Auguststraße - Hausbesetzungen und Abriss

Anfang der 80er Jahre wurden die alten Zechensiedlungen an der Auguststraße und am Zoo vom Gelsenkirchener Spekulanten Rudolf Bauer bedroht. Die Bewohner kämpften um den Erhalt ihres Lebensumfeldes.

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Solidaritätskonzert für Hausbesetzungen

Beitrag von Verwaltung »

Solidaritätskonzert für Hausbesetzungen

Es gibt eine LP-Aufnahme eines Solidaritätskonzertes für Hausbesetzer im Ruhrgebiet.
Mitwirkende damals waren neben "Herbert Knebel" die Salinos und einige andere Bekannte Gelsenkirchener.
Wir schauen mal, was wir auftreiben können...

Hier ein Auszug aus dem "Booklet"

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Cover:

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Nippon
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Die Salinos singen und spielen ein Lied

Beitrag von Nippon »

Das Leben im Einparteienstaat - Die Salinos

[GVideo]http://video.google.de/videoplay?docid= ... 6267329628[/GVideo]

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Beitrag von Verwaltung »

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vermutlich auch Zoosiedlung

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Beitrag von Verwaltung »

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Zoosiedlung

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Beitrag von Verwaltung »

Eine weitere Einladung der Auguststraße. Im Kulturprogramm finden sich bekannte Namen:

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Auguststraße in der Presse

Beitrag von Verwaltung »

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WAZ 31.1.1980

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WAZ 1980

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WAZ 31.1.1980

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WAZ 6.2.1980


<hr>


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Buersche 28.1.1981

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WAZ 25.02.1981

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WAZ 28.02.1981

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Beitrag von Verwaltung »

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WAZ 23.5.1981

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Beitrag von Verwaltung »

  • Bild

    Zehn Jahre danach
    In Gelsenkirchen siehst du die Tauben
    weg von Zeche Bismarck fliehen
    Protestruf hat sie aufgeschreckt:
    Weil Förderräder stille stehn

    Den Kumpel man aus Bismarck schmiß
    10 Jahre danach
    im Werksgebäude wächst ein Riß
    10 Jahre danach
    jetzt müßte Dickhoff Steuern blechen
    10 Jahre danaoh
    Werksrente für die Arbeiter zechen
    10 Jahre danach

    10 Jahre - eine glatte Zahl
    um ein Werk dicht zu machen
    der Boß hat seine Taschen prall
    die Westbank was zu lachen

    6OO - eine große Zahl 600 - Frau und Mann
    die will man auf die Straße setzen
    mit Kurzarbeit fängt's an !

    Im Rückenflug siehst du die Tauben über Gelsenkirchen - Resse ziehn
    ein Trauerspiel - "EUROVIA"
    sie wolln das Elend nicht mehr sehn.

Das hier bezieht sich auf die Siedlung Rheinpreussen in Duisburg, die ähnliches durchmachte, wie die Gelsenkirchener Siedlungen:
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    Rheinpreußen ruft: Alarm

    Ich hab' ne toffte Wohnung.
    Nichts lockt mich heut' hinaus.
    Der Schnupfen zwingt zur Schonung
    Drum bleibe ich im HAUS
    Die Ruhe ist mir teuer.
    Der Bildschirm flimmert bald.
    Im Ofen brennt das Feuer.
    Und draußen ist es kalt.

    Ich lieg auf meiner Liege
    Rheinpreußen ruft: Alarm!
    Das Fell von einer Ziege
    Hält meine Nieren warm..
    Ein Flugblatt läßt mich wissen:
    Der Siedlung droht Gefahr.-
    Der Mieter wird beschissen,
    Wie es schon öfter war.

    Die Menschen, die dort wohnen.
    Die setzen sich zur Wehr.
    Noch mehr Profit für Drohnen?
    Die scheffeln immer mehr.
    Die Hungerstreiker frieren.
    Für Wohnrecht und Erhalt,
    Am Rathaus ist es kalt.

    Ich muß zur Rathauspforte.
    Noch ist es nicht zu spät.
    Was nützen große Worte
    Von Solidarität.
    Mit einem warmen Hintern
    Bei fünfundzwanzig Grad,
    Am Ofen überwintern
    Ist Arbeiterverrat.

    Gemeinsam wollen wir zeigen:
    Wir stehen wie ein Mann.
    Hier darf kein Bürger schweigen.
    Das geht uns alle an.
    Die Hcrr'n Geschäftemacher,
    Die kenn' nur den Profit.
    Den Haus- und Menschenschacher,
    Den machen wir nicht mit!

    Text: Richard Limpert
    Melodie frei nach: Ein Bomben ist gefallen von Hannes Stutz
    Arrangement: Frank Baier
    Mrltxlif Jh« iiiHtr'i'in ßtmifren im ivnilkii n-it Haun,'\ Su«:
Siehe auch: http://www.frank-baier.de

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Flugblätter und Einladungen der Zoosiedlung

Beitrag von Verwaltung »

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6.1980

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9.1980

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10.1980

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6.1981

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6.1981

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Heinz
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Hommage an den Häuserkampf

Beitrag von Heinz »

Hommage an den Häuserkampf auf der "skulptur projekte münster 2007"

Auf der Skulpturen Projekte Münster Ausstellung fand ich heute diese Würdigung der Häuserkämpfe, die ich bestimmt auch im Sinne der Künstlerin Silke Wagner den Augustraßen und Flöz Dickebank Leuten umwidmen darf. :wink:

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Münsters Geschichte von Unten
Das Umweltzentrum-Archiv
Münsters Bibliothek der Sozialen Bewegungen. Eine Geschichte von unten.

Im Gegensatz zu Parteien und Institutionen gibt es für soziale Bewegungen keine offiziellen Stellen mit dem Auftrag, deren Geschichte zu bewahren. Deshalb entstanden verstärkt seit dem Aufkommen der Neuen Sozialen Bewegungen – wie etwa die Frauenbewegung, die Friedensbewegung und die Anti-Atom-Bewegung – in den 1970er Jahren überall in der Bundesrepublik „Bewegungsarchive“, welche oft in Infoläden und libertären Zentren zu finden sind.

Die Betreiberinnen und Betreiber wollen dadurch eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte unterstützen, indem sie „als eine Art 'Gedächtnis für die Linke' fungieren, Materialien sammeln und Interessierten für Geschichtsarbeit zur Verfügung stellen“, so das Berliner Papiertiger-Archiv in einer Selbstdarstellung. Für Bewegungen von unten werde es zukünftig von großer Bedeutung sein, dass die Zeugnisse ihrer Geschichte nicht verloren gehen und breiten Kreisen frei zugänglich bleiben. „Archive [...] bieten [...] für heutige Initiativen Anknüpfungspunkte zu früheren Erfahrungen und ermöglichen dadurch theoretische und praktische Kontinuität politischen Handelns, die auf Grund der spezifischen Bewegungsstrukturen sonst nur schwer hergestellt werden können. Soweit es uns möglich ist, wollen wir diesen Prozess durch unsere Arbeit unterstützen.“

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit existieren heute in Deutschland noch etwa 270 Archive von unten. Eines der überregional bedeutenden ist das Münsteraner Umweltzentrum-Archiv.

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Werner Worschech lässt grüßen

Beitrag von Verwaltung »

Werner Worschech lässt grüßen!
Werner ist der Herr mit dem Wuschelkopf und der Guitarre auf dem Bild. :wink:
Er ist - obwohl Bottroper - über die Gelsenkirchener Geschichten gestolpert und freut sich über das Projekt.

Er bietet uns Unterstützung an:

Er hat noch 100 Platten, die er damals mit den Auguststraßenleuten zusammen produziert hat. (12 000 DM Miese = 6000 Euronen hat er davon auch noch behalten) :oops:

Trotzdem möchte er die Gelsenkirchener Geschichten mit dem Plattenverkauf unterstützen. Er hat angeboten, dass wir uns um den Verkauf / Vertrieb kümmern und dafür einen Teil des Erlöses für die GEschichten behalten können.

15 X "Schöner Wohnen Abber Fix" bietet er auch noch an.

Machen wir. :D

Aber erst im August, vorher arbeitet Werner an einem Obertonprojekt.
Obertonimprovisationen für Menschen im Altersheim.

Heinz

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Beitrag von Verwaltung »

Ein vierseitiger Info-Brief der Mieterinitiative an die Mieter:

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Frank
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Beitrag von Frank »

Habe über 20 Jahre in der Zoosiedlung gewohnt. Erst unter Verwaltung der Neuen Heimat (ging noch) , dann unter Verwaltung der LEG ( ich könnte kotzen). Abzocke ohne Ende, Pfusch am Bau pur. Die Belange der Mieter standen da nur noch im Hintergurnd. Als Ende der 90´er Jahre renoviert wurde, hat man die Hälfte wohl vergessen. Die Dächer Marode, Die Bauabnahme hat bestimmt ein Stark Sehbehinderter gemacht. Kellertüren haben Lücken von fast 5 cm . Die Lichtschalter im Keller stammen noch aus den Anfangszeiten der Bauten. Wenn man bei der Verwaltung in der Resser Mark angerufen hat, bekam man die Antwort, dass sich darum gekümmert würde. LOL. Alles Verarsche der Mieter. LEG?? Nie wieder. Eigentlich ein Fall für Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Und die Verwalter in den Bürgerbüros sind die größten Nieten. Zoosiedlung am Abgrund. Eigentlich nur noch ein Parkplatz für die Erlebniswelt.
Aber in der Mitte liegt Erle ! (Werbeslogan der Erler Werbegemeinschaft aus den 70´ern)

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Flugblätter der Auguststraße

Beitrag von Verwaltung »

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gästin
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Re: Solidaritätskonzert für Hausbesetzungen

Beitrag von gästin »

Verwaltung hat geschrieben:Solidaritätskonzert für Hausbesetzungen

Es gibt eine LP-Aufnahme eines Solidaritätskonzertes für Hausbesetzer im Ruhrgebiet.
Mitwirkende damals waren neben "Herbert Knebel" die Salinos und einige andere Bekannte Gelsenkirchener.
Wir schauen mal, was wir auftreiben können...

Hier ein Auszug aus dem "Booklet"

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Cover:

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Die Platte hatte ich!!! (nun hat sie der Achim :D wie alle unsere Platten)
Und ich war damals auch auf dem Konzert in Mülheim :P
19 :roll: :?: 81 oder 82
Habe jetzt lange nach dem Namen der Band gegraben, mit dem Frontmann Joachim Weber und das hier gefunden.
Schön!!!
Danke!

Gästin


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