Glückauf Brauerei

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von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

Tach gesacht :D
@ Postminister, na klar, Pilsener, Export, Malzbier, Altbier und Doppelbock. :wink:
LG Wolle

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timo
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Beitrag von timo »

postminister hat geschrieben:Ich wusste gar nicht, daß Glückauf auch Export gemacht hat.
Doch, sicher. Gab's sogar, genau wie das Pils, bis noch ungefähr bis 1991 zu kaufen, natürlich längst in Dortmund hergestellt.

Eigentlich haben alle mir bekannten Brauereien, die nicht mit einer anderen Sorte ganz dick im Geschäft waren, auch Export hergestellt. Hieß teilweise nur anders, wie "Spezial" bei Stauder oder "Gründer Hell" bei Fiege.

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Saubermann
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Glückauf - Brauerei

Beitrag von Saubermann »

Wollte Euch mal zeigen wie warm es bei mir ist bei diesem Sauwetter :lol:

Bild

Meinen "neuen" Skatblock habe ich schon bereit gelegt.
Bild
Ab und zu drehe ich mich abrupt um, nur um zu kontrollieren, was mir alles am A...rsch vorbeigeht!
:2thumbs:

fightclub
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Beitrag von fightclub »

War n lecker Bier!!!
"rest in peace"!!!!

maier13
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Ein kleines Stückchen Geschichte der Glückauf-Brauerei

Beitrag von maier13 »

Diese Dia wurden wohl in früherer Zeit im Kino verwendet und von

Werbe-Müller aus Gelsenkirchen produziert.


..Filmdia Nr. 20 "...mein Glückauf-Bier" (Hängematte)

..Filmdia Nr. 20a "...macht den Feierabend heiter" (Hängematte)


Bild

omopitz
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Beitrag von omopitz »

Der Wunsch nach einem Gelsenkirchener Bier ist im Grunde genommen nicht schlecht. Wir haben zwar eins ( Hibernia Brauerei ), aber ich schätze mal das es erstens nicht gerade vielen schmeckt und im Grunde genommen auch kein Vergleich zum Glückauf Bier ist. Das Rezept dürfte kein Problem zu sein zu bekommen, aber ob es auch wirklich den Geschmack von Heute trifft würde ich eher verneinen. Das andere ist auch das sich das Brauen in den letzten Jahren sehr geändert hat und auch der Geschmack der Biere sich geändert hat. Mittlerweile ist es so das sich die meisten Biere nur noch in der unterschiedlichen Herbe unterscheiden. Einen echten Geschmacksunterschied gibt es kaum noch. Ausser beim Weizenbier, da schmeckt wirklich jedes ziemlich anders.
War mal bei der Brauerei Webster in Duisburg und habe dort mal eine Brauereibesichtigung gemacht und Hinterher den Braumeister kennen gelernt, da konnte man dann einiges erfahren. Kann ich nur Empfehlen, mal dort hinzugehen.
Viele Biere werden im Grunde genommen gar nicht mehr nach dem Reinheitsgebot gebraut, obwohl es draufsteht.

Es wird aber wahscheinlich eher ein Wunschtraum bleiben. Der Aufwand heutzutage ist zu Hoch für so etwas. Ausserdem hat Gelsenkirchen nicht das Käuferpontenzial um solch ein Bier zu verkaufen. Stellst du ein wirklich gutes Bier her, musst du entweder einen relativ großen absatzmarkt haben ( siehe Schlegel mit Trinkgut und Kaufland ) und dadurch viele Hektoliter absetzten oder der Preis ist relativ hoch und du verkaufst es nur im kleinen Kreis. Siehe dazu auch Bergmann Bier oder Volmertaler. Dieses sind zwei relativ kleine Brauereien die nur in einem bestimmten Umkreis verkaufen bzw. vertreiben. Wobei ich sagen muss das z.B. das Spezial von der Bergmann Brauerei ein wirklich tolles Bier ist.

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timo
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Beitrag von timo »

omopitz hat geschrieben:Es wird aber wahscheinlich eher ein Wunschtraum bleiben. Der Aufwand heutzutage ist zu Hoch für so etwas. Ausserdem hat Gelsenkirchen nicht das Käuferpontenzial um solch ein Bier zu verkaufen.
Letztem wage ich zu widersprechen. Gelsenkirchen ist zwar nicht groß, aber die Identifikation mit der Stadt dafür sehr, und das bis weit über ihre Grenzen hinaus. Wenn es gelingen würde, Glückauf wirklich glaubhaft als "Gelsenkirchener Bier" zu vermarkten, dann sähe ich da durchaus ein beträchtliches Potential.

Das Problem ist nur, daß es unmöglich sein wird, so ein Bier wirklich in Gelsenkirchen zu brauen. Realistischer wäre, es bei irgendeiner fremden Brauerei produzieren zu lassen, so wie es bei der "Wiederauferstehung" von Schlegel, Bergmann oder Mölmsch auch passiert ist. Und dann stellt sich eben die Frage, ob es seitens der Käufer akzeptiert wird. Glückauf-Bier aus Dortmund gab's nach dem Ende der Produktion an der Leithestraße ja schon mal, das war offenbar kein Verkaufsschlager.

omopitz
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Beitrag von omopitz »

So einfach wie du meinst ist die Sache nicht!

Ich habe mich mal ein wenig mit dem Bergmannbier und dem Volmetaler Beschäftigt. Bei dem Bergmann Bier handelt es sich um eine alte Biermarke der Familie Bergmann aus Dortmund. Dies wurde zunächst auch in einer anderen Brauererei Hergestellt. Meiner Meinung nach ist dieses Bier ein Qualtitativ gutes Bier, zumindest schmeckt es mir sehr gut vor allem das Spezial, hat irgendwie etwas besonderes.
Es kostet auch einiges mehr als die normalen Biere. 9 Flaschen a 0,33L kosten da mal rund 9 € im Getränkeshop.
Was meinst du wieviel Leute in Gelsenkirchen bereit sind oder die Möglichkeit haben soviel für Bier zu bezahlen?
Gelsenkirchen ist nun mal nicht gerade eine Riesengroße Stadt mit Uni, großen Theater oder anderen Sachen. Gelsenkirchen lässt sich auch nicht mit Städten wie Dortmund, Bochum, Essen, oder Duisbur vergleichen. Die Infrastruktur, das Kulturelle und das Intellektuelle Angebot ist halt anders bzw. viel größer.
Das Spiegelt sich dann auch auf der Straße wieder.

Möglich ist vieles und vielleicht hat ja jemand genug Geld um dieses in so einem Projekt zu stecken, ich wäre mit Sicherheit einer der ersten der das Bier probieren würde. Wenn es schmeckt würde ich es auch im Vereinsheim anbieten und mit Sicherheit würden einige Gaststätten auch diese Bier verwenden. Aber ich schätze auch mal das es relativ lange dauert bis sich solch eine neue Marke durchsetzt. Siehe hier auch das Schlegel Bier, wurde in fast jedem Trinkgutladen angeboten und kaum gekauft. Jetzt ist es aus dem meisten Läden in unserer Gegen wieder aus dem Programm genommen. Die Sache ist auch die das es sich erst lohnt wenn eine bestimmte Menge abgenomen wird.

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timo
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Beitrag von timo »

omopitz hat geschrieben:Bei dem Bergmann Bier handelt es sich um eine alte Biermarke der Familie Bergmann aus Dortmund. Dies wurde zunächst auch in einer anderen Brauererei Hergestellt.
Was heißt "zunächst"? Es wird heute von einer anderen Brauerei hergestellt. :-)

Die eigentliche Bergmann-Brauerei in Dortmund existierte bis in die frühen 1970er Jahre und wurde dann von einem der großen Konkurrenten aus der gleichen Stadt, der Ritter-Brauerei, geschluckt und geschlossen. Das Bier wurde dann zunächst ein paar Jahre bei Ritter weiterproduziert, dann aber eingestellt.

Das "neue" Bergmann-Bier ist erst ein paar Jahre alt. Letztendlich hat ein aufmerksamer Freund der Marke den Umstand genutzt, daß die Markenrechte kurz zuvor ausgelaufen waren. Der heutige Brauort ist Hagen, genauer gesagt die Vormann-Brauerei, die inzwischen auch das ehemals in Mülheim/Ruhr beheimatete "Mölmsch" herstellt.
Was meinst du wieviel Leute in Gelsenkirchen bereit sind oder die Möglichkeit haben soviel für Bier zu bezahlen?
Bergmann wird bewusst als hochwertiges Szene-Getränk vermarktet. Ich gebe Dir recht: Für eine entsprechende Glückauf-Neuauflage gäbe es in Gelsenkirchen keinen Markt.

Aber wer sagt denn, daß es nicht auch anders ginge? Ich behaupte, daß eine Großbrauerei ein "neues" Glückauf, das es qualitativ mit dem alten (das ja dem Hörensagen nach kein besonders edles Bier war) aufnehmen kann, bereits bei kleinen Stückzahlen so günstig produzieren kann, daß der Endkundenpreis unter 10 € pro 20x0,5-Kasten läge. Das Glückauf-Bier von Dortmunder Union aus den 1980er Jahren kostete pro Kiste sogar nur 10 DM.
Zuletzt geändert von timo am 30.12.2009, 23:43, insgesamt 1-mal geändert.

von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

Tach gesacht :D
Alles ne Superidee. Wo aber soll das Bier verkauft oder verzapft werden?
In Ücke existieren von den ehemals rund 30 Kneipen noch ca. 7 oder 8. In Rotthausen sieht es auch nicht anders aus. Die noch existierenden sind sowiso Brauereigebunden. Will heissen, dass nur bestimmte Biersorten verzapft bzw.ausgeschänkt werden dürfen. Im Rest von GE wird`s nicht anders aussehen. Also Mädels und Jung`s Traum zerplatzt. Aber trotzdem eine schöne Idee :wink:
LG Wolle

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timo
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Beitrag von timo »

von waldbröl hat geschrieben:In Ücke existieren von den ehemals rund 30 Kneipen noch ca. 7 oder 8.
Phh... der Gelsenkirchener ist doch längst Heimtrinker. Vergiss Kneipen, Flaschenbier ist die Zukunft. ;-)

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

... und VereinsheimThekentrinker, dann auch aussem Fass.

omopitz
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Beitrag von omopitz »

@Timo
Meines Wissens hat man jetzt im Dortmunder Hafen eine neue Brauerei gebaut und das Bergmann Bier wird jetzt dort gebraut. Die Vormannbrauerei hatte teilweise Probleme bekommen die ganzen Biere in der Menge zu Brauen. Die Vormannbrauerei stellt auch ein paar sehr gute Biere her (Volmetaler, Vorderbier).
Bei der Sache mit den Großbrauereien gib es teilweise Probleme, erstens muss die ein relativ Große Menge Bier abnehmen und zweiten wenn du ein Qualitativ Hochwertiges Bier haben möchtes, habe einige brauereien Probleme.
Man möchte ja nicht irgendein Massenbier haben, sondern es sollte eventuell doch schon etwas anderes sein. Womit man sich Identifizieren kann oder?
Ansonsten kann ich auch hingehen und zu irgendeiner Brauerei hingehen und sagen, stellt mir ein Bier her und ich kaufe euch jeden Monat soviel Hektoliter ab. Ähnlich wie Traugott Simon von Trinkgut.
Willste ein Wirklich gutes Bier machen musst du schon zu einer etwas kleineren Brauerei gehen, die noch Wert auf gute Arbeit legt.

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timo
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Beitrag von timo »

omopitz hat geschrieben:@Timo
Meines Wissens hat man jetzt im Dortmunder Hafen eine neue Brauerei gebaut und das Bergmann Bier wird jetzt dort gebraut.
Ernsthaft? Erst werden in Dortmund in den letzten 15 Jahren fünf Brauereien (Thier, Kronen, Stifts, Union, Ritter) geschlossen, und nun wird eine neue gebaut? :shock:

Der Artikel scheint das übrigens zu bestätigen.
Man möchte ja nicht irgendein Massenbier haben, sondern es sollte eventuell doch schon etwas anderes sein. Womit man sich Identifizieren kann oder?
Gegenfrage: Wie schätzt Du den Gelsenkirchener Biertrinker ein? Wäre ihm bei einem neuen Glückauf-Bier eine besonders ausgefeilte Geschmackskomposition wichtig, oder doch eher der Bezug zur Stadt und ein günstiger Preis?

Es gab mal vor ~ 20 Jahren ein "Schalke-Bier" zu kaufen. Auch das war letztendlich, mal böse formuliert, Handelsmarken-Plörre. Es war, soweit ich mich erinnere, identisch zum billigen "Westfalen-Pils" der Rose-Brauerei in Dorsten-Wulfen (Kistenpreis damals um die 10 DM, beim Schalke-Pils natürlich mehr). Hat sich meines Eindrucks zufolge trotzdem gut verkauft und wäre möglicherweise bis heute erhältlich, wenn die Brauerei nicht hätte schließen müssen.

Wir können uns aber trotzdem drauf einigen, daß es keine realistische Chance gibt, Glückauf-Bier wiederzubeleben. Schrieb ich ja schon zum Eingang: Wie immer man es angehen würde, irgendwas passt nicht.

postminister
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Beitrag von postminister »

So wie ich es von vielen gehört habe, soll Glückauf Bier eine ziemliche Plörre gewesen
sein. An die drei Flaschen, die ich selbst mal getrunken habe, hab ich leider kaum Erinnerungen.
Dafür interessieren mich Biergläser vergangener Ruhrgebietsbrauereien.
Habe schon eine recht umfangreiche Sammlung. Essener Kronen( nicht Dortmunder Kronen)
oder Hackert Bier aus Westerholt suche ich dafür schon etwas länger.
Toll wäre, wenn jemand eine ziemlich komplette Liste aller Brauereien der letzten 60 Jahre
hätte. So könnte ich sehen, was noch fehlt.

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