Jürgen Kramer

Maler, Bildhauer, Fluxus ...

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

DThamm:
"sehr eindeutig"
:?: :?: :?:

DThamm
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Beitrag von DThamm »

Jürgen Kramer,
tu nicht so mit deinen Fragezeichen, mehr is hier nicht.

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

DThamm hat geschrieben:Jürgen Kramer,
tu nicht so mit deinen Fragezeichen, mehr is hier nicht.
:?: :?: :?:

Bild

J.K.: "Im Sturm"...

The end is near!

HelmutW
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Beitrag von HelmutW »

Das Bild hat für mich schon einen Hauch von Apokalypse.......
Hier mal eine kurze Deffinition aus der Wiki...
Apokalypse (griechisch: αποκάλυψις, „Enthüllung“, „Offenbarung“) ist eine thematisch bestimmte Gattung der religiösen Literatur, die "Gottesgericht", "Weltuntergang" und "Zeitenwende" in den Mittelpunkt stellt. In prophetisch-visionärer Sprache berichtet eine Apokalypse vom katastrophalen "Ende der Geschichte" und vom Kommen und Sein des "Reichs Gottes".
Zusatz: Was mir besonders an deiner Malerei gefällt......das du erst gar nicht versuchtst.....die Dinge "schön zu malen".......
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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

@HelmutW: Treffer ins "Schwarze", vermutlich.
Ich weiß aelbst nicht und muß erstmal hinhören, was das Bild sagen will...

Sind wir nicht alle auch Getriebene und sitzen in einer kuriosen Nussschale in der stürmischen See der Schicksalsmächte? Was sag ich, - steht der Mensch etwa im Sturm?

HelmutW
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Beitrag von HelmutW »

Rabe...
steht der Mensch etwa im Sturm?
Genau da steht er....und die See wird zunehmend rauher......
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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Wenn der Mensch im Sturm steht - und ich merke, dass dieser Sturm sogar das Wesen des Menschen ergreift,
was helfen dann die Worte Hölderlins "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch?".

Wächst das Rettende? Gibt es Hilfe?

HelmutW
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Beitrag von HelmutW »

Rabe....
Hölderlin: "Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch?".
Ich denke, daß das Fragezeichen berechtigt ist.......
Der Mensch muß bereit sein,grundlegende Dinge zu ändern.....
Das wird sich vielleicht erst dann zeigen....wenn der Sturm zum Orkan geworden ist....
Bei plötzlich auftretenden Katastrophen zeigt er meist, das er ein soziales Wesen hat....
Die Frage ist nur....wie reagiert er....wenn, wie im Moment......die Katastrophe sich langsam entwickelt.....also ein schleichender Preozess ist.....
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pito
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Beitrag von pito »

Im Sturm ist man allein.
Bild

HelmutW
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Beitrag von HelmutW »

Ich weiß nicht so ganz genau...ob das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe hier passt.....aber es fällt mir jetzt bei der ganzen Problematik hier ein.....

Der Zauberlehrling

Hat der alte Hexenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
bist schon lange Knecht gewesen:
nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
oben sei ein Kopf,
eile nun und gehe
mit dem Wassertopf!

Walle! walle
manche Strecke,
daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
und mit reichem, vollem Schwalle
zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
und mit Blitzesschnelle wieder
ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
kann ichs lassen;
will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Mine! welche Blicke!

O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
steh doch wieder still!

Willst am Ende
gar nicht lassen?
Will dich fassen,
will dich halten
und das alte Holz behende
mit dem scharfen Beile spalten.

Seht da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
gleich, o Kobold, liegst du nieder;
krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
stehn in Eile
schon als Knechte
völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen, Besen!
Seids gewesen.
Denn als Geister
ruft euch nur zu diesem Zwecke,
erst hervor der alte Meister."
Achtung..........
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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

pito hat geschrieben:Im Sturm ist man allein.
Bild
Wirklich allein? Gibt es keine Solidarität im Überlebenskampf der Schiffbrüchigen?

Übrigens von Voltaire (der sogar) stammt das Wort: "Das Leben ist ein Schiffbruch, rette sich wer kann."

pito
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Beitrag von pito »

rabe489 hat geschrieben:... Gibt es keine Solidarität im Überlebenskampf der Schiffbrüchigen? ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Flo%C3 ... %C3%A4lde)

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

@pito: Ja ja, die Welt ist schlecht. Wie Plautus schon sagte: "Homo homini lupus" (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf). Es gibt keine Liebe mehr unter der Sonne.

Aber das Sozialversagen meinte ich garnicht, als ich oben schrieb:"Das Ende ist nah" und fragte: "Steht der Mensch im Sturm?"
Wenn der Mensch im Sturm steht - und ich merke, dass dieser Sturm sogar das Wesen des Menschen ergreift...
Der Mensch ist wesentlich abgründig und die Jahrhundertumstände bedingen es, dass er seinen Abgrund mehr und mehr nach aussen kehrt, ohne dass er über diesen Vorgang Gewalt hat. Usw.

HelmutW
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Beitrag von HelmutW »

Rabe...
Der Mensch ist wesentlich abgründig und die Jahrhundertumstände bedingen es, dass er seinen Abgrund mehr und mehr nach aussen kehrt, ohne dass er über diesen Vorgang Gewalt hat. Usw.


genau so ist es....und deshalb fiel mir auch der Zauberlehrling wieder ein....den man hier aber nicht eins zu eins übersetzen darf....

Stehe! stehe!
denn wir haben
deiner Gaben
vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!
Zuletzt geändert von HelmutW am 15.02.2009, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
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pito
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Beitrag von pito »

HelmutW hat geschrieben:...den man hier aber nicht eins zu eins übersetzen garf....
Würd ich auch sagen. Der heutige Mensch ist mehr oder weniger schuldlos von den entfesselten Werken einiger Zauberlehrlinge mitbetroffen, ob er nun will oder nicht.

Um seine Welt zu erhalten, müsste er mit anderen gemeinsam dagegen angehen. Das "eine" Zauberwort gibt es längst nicht mehr. Zu sehr hat sich der Zauber schon multipliziert. Doch was tut der Mensch stattdessen? Er versinkt in Passivität oder wird gar noch auf den letzten Balken des sich auflösenden Floßes zum Kannibalen.

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