Jürgen Kramer

Maler, Bildhauer, Fluxus ...

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Heinz
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Beitrag von Heinz »

Heute ein Bericht von Anne Bolsmann über den raben in der WAZ. Beschreibend-Berichtend, neutral-objektiv. Völlig okay so weit.
Was mir fehlt: ein Streitgespräch, eine Befragung, ein Interview etc. Ich fürchte dass die WAZ nie mehr über Berichte hinauskommen wird. Finanzielle Gründe? Stellenstreichungen? Ich weiß es nicht. Aber immer noch besser ab und an nur Berichte über Künstler und Kunstereignisse, als nichts.

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Mutti hat Spaß denkt Vati
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Beitrag von Mutti hat Spaß denkt Vati »

Danke für die Rezension:
Heinz hat geschrieben:Heute ein Bericht von Anne Bolsmann über den raben in der WAZ. Beschreibend-Berichtend, neutral-objektiv. Völlig okay so weit.
Was mir fehlt: ein Streitgespräch, eine Befragung, ein Interview etc.
Ich fand den Text okay. Kam so als Home-Story rüber. Für die Kontroverse gibts ja die URL-Empfehlung. Die wichtigste Message "Beuys-Schüler" kam sogar öfter vor. So what?

Heinz
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Beitrag von Heinz »

Mehr. Ich möchte mehr von der einzigen lokalen Zeitung. Neben der Berichterstattung auch Meinung, Kommentar, Kritische-Reflexion, Bestandsaufnahme und gerade rabe wäre jemand, wo sich das am Beispiel seiner Entwicklungsphasen anbietet und er könnte auch Kritik oder einen "Verriss" aushalten. Lob und Anerkennung hält er auch aus. :wink:

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zuzu
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Beitrag von zuzu »

Wann kommt Pitos Film? Oder habe ich etwas übersehen?
Zuzu

jvm
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Beitrag von jvm »

Heinz hat geschrieben:Heute ein Bericht von Anne Bolsmann über den raben in der WAZ. Beschreibend-Berichtend, neutral-objektiv. Völlig okay so weit.
Was mir fehlt: ein Streitgespräch, eine Befragung, ein Interview etc. Ich fürchte dass die WAZ nie mehr über Berichte hinauskommen wird. Finanzielle Gründe? Stellenstreichungen? Ich weiß es nicht. Aber immer noch besser ab und an nur Berichte über Künstler und Kunstereignisse, als nichts.
Nur mal so: Der Artikel war wohl wieder nur in Alt-Gelsenkirchen und nicht in der Ausgabe Buer zu lesen. Ein Jammer und echter Mangel!

Heinz
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Beitrag von Heinz »

jvm hat geschrieben:Nur mal so: Der Artikel war wohl wieder nur in Alt-Gelsenkirchen und nicht in der Ausgabe Buer zu lesen. Ein Jammer und echter Mangel!
Es würde sie aber nichts kosten, den online zu stellen. Das ist keine Mehrarbeit und es entstehen auch keine Mehrkosten. Wenn es keine Direktive aus Essen ist, dann ist es ... Gedankenlosigkeit? Desinteresse?

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Hallo liebe Leute: Der Artikel ist doch hier zu lesen (zwar nicht mit allen drei Abbildungen, aber immerhin):
http://www.derwesten.de/nachrichten/sta ... etail.html

Heinz
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Beitrag von Heinz »

hhmmm habe ich den heute morgen übersehen.. oder wurde er erst später reingestellt? :roll:

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Kann sein. Dass der Artikel mit dem sbschreckenden Gummibegriff "Denkanstösse" überschrieben ist, gab mir einen Stich, wo doch "Besinnung" und "Verinnerlichung" für das Werk viel näherlägen. Aber als Kontrast zum Begriff "Schubladen" kann ich auch mit "Denkanstösse" leben, was mich (anstössig) an einen Kopf erinnert, auf den eine Bowlingkugel zurollt.

pito
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Beitrag von pito »

Ein schöner Artikel. Es kommt einiges an Inhalt rüber, wenn auch, wer den Raben kennt, weiß, dass hier ein Kontinent nur gestriffen wurde. Insgesamt ist der Artikel jedoch zu glatt und zu gefällig um auch des Raben provokante Seite wirksam zu vermitteln. Wo lodert Feuer?

Eine der Bildunterschriften ist mir ein Rätsel: "Die Farbe als neue Qualität: In Kramers Bildern steht sie für das Hier und Jetzt" Das heißt also, wenn man die Vergangenheit zeigen will, dann malt man in Schwarz-Weiß? :lol:

Der WAZ-Layouter sollte mit 1000 Stunden Bauhaus-Ballett bestraft werden, dafür, dass er das Bild eines Künstlers einfach links und rechts abschneidet, um es in die Spalte zu bekommen. Sowas gehört sich wirklich nicht! :evil:


Und der Film ... ja der Film. :pfeif:
Der Rabe kann einen wirklich festnageln. Nun steht es sogar schon in der Zeitung. Da muss der Film jetzt wohl bald kommen. :roll: :lol:

Heinz
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Beitrag von Heinz »

pito hat geschrieben: Insgesamt ist der Artikel jedoch zu glatt und zu gefällig um auch des Raben provokante Seite wirksam zu vermitteln. Wo lodert Feuer?
Die sind halt nicht miteinander warm geworden. 8) So etwas gibt es. :D

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Wo lodert Feuer?
Das Denken in alten Schematas sollte aufgegeben werde: Wir brauchen zur Veränderung der Situation, die uns so auf den Nägeln brennt, keine Molotow-Cocktails und keine Kaufhaus-Bomben. :wink: Die Städte müssen nicht mehr brennen.

Doch in uns soll es brennen, in uns füttern wir die Flamme. Nein niemand muß mehr Feuer unterm Hintern entzündet bekommen. Aber "flammende Herzen" und Hirne könnte ein Reinigungsprozess in Gang setzen, der dem Menschen neue Horizonte freilegt.

War nicht seit je ein Schritt zur Weisheit, Wahrheit und Überwindung des Bestehenden derjenige, der in die Erkenntnis des Selbst führte? Okay, das sag ich in Gelsenkirchen, einer Stadt, der nichts fremder ist, als die abwertend formulierte "Innenschau". Aber zu bedenken ist: war es nicht gerade die jahrzehntelange "bodenlose" Ausbeutung des Menschen dieser Region, die verhinderte, dass der Mensch sich auch um sein Wesen kümmerte?

Einst gab es von der Sozialdemokratie der ersten (Weimarer) Republik "Arbeiterbildungsinstitutionen". Was kann man heute in der Nachfolge entwerfen?

Heinz
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Beitrag von Heinz »

rabe489 hat geschrieben:Einst gab es von der Sozialdemokratie der ersten (Weimarer) Republik "Arbeiterbildungsinstitutionen". Was kann man heute in der Nachfolge entwerfen?
Spontan, aus dem Bauch und auch weil ich gerade nen bischen wütend bin: soziale Manieren natürlich vorgeordnet den großen Entwürfen der Politik, denen der Philosophen und sonstigen (Wirtschafts)Weisen :evil:
Caritas = Nächstenliebe, Wertschätzung des anderen eben - ich hätte oooch nicht gedacht, dass mir das irgendwann vor der Ändereung der Struktur stehen wird... :?

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Ja ich weiß das ich eine sehr mißverständliche Gratwanderung vollziehe.
Deutlicher: Von der KPD gab es die Assoziation revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands (ARBKD oder ASSO) 1928 . 1933. In dieser gab es eine Sektion der "Arbeiterzeichner". Das war kein Bildungszirkel bürgerlicher Art, sondern da fanden sich Arbeiter mit dem Stift zusammen, die bildnerisch für ihren politischen Kampf zeichnen usw. wollten.

Was ist, wenn der überlebte sozialhistorische Revolutionsbegriff sich verändert hat: Wie ist gesellschaftlicher Fortschritt und gesellschaftliche Emanzipation von unten heute möglich?

Heinz
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Beitrag von Heinz »

Wenn du mich nicht fragst, weiß ich es.
Inseln schaffen, tatsächlich diese alte Idee der Kloster, Zentren der spirituellen berufsrevolutionären Lehrer, Wissensvermittler ausbilden.
Hier darf zwar nicht über "Krise" geredet werden, aber in den nächsten Jahren wird es uns heftig beuteln, keine Events mehr, kein "Wir feiern mal ne große LOve- und Eröffnungsparty" usw.
Und schon fällt mir "Im Namen der Rose" ein, wo die Kehrseite, die Einengung durch GRalshüter lustig-fidel behandelt wurde.
Okay, heute bin ich ein wenig.. pessimistisch 8)
Zuletzt geändert von Heinz am 14.05.2009, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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