An- und Aufregungen

Wir wollen gemeinsam hier mit anderen interaktiv Spuren und Zeugnisse der Einmischung Gelsenkirchener Bürger ins sozi-kulturelle kommunale Leben sammeln.
Wir möchten damit nicht nur Geschichte(n) bewahren, sondern auch Mut machen, das Zusammenleben in dieser Stadt trotz aller Hindernisse aktiv zu gestalten.

Eure Meinungen dazu können hier diskutiert werden

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Turnschuh
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An- und Aufregungen

Beitrag von Turnschuh »

Wozu, warum und wie?

Die Persönlichkeit & eine besondere Literatur auch eine Geschichtsschreibung.

Ernst-Hugo Käufer, einst Leiter der Stadtbücherei, steht wohl auch wie der WAZ-Redakteur Herr Loskill (un-heimlicher Kulturpapst von GE) für den einstmaligen Literaturschwerpunkt in dieser Stadt:

Der (sogenannten) Arbeiterliteratur und den VHS-Schreibwerkstätten, die viele Jahre so eine Art Jahrbuch herausgegeben haben (Herausgeber Loskill).

Vielleicht kann der ein Gelsenkirchener Literat dazu was verfassen?!
Gibt doch viele.

„Geschichte von unten“
Wäre es denkbar, dass ihr hier an der VHS (ab 2. Jahreshälfte) so eine Art Kurs zu diesem Stichwort anbietet, in dem u.a. die offiziöse Geschichtsdarstellung dem Erinnerungsvermögen des „normalen Menschen“ (also „dem von unten“) gegenüber gestellt wird mit der
Frage : Was macht den Unterschied aus?

Kam mir so beim stöbern.

Tach auch

Turnschuh

Heinz
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Re: An- und Aufregungen

Beitrag von Heinz »

Turnschuh hat geschrieben:Wäre es denkbar, dass ihr hier an der VHS (ab 2. Jahreshälfte) so eine Art Kurs zu diesem Stichwort anbietet, in dem u.a. die offiziöse Geschichtsdarstellung dem Erinnerungsvermögen des „normalen Menschen“ (also „dem von unten“) gegenüber gestellt wird mit der
Frage : Was macht den Unterschied aus?
Ich glaube, dass Geschichte von "Oben" sachlich-sächlich ist und durch die Festlegung auf "Große Zusammenhänge" und Dokumentenverarbeitung einseitig ist.
Wohl auch immer Ideologisch Interessengeleitet (zumindest subtil).

Geschichte von "Unten" ist subjektiv-menschelnd emotional, unregelbar und immer unidiologisch am Überleben-Leben, am "Kleinen" ausgerichtet.

Beides zusammen erst gibt wohl eine Annäherung.

Gibt es da nicht schon ähnliche Projekte? Senioren- und Stadtteilzeitungen etc.?
Aber deine Ideen sind nicht schlecht. :D

Turnschuh
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Du Gottgleicher Linker

Beitrag von Turnschuh »

Danke für die Belehrung.

Eine simple Frage: Du bist entideologisiert?
Du bist frei von jeglicher Ideologie?
Stehst Du, mit dem was Du tust, unten? Wo ist unten?

Bin ich als in der 6ten Etage arbeitender, oben und damit (fremd) interessengeleitet?

Bist Du menschelnd-emotional aktiv und ich als Jazz-Hörer un-menschlich sachlich, weil niemand von "unten" versteht Jazz?

Ich, bürgerlich, interessengeleitet, von oben herab (meine sprachliche Umsetzung dessen, was ich verstanden habe)?

Ist dieses in „gut & böse“ einordnen nicht sehr hinterfragenswert?

Den Duktus, wie Du argumentierst, den kenne ich.

Wer auch immer meine Sicht der Dinge in diese oder jener Richtung deckeln will, ist anmaßend!

Die Linken, wer immer das ist, sein will, sich ans Revers heftet und und, die nach Solidarität schreien und unten mit den Füßen zutreten, wenn ihre Meinung nicht geteilt wird, kenne ich ausreichend gut.
Diese Verbal-Linken mag ich nicht. Ich mag auch nicht die gottgleichen-Linken, die wissen wo wer steht bzw. zu stehen hat.

Turnschuh

Jazzmusiker
Abgemeldet

Beitrag von Jazzmusiker »

Was ist Turnschuh denn nun?!?
Jazzversteher?
Jazzhörer?

Heinz
Abgemeldet

Re: Du Gottgleicher Linker

Beitrag von Heinz »

Turnschuh hat geschrieben:Danke für die Belehrung.
War nicht von mir geplant.
Ich empfehle vor einem lospoltern eine einfache Nachfrage, Notfalls per PN.
Das geht natürlich nicht, wenn man sich nicht registriert. :wink:
Wir möchten vermeiden, das dieses Forum ein Polter- und Beschimpfungsforum wird.
Turnschuh hat geschrieben:Eine simple Frage: Du bist entideologisiert?
Du bist frei von jeglicher Ideologie?
Nein, ich habe bestimmte Wertvorsstellungen.
Turnschuh hat geschrieben:Stehst Du, mit dem was Du tust, unten? Wo ist unten?
Oben ist gegen die Schwerkraft, unten ist mit der Schwerkraft. Im All ist es wieder anders.
Turnschuh hat geschrieben:Bin ich als in der 6ten Etage arbeitender, oben und damit (fremd) interessengeleitet?
Hängt möglicherweise davon ab, was du in der 6.ten tust.
Turnschuh hat geschrieben:Bist Du menschelnd-emotional aktiv und ich als Jazz-Hörer un-menschlich sachlich, weil niemand von "unten" versteht Jazz?
Pssst.. nicht weiter sagen: ich höre Jazz und manchmal heimlich Kuschelrock, Klassik, Ethno, World usw.
Aber deine Frage zielt möglicherweise in die Richtung, ob Intellektuelle auch Herz haben können.
Ja, können sie. 8)
Turnschuh hat geschrieben:Ich, bürgerlich, interessengeleitet, von oben herab (meine sprachliche Umsetzung dessen, was ich verstanden habe)?
Ich vermute, dass du dies so verstehen willst, weil du einen Anlass suchst, um deine Gedanken loszuwerden. :wink:
Turnschuh hat geschrieben:Ist dieses in „gut & böse“ einordnen nicht sehr hinterfragenswert?
Sicher. Aber noch hinterfragenswerter ist, wenn man sich dort selber einordnet und behauptet, der andere wars. 8)
Turnschuh hat geschrieben:Den Duktus, wie Du argumentierst, den kenne ich.
Die Art, wie du etwas in meine Aussagen hineinheimsen wilsst, kenne ich auch.
Turnschuh hat geschrieben:Wer auch immer meine Sicht der Dinge in diese oder jener Richtung deckeln will, ist anmaßend!
Hoo... ruhig Brauner, ganz ruhig... nicht mit der Kutsche durchgehen.

Wir plaudern hier nur ein wenig. Du hast eine Meinung angeboten, ich auch.
So lange du hier nichts menschenverachtendes darbietest, wird dich niemand "deckeln".
Unser Deckel heisst Katzentisch, wenn deine Beiträge dort hin verschoben werden, dann bist du gedeckelt worden.
Turnschuh hat geschrieben:Die Linken, wer immer das ist, sein will, sich ans Revers heftet und und, die nach Solidarität schreien und unten mit den Füßen zutreten, wenn ihre Meinung nicht geteilt wird, kenne ich ausreichend gut.
Volle Zustimmung!
Und kleine Ergänzung: die Konservativen, Liberalen, Rechten, wer immer das ist, sein will, sich ans Revers heftet und und und, die nach Nächstenliebe, Subsidaritätsprinzip, dem Marktgott, Volkskörper schreien und unten mit den Füßen zutreten, wenn ihre Meinung nicht geteilt wird, oder ihre Interessen gefährdet sind, kenne ich ausreichend gut.
Turnschuh hat geschrieben:Diese Verbal-Linken mag ich nicht. Ich mag auch nicht die gottgleichen-Linken, die wissen wo wer steht bzw. zu stehen hat.
Da kann ich dich mit meiner Abneigung gegen solche Menschen nur unterstützen. 8)

pito
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Beitrag von pito »

Jazz hören reicht nicht.
Jazz sprechen!
Jazz leben!

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

...it don't mean a thing (if It ain't got that swing)...
...duwap,duwap,duwap - duuwauuuuu!

pito
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Beitrag von pito »

It makes no difference if its sweet or hot ...

Alfons Hölscher
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Freie Meinung und Kritik in den GG

Beitrag von Alfons Hölscher »

[center]Meine Meinung.[/center]

Frustriert und angewidert wegen der unsachlichen Unterstellungen eines "Alten Mannes" auf meinen Beitrag über das Ende des 2. Weltkrieges und die Beschreibung der Gefühle, welche das damalige Verhalten der Bevölkerung bestimmten, widme ich mich diesmal lieber einigen Fotos aus der Kategorie der schönen Bilder, die weniger Aufregung, dafür aber Trost und Zuversicht zum Ausdruck bringen. Nachdem ich verschiedene, in allen Teilen vorbildliche Arbeiten vorgestellt habe, frage ich mich allen Ernstes, ob ich mit meinen Arbeiten in der GG überhaupt an der richtigen Adresse bin. Den fraglichen Aufsatz habe ich inzwischen geloscht. Außerden trage ich mich wegen dieses Vorfalls mit dem Gedanken, meine Mitarbeit, wenn es denn überhaupt eine solche gibt, so schnell wie möglich, wieder zu beenden.

[center]Bild[/center]

[center]Bild[/center]

[center]Bild
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[center]Bild[/center]

Ich habe keine Lust, mich mit Teilnehmern anzulegen, die sich hinter einem Pseudonym verbergen und von dort aus - wie in der Personenbeschreibung zu lesen - mit ihrer Liebblingsbeschäftigung - dem Blödeln - hervortun.

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brucki
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Beitrag von brucki »

Um sich eine Meinung bilden zu können, wäre es nützlich wenn wir verstehen könnten um was es geht. Du schreibst, dass der betreffende Absatz gelöscht ist. Dürfen wir trotzdem den Grund des Ärgers erfahren?

Vielleicht und hoffentlich handelt es sich um ein Missverständnis oder eine versehentlich "unglückliche Formulierung". Das wünsche ich mir sehr, denn Ihr beide seid eine Bereichung für die GG.

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rapor
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Beitrag von rapor »

Dies ist ein Forum und jeder benutzt den Namen den er sich aussucht. Das ist für mich kein verstecken, sondern eine übliche Umgangsform.
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!

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Ego-Uecke
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Beitrag von Ego-Uecke »

Die Überschrift dieses Freds, Alfons Hölscher, beschreibt, was Alter Mann getan hat: Seine freie Meinung geäußert, die sich von deiner Sicht der Dinge scheinbar unterscheidet.

Das ist bei den Gelsenkirchener Geschichten durchaus üblich, im Rahmen der Normalität und sogar ausdrücklich gewünscht, wenn dabei persönliche Angriffe und/oder Beleidigungen unterbleiben.

Ich sehe also keinen Grund, warum du deinen Beitrag gelöscht hast. Ein paar erklärende Worte als Antwort an Alter Mann wären richtiger gewesen. Durch die Löschung deines kritisierten Beitrages hast du eher das Gegenteil erreicht.

Warum kein "Gespräch" hier über die unterschiedlichen Seiten und Ansichten eines Krieges, den die allermeisten User hier nur von Überlieferungen und vom "HörenSagen kennen?

MichaL
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Re: Freie Meinung und Kritik in den GG

Beitrag von MichaL »

Alfons Hölscher hat geschrieben:Frustriert und angewidert wegen der unsachlichen Unterstellungen eines "Alten Mannes" auf meinen Beitrag über das Ende des 2. Weltkrieges ...
Dieses Gefühl kenne ich, aber: Meinungsverschiedenheiten muss es geben dürfen und die meisten kann man klären.
Alfons Hölscher hat geschrieben:Den fraglichen Aufsatz habe ich inzwischen geloscht.
Bitte nicht. Ich lese Deine Beiträge mit Genuß und sie sind wichtig!

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Die Kritik bezog sich doch auch eher auf die benutzten Sprachbilder.
Setzt man den, durch diesen fred angesprochenen (angesetzten) Massstab an, müsste man sich noch auch einmal etwas näher mit dem "Kritiker", bzw. mit seinen geäusserten Gedanken auseinander setzen und das nicht einfach als "Blödelei" abtun.
Zu Hinterfragen wäre dann doch, warum die in der Kritik angeführten sprachlichen Bilder von dem einen als unkritisch - und von einem anderen als kritisch wahrgenommen werden.
Das ist ein sehr spannendes Thema, also bitte nicht aufhören!
Interoperabel!

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

Übertrag aus dem Universalfred

Die Verwaltung stellt den Beitrag des Users AlterMann vom 19.08.2011 zum besseren Verständnis des Sachverhaltes hier nochmals ein.
AlterMann hat geschrieben:
In den "Erinnerungen" von Alfons Hölscher (ich möchte sie nicht wieder hochholen - deshalb meine Einlassung hier!) lesen wir von Kriegserklärungen der (bösen) Engländer, Franzosen und Amerikaner, von den Ängsten der Menschen vor dem Krieg, von "Bomber-Harris", dem Erfinder der Flächenbombardements (auf Deutschland), von unnötigen Bomben- und Atombomben-Angriffen auf Dresden und in Japan, von "fanatischen Russen", die "bis zum Äußersten" die Deutschen Truppen bekämpften (in ihrem eigenen Land übrigens!) usw. usw.
Der Leser könnte vor Mitleid mit den armen Deutschen zerfließen und das Gefühl bekommen, daß das Leid über die Deutschen gekommen ist wie ein unabwendbares Naturereignis, gegen das man nichts ausrichten kann.
Aus den Radios habe es getönt: "Deutsche Truppen haben bei Tagesanbruch die polnische Westgrenze überschritten und sind bereits tief in Polen eingedrungen!"
Ein anderer Satz, der die Meldungen an dem Tag beherrschte, wird verschwiegen – er paßt nicht ins Konzept.
Er lautet: "Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen". "Zurück"!!!
Dieser Satz ist eine Lüge! Mit dieser Lüge begann Deutschland den Zweiten Weltkrieg!

Noch mal ganz deutlich:

Deutschland hat den Krieg mit dem Beschuß der Westerplatte begonnen und ist ohne Kriegserklärung in Polen einmarschiert!
Mit der Auslöschung einer Stadt, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, wurde noch am gleichen Tag begonnen (die Stadt Wielun).
Auf eventuelle "Milchmädchenrechnungen" wie, die Stadt war aber klein, es gab ja nur 1200 Tote, was ist das im Vergleich zu den 25000 Toten in Dresden, möchte ich mich nicht einlassen!
70 Prozent der Stadt sind damals zerstört worden.

Zerstörungen, die die Deutschen angerichtet haben, hätte ich auch erwähnenswert gefunden, wie in Rotterdam und London zum Beispiel, auch Göbbels' Frage: "Wollt ihr den totalen Krieg?"

Meine Liste ließe sich fortsetzen.

Alles in allem eine bemerkenswert einseitige Sichtweise aus einer Perspektive, die im Schreiber "das dunkle Gefühl der bevorstehenden Niederlage" ausgelöst hat.

Auf diese "Niederlage" hatten viele vergebens gehofft, für Tausende kam sie zu spät, weil sie schon tot waren, wie mein Vater und meine beiden Brüder.

Alles in den Nazi-Jahren, was in den "Erinnerungen" bejammert und beklagt wird, ist die Folge eines Krieges, den Deutschland begonnen hat!

Die "Niederlage" war das Beste, was der Menschheit zu jenem Zeitpunkt passieren konnte, auch vielen Deutschen!

Fazit: Wie man etwas sieht, hängt von der Perspektive ab; die in den Beiträgen erkennbare erschreckt mich sehr.

AlterMann
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 587#314587
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