Emil Kirdorf

Alles über die Verstrickungen der Stadt/Bürger mit der NSDAP/Faschismus

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brucki
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Beitrag von brucki »

In diesem Moment läuft im Ersten ein Bericht u. a. über das Leben und Wirken Emil Kirdorfs.

Josel
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Beitrag von Josel »

Gibts den auch irgendwo im Netz?

J.
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brucki
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Beitrag von brucki »

Josel hat geschrieben:Gibts den auch irgendwo im Netz?

J.
Hier gibt es wohl Ausschnitte: http://www.daserste.de/staehlernezeit/a ... llz~cm.asp

Das Ganze in Gänze habe ich leider nicht gefunden :(

Vielleicht mal beim Fernsehen nachfragen? Ich fand's hochinteressant! Habe dort viel über die frühe Zeit der Industrialisierung gelernt. Und weiß jetzt auch daß der Herr Hansemann der Chef vom Herrn Kirdorf war. 8) (vorher wußte ich nicht, warum die Hansemannstr. so heißt wie sie heißt)

Josel
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Beitrag von Josel »

brucki hat geschrieben: Und weiß jetzt auch daß der Herr Hansemann der Chef vom Herrn Kirdorf war. 8)
Naja, diese Beschreibung ist allenfalls in einem sehr formalen Sinn zutreffend. Denn Hansemann war lediglich Aufsichtsratsvorsitzender der GBAG, deren Geschäfte allerdings allein von Kirdorf geführt wurden. Man würde ja auch nicht sagen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende der Dt. Bank, Herr Börsig, der Chef von Herrn Ackermann ist, obwohl der Aufsichtsrat der Dt. Bank Herrn Ackermann in sein Vorstandsamt berufen hat.

Adolf von Hansemann war hauptberuflich Geschäftsführer der Disconto-Gesellschaft und das, was man einen Bankier (also nicht Banker!) nennt. Die Disconto-Gesellschaft war eine von seinem Vater gegründete Bank, der Adolf von Hansemann mit großem Geschick und Können zu enormen wirtschaftlichen Erfolg verhalf. Hansemann hatte insbes. einen "guten Riecher" für lohnende Investments, so finanzierte er Eisenbahnstrecken, See-Linien, aber eben auch die aufkeimende Ruhr-Industrie, und das meist mit guter Rendite. Später gabs den "Mega-Merger" mit der Dt. Bank, die am Anfang "Deutsche Bank und Disconto Gesellschaft" hieß.

Hansemann war natürlich auch mit Grillo bekannt, und so kam es, dass er in der GBAG zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde. Grillo und Hansemann haben dann Kirdorf in die Direktion der GBAG berufen. In das Tagesgeschäft dürfte sich Hansemann allerdings kaum eingemischt haben, er dürfte auch keine Ahnung vom täglichen Betrieb eines Bergwerkes usw. gehabt haben. Also insofern war Kirdorf schon sein eigener Chef.

J.
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

@ brucki und Josel

Die Sendereihe hieß: 'Die Stählerne Zeit' und wurde wie folgt gesendet:
Folge 1: Die Not der Weber, Fr 01. 05. 2009, 18.30 Uhr
Folge 2: Das Reich der Stahlbarone, Fr 01. 05. 2009, 19.15 Uhr
Folge 3: Der Stolz der Arbeiter, So 03. 05. 2009, 13.45 Uhr

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papaver
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brucki
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Beitrag von brucki »

Ist bekannt, wo Emil Kirdorfs Asche genau beigesetzt ist, sprich wo sich in Düsseldorf die Kirdorfsche Familiengruft befand oder befindet?

Ich habe nur dies gefunden.
Die katastrophalen Folgen der Hitlerschen Politik erlebte Emil Kirdorf nicht mehr. Am 13. Juli 1938 verstarb er im Alter von 91 Jahren auf dem "Streithof" in Mülheim. Seine Asche wurde in der Familiengruft auf einem Friedhof in Düsseldorf beigesetzt.
Aus: http://www.muelheim-ruhr.de/cms/8_april ... rdorf.html

Josel
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Beitrag von Josel »

Ich bin mir nicht sicher, meine aber, die Frage mal mit Karlheinz Rabas erörtert zu haben, der sie dahingehend aufklären konnte, dass es der Düsseldorfer Nordfriedhof sei.

J.
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Wie das Stadtarchiv Düsseldorf auf eine Anfrage hin vor einigen Tagen bestätigt hat, befindet sich die Grabstätte auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf und ist noch vorhanden.
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