Jürgen Kramer

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DThamm
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Beitrag von DThamm »

@Kery
Rote Rose(Symbol der Liebe)!

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Beitrag von DThamm »

Weltkindertag: Lasst uns Brücken bauen.
Es verbindet die Liebe ohne Schmerzen Eine Brücke von Herzen zu Herzen.

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rabe489
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In Not

Beitrag von rabe489 »

Hallo, manche Bilder malen sich nur aus grenzenloser Not. Heute schrieb ich:

Litanei vom 21. September

Koloss, ungeheuer die Welt, in
Dessen Spur ich hause verderbe
Mich binde mich
Schlag auf Schlag denn
Diese Menschengesellschaft
Ist ausgesetzt in brauner
Verdammnis Bäume
Fallen und frohe Botschaften
Verwandeln sich in Litaneien
Der Dämmerung nicht nützt
Die Koloratur der Herzenssache
Fürderhin
Denn im Abwasser wohnt
Der uneinsichtige Mensch
Immerfort
Mache ich ernst
In Hilflosigkeit und
Viderunt omnes finis terrae
till death do come

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Kery
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Wirkung

Beitrag von Kery »

@Rabe

Hier geht es mir genauso, wie mit deinen Bildern. Mein Geist kann nicht unmittelbar darauf reagieren. Das Wirken muss sich erst setzen. Und es wirkt und wirkt und wirkt, hält mich in einer Art Schwebe, die irgendwie paralysiert, mich aber eben dennoch entrückt und frei beweglich schweben lässt. Wie real das Irreale die Realität erleben lässt und mich gleichsam in einen irrealen Zustand versetzt, der mich zunächst von allem trennt und doch an einer hauchdünnen Äther-Nabelschnur aus soetwas wie Wahrheitsgefühl verbunden hält mit dem Drang zurückzukehren und zu sagen: ja! Und eigentlich will mehr gesagt sein, was aber durch die Nabenschnur aus dieser Zwiewelt nicht durchkommt. Zu fein ist der Kanal. Da passieren eben besser Klang oder Farbe, kaum geschriebenes Wort. Und ist das Wirken erst erfasst vom Verstand und vom Stand auf dem festen Boden, sind die Worte, die sich bilden mögen nur noch Schatten ihrer selbst. Ein Schwarz auf Weiß, den Sinn mehr vernichtend als vermittelnd. Also schweige ich jetzt lieber. Ruhe, die alles Wirken lässt, was wahrgenommen.

Gute Nacht, Welt. Und morgen bist du gesund.
Der wichtigste Mensch in deinem Leben ist der, der gerade vor dir steht. (Konfuze)

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Hymnus auf den 22. September

Ferne Tage in tiefroten Mohnfeldern
Unter guter Sonne
Oder im fahlen Olivenhain
Zwischen Mauern aus weißem Fels
Sind nun staubigen Blättern gewichen
Einem müdem Licht
In leichter Wärme
Den Sehnsuchtsblick gewendet
Auf die kleinen
Schätze des Alltags
Auf zarte Epiphanien
Hiesigen Lebens zwischen
Gebräuntem Laub und
Rabenflug über den Dächern
Der Heimat im Balsam
Letzte Verneigungen der vergänglichen
Schönheit die ihre Koffer packt
So nun Erde
Geh auf Reisen
Da ich verbleibe
Im Dickicht der Stadt und
Eines fehlt gesagt zu haben
Ein schönes Sein ist uns geschenkt
Für nichts und wieder nichts
Die welke Blume danieder gelegt
Am Grab von Obsessionen
Und Verwundungen:
Stadt, steh auf,
Es ist Herbst

J.K.

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Kery
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Zitat

Beitrag von Kery »

"Der Herbst ist nur ein weiterer Frühling, in dem jedes Blatt zur Blüte wird."

(Albert Camus)

Guten Morgen und danke
Kery
Der wichtigste Mensch in deinem Leben ist der, der gerade vor dir steht. (Konfuze)

DThamm
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Beitrag von DThamm »

rabe
In Hilflosigkeit und
Viderunt omnes finis terrae
till death do come


Bild

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Kery
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Nun...

Beitrag von Kery »

"Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, was wir uns vorstellen können...."



LG Kery
Der wichtigste Mensch in deinem Leben ist der, der gerade vor dir steht. (Konfuze)

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

@DThamm: Eigentlich beziehe ich mich mit dem "Viderunt omnes..." auf den gotischen Musiker Perotinus Magnus, der das "Viderunt omnes" in Musik gesetzt hat.
Und mit dem "till death do come" zitiere ich auch Musik; das ist die letzte Zeile des Liedes von John Dowland "In darkness let me dwell" (In Dunkelheit will ich verweilen). :wink:
Viderunt omnes fines terrae
salutare Dei nostri.
iubilate Deo omnis terra.

(aus dem 98. Psalm: Alle Ränder des Erdkreises sahen das Heil unseres Gottes. Jauchzet dem Herrn alle Welt.)

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rabe489
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Wieder Abend...

Beitrag von rabe489 »

Unter dem Berge

Hier wo ich unter dem Berge

Singe unterm Dunkel des

Blauschwarzen Himmels hier

Wo kein Fortkommen

Ist aber höllische Abende

Erscheinen zuweilen silberne Engel

Und sprechen im Namen

Jener graugrünen Pinien und Platanen

Mensch stehe aufrecht in allem

Am Cours de Mirabeau

An den rosa Kalkfassaden

Und grünen Fensterläden

Du weigerst dich der Erlösung

Durch grauweißes Felsgestein

Gehe zu den Kohlegruben

Lösche das Licht

Denn der Herr der Verlassenheit

Ist dein Hirte

Und in fühllosen Lippen

Ersterben die Worte

Jürgen Kramer 2009

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Wieder der ganz große Eindruck vom seltsamen Wesen der Tiere.

Ich werde heute Nacht beginnen, einen Adler zu malen.

Ob ich jemals begreifen kann, was Lebewesen - insbesondere die Tiere - sind? Ihre Schönheit ist atemberaubend. Sie können sprechen mit Haut und Haaren und Federn. Ein Wunder!

Wir leben in einer unermeßlichen Rätselwelt.

Rabe

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rabe489
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Neu

Beitrag von rabe489 »

J.K.: burning inside, Öl a. Lwd., 60 x 80cm, 3.10.2009

Bild

Vollendet unvollendet. :lol:

Rabe

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rabe489
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Beitrag von rabe489 »

Gelsenkirchen


Schwere Unruhen in Berlin
Der abgetrennte Kopf
Auf der Fußmatte
Weg vom Hier und Heute
Gehe ich konfus
Von Abgrund zu Abgrund
Im Labyrinth der Worte
Abseits des Hauptstroms
Durch graue Schrebergärten
Und holprige Industriebrachen
In denen Natur dümpelt nur
Ein Blick zum Himmel
Macht aufrecht denn die
Weißen Wolken nehmen
Mich mit


3.10.2009

Jazzam
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Re: Neu

Beitrag von Jazzam »

rabe489 hat geschrieben: Vollendet unvollendet. :lol:
Rabe
Kurz vor dem Absprung.

Was hat er im VISIER ?

Klaus S.
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burning inside

Beitrag von Klaus S. »

Ich hab mal nichts zu meckern. "burning inside" ist fantastisch. Bitte mehr in dieser Richtung!
Dieses Bild finde wirklich "wesentlich".
Zuletzt geändert von Klaus S. am 03.10.2009, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

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