Zeche Dahlbusch

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

@ Stromwort

Die Informationen zu den Bildern sind recht oberflächlich und nutzen in dieser Form keinem.

Das erste Foto zeigt den Malakowturm von Schacht 1, der am südlichen Ende der Beethovenstraße gestanden hat.

Der Standort der beiden auf dem zweiten Foto abgebildeten Kolonien ist die Feldmark. Die Straßen Hördeweg und Eichenbusch verlaufen parallel zur Köln-Mindener Bahn.

Das dritte Foto zeigt im wesentlichen die erste Kokerei der Zeche Dahlbusch, die südlich der Köln-Mindener-Eisenbahn an der Ecke zur Schwarzmühlenstraße gestanden hat. Schacht 5 ist auf dem Foto mit dem eisernen Schchtgerüst ganz gut zu erkennen, aber vom Malokowturm des Schachtes 2 sieht man vor dem linken Schornstein nur ein kleines Stückchen vom Dach.

Karlheinz Rabas
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Stromwort
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Beitrag von Stromwort »

@Karlheinz Rabas

Danke für die ergänzenden Infos. Ich dachte es ist (auch)der Sinn eines Forums etwas zu zeigen und sich dann auszutauschen oder weitere Infos zu bekommen.
Entschuldige die nutzlosen Bilder. :roll:

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

schön das ne Rotthauser Erfindung noch heute eine Verwendung findet :D

so wie jetzt in Chile
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

axel O
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Beitrag von axel O »

Heute in der WAZ mehr zur Mutter aller Rettungskapseln

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

Ach herrlich. Die Dahlbuschbombe, eine Bad Kreuznacher Erfindung. Es gibt sie also überall, die Lokalpatrioten. :D
http://www.wormser-zeitung.de/nachricht ... 512994.htm

Bei Wikipedia hat jemand an Karlheinz Rabas' Text weitergeschrieben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dahlbuschbombe

@Karlheinz Rabas: Stimmt der Inhalt noch? Wer war denn nun an der Konstruktion maßgeblich beteiligt?
Unser GG-Wiki enthält leider noch keinen Artikel darüber. 8)
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Emscherbruch hat geschrieben: Unser GG-Wiki enthält leider noch keinen Artikel darüber. 8)
ach lieber Emschi, wir können halt nicht alles :wink:

Aber vielleicht erbarmt sich ja jemand, und übernimmt diese Aufgabe :roll:
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

@Heinz O.: An Dich hatte ich gar nicht gedacht
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

@Emscherbruch
Was der SWR1, Rheinland-Pfalz aktuell am 12. 10. 2010 verbreitet hat und was jemand ins Wiki übernommen hat ist totaler Blödsinn. Ich habe vor fünf Jahren mit viel Mühe einige "Besserwisser" davon überzeugt, die immer wieder falschen Texte im Wiki zu ändern und die richtigen Informationen zu übernehmen. Der jetzige falsche Text sollte umgehend korrigiert werden.
Zur Sache:
Nach dem Einsatz in Lengede war dem Dipl.-Berging. Au, der vor Ort die Rettungsarbeiten geleitet hatte, als dem Erfinder der Dahlbuschbombe, der „Preis zum Ruhme reiner Menschlichkeit" durch die Großloge der Odd Fellows am 10. Mai 1964 überreicht worden.

Damit wurden erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Urheberschaft der „Dahlbuschbombe" ausgelöst, mit der erstmalig die drei Bergleute auf der Zeche Dahlbusch durch ein Bohrloch gerettet worden waren.

Zur Klärung der Meinungsverschiedenheiten wurde beim Steinkohlenbergbauverein in Essen ein Sachverständigenausschuss eingesetzt, um die Urheberschaft des Bergungsgerätes festzustellen. Alle Beteiligten an der Rettungsaktion auf der Zeche Dahlbusch wurden angehört.

Der Ausschuss kam zu folgendem Ergebnis: (folgendes Zitat)
„Nachdem die eingeschlossenen Bergleute zunächst noch durch eine unversehrte Druckluftleitung versorgt worden waren, versagte sie nach kurzer Zeit durch weiteres Zubruchgehen des Blindschachtes 8. So musste schnellstens nach einer Möglichkeit der erneuten Versorgung der Eingeschlossenen geforscht werden. Hierzu boten sich die Erfahrungen an, die schon bisher bei Untersuchungsbohrungen auf der Zeche Dahlbusch gesammelt worden waren.

Es ist das große Verdienst von Herrn Dipl.-Berging. Au, unter persönlichstem Einsatz tagelang bis zur Rettung der Eingeschlossenen die Bohrarbeiten verantwortlich überwacht und gefördert zu haben, wobei ihm hilfsbereite Fachleute zur Seite standen.

Die Möglichkeit der Erweiterung des Bohrlochs zwecks Bergung der Eingeschlossenen trat bei diesen Arbeiten immer stärker hervor und wurde besonders von Herrn Au als erstrebenswertes Endziel verfolgt.

Zu gleicher Zeit wurde erstmals von Herrn Bergwerksdirektor Molwitz die Idee und konstruktive Gestaltung für ein Rettungsgefäß entwickelt, wobei er insbesondere von Herrn Oberbergrat Drochner, dem s. Z. zuständigen Vertreter des Bergamtsleiters unterstützt wurde.

Bei der endgültigen Formgebung dieser sog. „Dahlbusch-Bombe“ haben von Beginn an der Maschinenbauführer Bischoff und die Fachkräfte der Anlernwerkstatt erfolgreich mitgewirkt.

Das ganze Rettungswerk von Dahlbusch war eine echt bergmännische Gemeinschaftsarbeit, wie sie sich schon so oft in Not und Gefahr im Bergbau hervorragend bewährt hat.“ (Zitat Ende)

Alle am Rettungswerk Dahlbusch Beteiligten erklärten sich in vollem Umfang mit dieser Formulierung einverstanden und der Sachverständigenausschuss übergab dann die Entscheidung mit der Überschrift
„Dahlbuschbombe“ – ein Gemeinschaftswerk
an die Presse.

Karlheinz Rabas
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Josel
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Beitrag von Josel »

Der Erfolg hat viele Väter. Ist offenbar im Bergbau so wie im normalen Leben. Schön, dass Du den anderen "Vätern" hier zu ihrem Recht verhilfst, Karlheinz.

J.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

ist es dann nicht erschreckend, wenn das Deutsche Bergbau Museum Bochum gerade auf diesen Wikipedia Artikel verlinkt :roll:
Micha

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Schacht 9
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Beitrag von Schacht 9 »

@Karlheinz Rabas schreibt in seinem Bericht:
Bei der endgültigen Formgebung dieser sog. „Dahlbusch-Bombe“ haben von Beginn an der Maschinenbauführer Bischoff und die Fachkräfte der Anlernwerkstatt erfolgreich mitgewirkt.
Bild
Die Fachkräfte der Anlernwerkstatt waren damals, Obermeister Rabeneck links im Bild.
Schweissmeister Schulz rechts im Bild, mit Lehrlingen vor der Anlernwerkstatt, Anfang der 50er Jahre.
Schweissmeister Schulz leitete die Arbeit an der Dahlbuschbombe.

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

Taucht irgendwo im Zusammenhang mit der Dahlbuschbombe der Name Karlheinz Böhler auf?

@Karlheinz Rabas: Danke für diesen Text. Mal sehen, ob der bei Wikipedia wirkt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Dahlbuschbombe
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Emscherbruch hat geschrieben:Taucht irgendwo im Zusammenhang mit der Dahlbuschbombe der Name Karlheinz Böhler auf?

@Karlheinz Rabas: Danke für diesen Text. Mal sehen, ob der bei Wikipedia wirkt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Dahlbuschbombe


Nein, den Namen habe ich nicht gefunden.
Gruß
Karlheinz Rabas
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Heinz O. hat geschrieben:ist es dann nicht erschreckend, wenn das Deutsche Bergbau Museum Bochum gerade auf diesen Wikipedia Artikel verlinkt :roll:


@Heinz O.
Ich kann die Verlinkung auf den Seiten vom DBM nicht finden. Kannst Du helfen damit ich diesen Unsinn abstellen kann?

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Lupo Curtius
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Beitrag von Lupo Curtius »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:
Heinz O. hat geschrieben:ist es dann nicht erschreckend, wenn das Deutsche Bergbau Museum Bochum gerade auf diesen Wikipedia Artikel verlinkt :roll:


@Heinz O.
Ich kann die Verlinkung auf den Seiten vom DBM nicht finden. Kannst Du helfen damit ich diesen Unsinn abstellen kann?

Karlheinz Rabas
Bin zwar nicht Heinz O., aber dennoch: Auf dieser Seiteverweist das Bergbaumuseum im Einleitungssatz auf den Wikipedia-Artikel.
8)

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