Rosa Eck, Gelsenkirchen

Menschen die Eindruck in Gelsenkirchen hinterlassen

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Rosa Eck, Gelsenkirchen

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Rosa Eck wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch einen "Stern" - Artikel im Jahre 1984 bekannt. Bei einer Antifaschistischen Kundgebung der Gewerkschaft, der SPD und der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes, dem VVN/BdA, waren sie und andere Teilnehmer von Rechtsradikalen zusammengeschlagen worden. Das Strafverfahren gegen einschlädig bekannte Neonazis wurde durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Die Opfer sollten ihre Rechtsanwaltkosten selber tragen. Der "Stern"prangerte diese Praxis an und übernahm die Verfahrenskosten für die Geschädigten.

Bild
Das Bild zeigt Rosa Eck im Alter von von 24 Jahren.

Rosa Eck ist bereits 85 Jahre alt, als sie ihr Leben vor dem Mikrofon erzählt. Die überwiegende Zeit ihres Lebens verbrachte die politisch engagierte Frau in Gelsenkirchen. Ihre auf Cd erzählten Erinnerungen reichen von 1916 bis zur Jahrtausendwende. Sie sind ein bewegendes Plädoyer für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Rosa Eck starb im Frühjahr des letzten Jahres.

Die CD mit dem Titel "Ich heiße Rosa Eck - Erinnerungen 1916-2000" kann in der Gelsenkirchener Stadtbücherei entliehen werden.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, die Lebenserinnerungen von Rosa Eck in einer Kleinauflage als CD produzieren zu lassen, der Urheber und Rechteinhaber des Hörbuchs würde ein Master zur Verfügung stellen. Wennn Interesse an dieser CD besteht, bitte Kontaktaufnahme über meine im Forum hinterlegte Mailadresse.

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Rosa Eck - Erinnerungen 1916-2000

Beitrag von GELSENZENTRUM »

Zum reinhören: "Ich heiße Rosa Eck. Erinnerungen 1916-2000"

Rosa Eck berichtet aus dem Jahr 1933:

Ausschreitungen auf der König-Wilhelm-Straße
Erich Lange wird ermordet, Beisetzung in Heßler
Der Chefredakteur des "Ruhr-Echo" wird erschlagen

http://www.gelsenzentrum.de/rosa_eck.htm

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Beitrag von GELSENZENTRUM »

Als „Schutztruppe" der NPD verletzten Skinheads die über 70jährige Antifaschistin Rosa Eck und den 66 jährigen Heinrich Schmitz. Letzteren so schwer, daß er in ein Krankenhaus gebracht werden mußte.

Dieses hemmungslose Zusammenschlagen von zufälligen oder gezielt ausgesuchten Opfern kann interpretiert werden als gezielter Sadismus, als Ausdruck traumatischer lebensgeschichtlicher Erfahrungen, aber auch als rigide Handlung, die im Prozeß der Herausbildung der Subkultur als Erfüllung der Norm, als Demonstration der Zugehörigkeit zu werten ist.
Aus: Raufhändel und Randale: Sozialgeschichte aggressiver Jugendkulturen und pädagogischer Bemühungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Von Titus Simon Veröffentlicht von Juventa, 1996 ISBN 3779902559, 9783779902553 340 Seiten

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