelm Nengelken - Ausstellung in Oberhausen

Werke, Ausstellungen, Künstler, Bewohner und Geschichte der 1931 gegründeten Künstlersiedlung Halfmannshof

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Wilhelm Nengelken - Ausstellung in Oberhausen

Beitrag von Verwaltung »

Verwaltung hat geschrieben:BildWilhelm Nengelken / Maler
  • Wilhelm Nengelken
    Bild
    geb. 1902 in Gelsenkirchen, gest. 1969 in Krefeld. Maler und Kunsterzieher.
    Studium: Kunstgewerbeschule Essen und Kunst-Akademie Kassel.
    1922 Mitbegründer des 1. Gelsenkirchener Künstlerbundes und des Westf. Künstlerbundes. Zeichenlehrer an mehreren Gelsenkirchener Gymnasien. Rege Ausstellungstätigkeit: Thema: "Der Mensch und seine Arbeit im Revier". Erste große Arbeit: "Der Bau" (25 Radierungen zum Bau des Hans-Sachs-Hauses, wofür er 1934 den Grafikpreis des "Jungen Westfalen" erhielt).
    1936 - 69 Mitglied der Künstlersiedlung Halfmannshof.
    1949 Ausstellung mit eigenen und Schülerarbeiten im Grillo-Gymnasium. Der Reinertrag galt der Einrichtung eines Zeichensaales im Grillo Gymnasium.
    1950 Mitgründer des Bundes Gelsenkirchener Künstler und 2. Vorsitzender. Aufträge: Glasfenster, Metallplastiken in öffentlichen Gebäuden. Aquarelle, Ölbilder und Radierungen befinden sich in Museen und Privatbesitz.
Quelle: Spiegelungen - Bildende Kunst in und aus Gelsenkirchen
von Hans-Rudolf Thiel, Sparkasse Gelsenkirchen 1993

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Beitrag von Verwaltung »

rabe489 hat geschrieben:Bild
(Wilhelm Nengelken, Gelsenkirchen: Der neue Fussball)

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Beitrag von Verwaltung »

So 21.5.1944 - Sa. 27.5.1944
Nengelken und Hermann Peters stellen bei der "Großen Kunstaustellung des Gaues Westfalen-Nord" im Kurhaus von Bad Oeynhausen aus.

Quelle: Chronik der Stadt Gelsenkirchen, Stadtbücherei

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Beitrag von Verwaltung »

  • Der 1902 in Gelsenkirchen geborene Maler Wilhelm Nengelken, der vor 1933 noch als Ringelnatz-Freund auftrat, nahm zahlreiche Aufträge der NSDAP an. Seine Bergmannsdarstellungen entsprachen offenbar dem nationalsozialistischen Ideal des heldenhaften Arbeitsmenschen. Die "Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung" schreint am 6.2.1935 über Nengelken:

    "Je länger Wilhelm Nengelken nun wieder in seiner Heimat war, desto näher kam er auch wieder der Welt der Arbeit und desto stärker auch formte sich in seiner künstlerischen Phantasie eine ganz bestimmte Bildvorstellung vom Arbeitsmenschen, wie er uns täglich umgibt, vom Bergmann zumal. Nach vielen glücklichen Bemühungen 'für sich selbst', bot sich dann eines Tages die Gelegenheit zu einer großen Aufgabe dadurch, daß er im Auftrage der Kreisleiter des Gaues Westfalen-Nord eine Mappe Das Anlitz des Bergmanns schuf; diese Mappe wurde dem Stellfertreter des Gauleiters Westfalen-Nord als Ehrengabe überreicht. "
Quelle: Herbert Knorr
Zwischen Poesie und Leben
Geschichte der Gelsenkirchener Literatur und ihrer Autoren von den Anfängen bis 1945

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Beitrag von Verwaltung »

WAZ hat geschrieben:Er dokumentierte Zollverein
Gelsenkirchen, 06.07.2008

Rheinisches Industrie-Museum sucht Bilder von und Materialien über den Halfmannshöfer Wilhelm Nengelken (1902 - 69)

Wer war Wilhelm Nengelken? Er gehörte der Künstlersiedlung im Halfmannshof 33 Jahre an, von 1936 bis 1969. Er war Mitbegründer des Gelsenkirchener Künstlerbundes (1950), unterrichtete am Grillo-Gymnasium 25 Jahre in Sachen Kunst. Jetzt wird an ihn erinnert.

Das Rheinische Industriemuseum (RIM) in Oberhausen bereitet für den 25. Januar 2009 eine Ausstellung über Nengelken (1902 - 69) vor. Gezeigt werden Fotografien, Gemälde, Grafiken. Wobei der Schwerpunkt Themen aus der Ruhr-Industrie sein sollen. Denn hier wurde man fündig.

Das heißt: Das Museum erhielt in den 80-er Jahren eine Sammlung, bei der der Name Nengelken erstmals auftauchte. Die RIM-Leitung recherchierte und stieß über Umwege auf den Sohn Klaus J. Nengelken, der in Köln lebt. Er war und ist behilflich bei der Würdigung seines Vaters.

Doch das RIM erhofft durch einen Aufruf an die Gelsenkirchener Kunstfreunde und -sammler, mehr über bestimmte Bilderzyklen und über das Oeuvre Nengelkens zu erfahren.

Ein besonderes Interesse gilt, wie Daniel Stemmrich vom RIM der WAZ sagte, der Reihe "Brennendes Gelsenkirchen" (Motive aus der Kriegs- und Nachkriegszeit) und Fotografien vom Bau der Schachtanlage XII der Zeche Zollverein in Essen. Außerdem liegen einige unvollständige oder Reproduktionen von Bildern (Ölgemälde, Kohlezeichnungen) vor, die noch genauer identifiziert werden müssten.

Wer helfen kann, wer Originale von Wilhelm Nengelken besitzt, wer Kontakte aus jener Zeit belegen kann, der melde sich beim RIM, Dr. Daniel Stemmrich, Dokumentation, Hansastraße 20, 46040 Oberhausen, Tel: 0208-8579260. HJL
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Männlein
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Beitrag von Männlein »

Gelsenkirchener Blätter 19 vom 1. Oktober 1955.
Möglicherweise ganz interessant für Experten. Habe es zufällig gefunden.
BildBildBild
Gruß Männlein

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Beitrag von Verwaltung »

:up:

Dieser "Glashüttenmann" erinnert ein wenig an die Stahlkocher auf der Kurt-Schumacher-Straße. Könnte es sein, dass ... ???
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Beitrag von Verwaltung »

Jochen K. hat geschrieben:
Fuchs hat geschrieben:Sparkassengebäude an der Cranger Str.

Bild
Diese Plastik wurde von den Halfmannshof-Künstlern Wilhelm Schröder (Bildhauer) und Wilhelm Nengelken (Entwurf) geschaffen und 1957 an der Sparkassenfiliale in Erle angebracht.
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cue
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Beitrag von cue »

von der signatur : ein Nengelken (?)
wahrscheinl. ein Kalenderblatt.
Bild

erloeser
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Schichtwechsel

Beitrag von erloeser »

Wilhelm Nengelken "Schichtwechsel"

Bild
(Gelsenkirchen, Abbild einer großen Stadt, 1955)

jvm
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Beitrag von jvm »

Gestern erhielt ich eine Einladung zur Ausstellung des LVR (Landschaftsverband Rheinland) Wilhelm Nengelken: "Mitten im Revier". Sie ziert die beeindrucke Grafik "Blick auf Gelsenkirchen". Die Ausstellung findet vom 25. Januar bis zum 12. April 2009 im LVR-Industriemuseum Oberhausen (Hansastraße 20) statt.

siehe auch hier:

http://www.industriemuseum.lvr.de/ausst ... gelken.htm

jvm
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Beitrag von jvm »

Ich zitiere als Anreiz noch einmal aus der Einladung:

Das LVR-Industriemuseum präsentiert mehr als 160 Gemälde, Zeichnungen, Skizzen und Fotografien des Malers und Grafikers Wilhelm Nengelken. Damit wird ein Gelsenkirchener Künstler wieder entdeckt, der im Revier rund um Gelsenkirchen die Motive seines künstlerischen Lebenswerkes fand.


Frage an unseren Korrespondenten hinterm Gasometer: LO, gehst du dahin? Das Bild "Blick auf Gelsenkirchen" auf der Einladung ist ziemlich vielversprechend. Fundgruben - Verdacht!!

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Lo
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Beitrag von Lo »

Bild
jvm hat geschrieben: Frage an unseren Korrespondenten hinterm Gasometer: LO, gehst du dahin? Das Bild "Blick auf Gelsenkirchen" auf der Einladung ist ziemlich vielversprechend. Fundgruben - Verdacht!!
@jvm
Hier GeGe-Aussenstelle Rheinland:
Zuerst einmal bin ich Dir sehr dankbar für den Hinweis auf diese Ausstellung und obendrein ein wenig verlegen darüber, dass man mir ein Stückchen Gelsenkirchen bis fast vor die Haustüre liefert.
Ja, ich gehe gern dorthin...
Wer noch? Vielleicht gemeinsam?

Zu dem obigen Relief habe ich ein ganz besonderes Verhältnis:
an dem Tag, als es an das damals neue SSK-Gebäude angebracht wurde,
habe ich als Knirps die ganze Zeit dabeigestanden und fasziniert zugeschaut.

Lo

Schacht 9
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Beitrag von Schacht 9 »

http://www.industriemuseum.lvr.de/ausst ... gelken.htm
Beeindruckend sind aber auch die Fotografien, die Wilhelm Nengelken ~1945 in der zerstörten Stadt Gelsenkirchen machte. Hier ein Bild von der Malkenstraße/Ecke
Marktstraße.
Bild
Das Bild zeigt den Anfang der Bahnhofstraße am Neumarkt.
Bild
Man erkennt es an der Fußgängerinsel in der Bildmitte und dem Durchgang am Georgshaus.

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

[center]Einladungskarte zur Austellung

Bild
Zeichnung von Wilhelm Nengelken, Blick vom Hans-Sachs-Haus, u.a auf die alte Feuerwache, im Vordergrund eine Tankstelle der "OLEX" - Deutsche Petroleum Verkaufs Gesellschaft mit beschränkter Haftung... :wink:
[/center]


Ein herzliches Dankeschön an JVM für die Überlassung der Karte...
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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