Flugplatz Buer - Kaserne - Katastrophenschutz

Von Flughäfen und Flugmaschinen und von mutigen Männern in ihren fliegenden Kisten

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postminister
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Beitrag von postminister »

Wenn man Fairey BattleL5010 bei google eingibt findet man heraus, daß die 103 Schwadron in Newton/England stationiert war. An Bord war auch der Geschwaderführer Sub/Lt Robert Adrian De Sandoval-Sievier . Angriffsziel war tatsächlich Calais.
Wenn sich das Foto als authentisch erweisen sollte, wäre ein weiteres kleines Rätsel des Krieges gelöst.
Was das Flugzeug jedoch über Buer machte, kann wohl nur der Einsatzbefehl klären.
Vielleicht war es ein Ablenkungseinsatz oder, was auch oft vorkam, die Besatzung hat die
Orientierung verloren.

GELSENZENTRUM
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Flugzeug

Beitrag von GELSENZENTRUM »

@postminister: Hier die passenden Dokumente zu deinen Angaben:

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DThamm
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Beitrag von DThamm »

@Gelsenzentrum
Auf Blatt 1 ist bei Geschwaderführer Sub/Lt Robert Adrian De Sandoval-Sievier ein Fragezeichen. Das hieß doch meistens Gefangenschaft, oder liege ich da falsch?
Auf Blatt 2 ist missing zu lesen. Das bedeutet die Maschine ist nicht zurück gekommen und den Abschussort kennt man auch nicht.
Soweit mir bekannt ist, ist doch jeder Abschuss über Deutschland aufgezeichnet worden.
Es müsste doch möglich sein, so etwas zu erfahren.

GELSENZENTRUM
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Beitrag von GELSENZENTRUM »

DThamm hat geschrieben:@Gelsenzentrum
Auf Blatt 1 ist bei Geschwaderführer Sub/Lt Robert Adrian De Sandoval-Sievier ein Fragezeichen. Das hieß doch meistens Gefangenschaft, oder liege ich da falsch?
Auf Blatt 2 ist missing zu lesen. Das bedeutet die Maschine ist nicht zurück gekommen und den Abschussort kennt man auch nicht.
Soweit mir bekannt ist, ist doch jeder Abschuss über Deutschland aufgezeichnet worden.
Es müsste doch möglich sein, so etwas zu erfahren.
Du liegst schon richtig. Der Verbleib des Piloten wäre dann ein weiteres Rätsel.
Es sind weitere Infos avisiert, einer der "Freunde des Freundes" ist noch eine Woche in Urlaub... :wink:

Deweiteren erwarte ich zufällig eine Akte aus dem War Office,UK. Behandelt ebenfalls ein abgestürztes/abgeschossenes Flugzeug in Gelsenkirchen (und den Verbleib der Crew)

Propietario
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Faiery Battle

Beitrag von Propietario »

Habe die Aufnahme des Wracks meinem engl. Nachbarn, der Pilot der RAF war, gezeigt.

Dürfte sich doch um eine Battle gehandelt haben, die 1940 auch gegen Deutschland eingesetzt worden ist. Die Konstruktion sei eine Katastrophe gewesen . Das Format des Ruders der Maschine war einmalig in der RAF. Man hat den Flugzeugtyp wieder schnell aus dem Verkehr gezogen.Bild
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Buerelter
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Beitrag von Buerelter »

DThamm hat geschrieben:@Gelsenzentrum
Auf Blatt 1 ist bei Geschwaderführer Sub/Lt Robert Adrian De Sandoval-Sievier ein Fragezeichen. Das hieß doch meistens Gefangenschaft, oder liege ich da falsch?
Auf Blatt 2 ist missing zu lesen. Das bedeutet die Maschine ist nicht zurück gekommen und den Abschussort kennt man auch nicht.
Soweit mir bekannt ist, ist doch jeder Abschuss über Deutschland aufgezeichnet worden.
Es müsste doch möglich sein, so etwas zu erfahren.
Gerade gefunden:

http://www.naval-history.net/xDKCasAlpha1939-45Da.htm
De SANDOVAL-SIEVIER, Robert A, Sub Lieutenant (A), RAF, 103 Squadron, 10 September 1940, air operations, killed

postminister
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Beitrag von postminister »

Mal wieder was zum eigentlichen Thema. Habe mit einem 80-jährigen Herren gesprochen,
der in den letzten beiden Kriegsjahren als Helfer auf dem Flughafen Buer eingeteilt war.
Seinen Erzählungen nach war dort ein Feldverbandplatz eingerichtet. Der Flugplatz
wurde hauptsächlich genutzt um mit umgebauten JU 52 verwundete in umliegende Lazarette
zu fliegen. Kann das jemand bestätigen?
Weiterhin soll bei Gelsenberg in Scholven aus Kohle Benzin produziert worden sein.
Gegen Ende des Krieges, als Gelsenberg nahezu zerstört war, sollen die Zechen selbst diese
Aufgabe in reduzierter Form weitergeführt haben. Unter anderem soll das auch auf Hugo
in Buer passiert sein. Gibt es jemanden hier , der auch davon weiss?

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

postminister hat geschrieben: Weiterhin soll bei Gelsenberg in Scholven aus Kohle Benzin produziert worden sein.
Gegen Ende des Krieges, als Gelsenberg nahezu zerstört war, sollen die Zechen selbst diese
Aufgabe in reduzierter Form weitergeführt haben. Unter anderem soll das auch auf Hugo
in Buer passiert sein. Gibt es jemanden hier , der auch davon weiss?
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... senkirchen
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Habe auch überlegt ob ich da mitbieten soll, war mir aber auch total unsicher ob es sich hierbei um GE handelt, oder nur um ein Gebäude welche" Haus GE "genannt wurde, ähnlich wie ne Kneipe.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

GELSENZENTRUM
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Fliegerlynchmord in Buer

Beitrag von GELSENZENTRUM »

Lynchjustiz durch die Gelsenkirchener Bevölkerung

Lynchjustiz durch die Bevölkerung in Nazideutschland an abgestürzten bzw. abgeschossenen Fliegern und Besatzungen alliierter Bomber war in Nazi-Deutschland in den letzten beiden Kriegsjahren weit verbreitet, so auch in Gelsenkirchen.

Ein Fall aus Buer: http://www.gelsenzentrum.de/fliegerlync ... irchen.htm

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gutenberg
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Indiskutabel

Beitrag von gutenberg »

Der Mord per Lynch an angloamerikanischen Bomberpiloten ist ebenso durch nichts zu rechtfertigen wie der Mord per Thunderbolt im Tiefflug an Zivilisten.
Ich habe Ende der 60er durch Zufall des öfteren mit ehemaligen Piloten beider Seiten gesprochen. Piloten, die der Tiefflugorder Eisenhowers (er war Oberbefehlshaber und damit verantwortlich) und Harris' Folge leisteten und auf alles schossen, was sich bewegte, und das in dem Wissen taten, dass es keine Gegenwehr mehr gab, in nicht besonders hohem Ansehen standen. Das gleiche galt für Luftwaffenflieger, die in Frankreich mit der Henschel die Flüchtlingstrecks überflogen und dabei immer wieder Feuerstöße abgaben. Offiziell nur auf identifiziertes Militär. Wer's glaubt.
Man bedenke aber, ohne irgendetwas relativieren zu wollen: Wer 1945 bei Kriegsende geboren wurde, wird im Mai 65 Jahre alt. Ein Pilot wäre mindestens 85.
Die Zeiten und das Empfinden für das Miteinander statt des Gegeneinanders haben sich wohl gewandelt seitdem. Es sei denn, man kommt einem Schlägereiopfer auf dem U-Bahnhof zur Hilfe. Dann gehen Vertreter der jungen Generation, seien es hier lebende oder hier geduldete hin und schlagen dich tot. Nur so. Angeblich aus Frust oder sowas.
Also ist es für alle Generationen besser, nicht die Nase allzu hoch zu tragen...

udalerich
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Beitrag von udalerich »

GELSENZENTRUM hat geschrieben:
Doktor Profit hat geschrieben:Mölders Startbahn...

Werner Mölders wurde am 18. März 1913 in Gelsenkirchen geboren. Bei einem Flugunfall in Breslau am 22. November 1941 kam der Luftwaffenoffizier Mölders ums Leben.


Das Gutachten:
http://www.mgfa-potsdam.de/html/neuigke ... PHPSESSID=
Kann es sein, dass der Link unvollständig ist.
Ich komme nur auf eine Seite ohne Inhalt (außer dem Kopf), von da kann ich über Mölders aber auch nichts weiters finden. Zumindest wird nichts angezeigt.

Gruß
Udalerich

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

@ udalerich

Der Link ist wohl O.K. Auch die Suche nach "Mölders" über die Suchfunktion führt zu der leeren Seite. Der Text ist wohl zurzeit nicht verfügbar.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

da gibt es auf dem ehemaligen Kasernengelände seit einigen Jahren einen ganz offiziellen Campingplatz :wink:

http://www.mobilcamp.de/
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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