Horst-Emscher

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Fuchs
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Beitrag von Fuchs »

Jau! :ja:

Guck mal: Wo die Bäume auf meiner, sind Häuser auf deiner...

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Die Straße hat links einen etwas anderen Verlauf, der Zaun ist anders und das Haus rechts scheint auch ein anderes zu sein.
Wie viel Jahre mögen wohl zwischen den beiden Aufnahmen vergangen sein ? Man weiß es nicht !
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »


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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

1912Bild
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

horster
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Turnvater Jahn

Beitrag von horster »

Das Bild am Ehrenmal im Schloßpark von Schloß Horst zeigt den Turnvater Jahn .
Das Ehrenmal wurde von dem Tuenverein Horst -Emscher, ich glaube es war zum Gau Turnfest 1952, gestiftet. Genaues Datum muß ich noch raussuchen, ich habe irgendwo ein Foto aus der Zeit, als es noch neu war. Mittlerweile hat der Zahn der Zeit am Turnvater Jahn genagt und es sollte eigentlich zur Festwoche im Juni Restauriert werden. Mittlerweile dient der Stein mehr als Pinkelecke als als Ehrenmal.
Reinhold Adam

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Detlef Aghte
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Re: Turnvater Jahn

Beitrag von Detlef Aghte »

horster hat geschrieben:Das Bild am Ehrenmal im Schloßpark von Schloß Horst zeigt den Turnvater Jahn .
Das Ehrenmal wurde von dem Tuenverein Horst -Emscher, ich glaube es war zum Gau Turnfest 1952, gestiftet. Genaues Datum muß ich noch raussuchen, ich habe irgendwo ein Foto aus der Zeit, als es noch neu war. Mittlerweile hat der Zahn der Zeit am Turnvater Jahn genagt und es sollte eigentlich zur Festwoche im Juni Restauriert werden. Mittlerweile dient der Stein mehr als Pinkelecke als als Ehrenmal.
Reinhold Adam
Dieser Rumpfbeugeheini hat auch kein Ehrenmal verdient.
detlef
Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

harald kabbeck
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Re: Horst-Emscher

Beitrag von harald kabbeck »

Fuchs hat geschrieben:Eine alte Postkarte zeigt sowohl die katholische, als auch die evangelische Kirche in Horst:

Bild
im vordergrund st. laurentius

harald kabbeck
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emscher in horst

Beitrag von harald kabbeck »

gibt es fotos von der alten emscher in horst

GELSENZENTRUM
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Re: emscher in horst

Beitrag von GELSENZENTRUM »

harald kabbeck hat geschrieben:gibt es fotos von der alten emscher in horst
Überschwemmungen in Horst

Sehr oft schon war der Horster Süden von Überschwemmungen heimgesucht worden. Fast regelmäßig war dies im Februar der Fall, wenn die Emscher, deren Wasserspiegel nur wenig unter dem Uferrand lag, bevor man sie kanalisierte, infolge starker winterlicher Regen- oder Schneefälle über die Ufer trat. Das hatte seine Ursache in den vom Bergbau ausgelösten Bodensenkungen, die das ohnehin schwache Gefälle des Flusses noch verringerten. So war es eine der ersten Taten der Gemeinde Horst, daß sie im Jahre 1891 beim Schiffsbaumeister Cirkel in Dorsten einen Nachen bestellte, der auf dem Schloßteich festgemacht wurde, um bei einem Hochwasser der Emscher eingesetzt werden zu können.

Dies war erstmalig der Fall, als der Schleusengraben der Emscher 1893 über seine Ufer trat und das Bahngelände in der Nähe der Wirtschaft Bein überflutete. Noch größere Überschwemmungen brachten die Jahre 1904 und besonders 1909.

Bild
Bild

Die sogenannte "alte Emscher" trat im Februar 1909 in der Nähe des heutigen Südfriedhofes aus ihren Ufern und überspülte das ganze Gebiet südlich der Markenstraße. Alle Wohnungen in den Erdgeschossen mußten evakuiert werden. Auf Kähnen und Flößen leistete freiwillige Feuerwehr aus der Umgebung Hilfe.

Schließlich kam noch der Frost hinzu. Er überzog die Fluten mit einer Eisdecke. Diese Hochwasserkatastrophe kostete sogar ein Menschenleben, von den materiellen Verlusten ganz zu schweigen. Mit all diesen Überschwemmungen
unvergleichbar war jene, die in der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1946, einer trüben Winternacht, die Menschen aufschreckte. War der Damm zwischen Horst- Süd und Karnap erst einmal durchbrochen, bahnten sich die Fluten wie reißende Wildbäche ihre Wege durch die Straßen und ihr Hinterland, umspülten die Häuser und stiegen beständig höher.

Eine Alarmierung war nicht rechtzeitig genug erfolgt. So reichte das schmutzige und stinkende Emscherwasser bald zwei bis drei Meter hoch, an der Ecke Nordstern-Strickerstraße sogar 5 bis 6 Meter. Das betroffene Gebiet ging vom jenseitigen Emscherdamm bis zur Rennbahn, von der Heinestraße bis zur Fischerstraße. Alle Paterrewohnungen mußten geräumt werden. Drei Wochen lang stand das Wasser in den meisten Häusern. Ungefähr 3000 Familien in Horst und Karnap waren obdachlos geworden. Der Verkehr im "Emscher-Venedig", wie man diesen Bezirk im bitteren Kumpelhumor nannte, erfolgte auf Kähnen und Flößen, die man überall aus dem Umgebung herbeitransportierte. Die Versorgung mit Lebensmitteln versagte völlig.

Wie bitterster Hohn kann man nachlesen, daß die Betroffenen in Horst einmal als "Sonderzuteilung" einen kleinen Stuten bekamen. Erst nach 14 Tagen gelang es, die Bruchstelle im Damm auszubessern. Die Zeche Nordstern setzte ihre gesamte Belegschaft zu Hilfsarbeiten ein. Auch beschaffte sie mehrere Pumpen. Die
Pumpstation der Emschergenossenschaft selbst auf der Blumenstraße stand tief unter Wasser. In mühseliger Arbeit trugen die Hausbewohner und Nordsternkumpel den übelriechenden Schlamm in Kübeln und Eimern aus den Kellern. Als endlich der Schlamm verschwunden war, bot das Gelände einen derart trostlosen
Anblick, daß es nach der Ansicht von Sachverständigen als Wohngebiet wohl kaum noch in Frage kam.

Doch Heimatliebe, Wohnungsnot und eine große Solidarität aller Betroffenen ließen die Horstermärker nicht verzagen. Noch standen die beiden Fördertürme ihrer Zeche Nordstern. Und von dort half die Verwaltung, wo immer sie konnte. Mit Hochachtung muß man die Leistungen von damals anerkennen. Nur noch einmal, im August 1954, drohte eine Überschwemmungskatastrophe über Horst hereinzubrechen. In höchster Not griffen da alle verantwortlichen Stellen wieder gemeinsam ein, ließen den Emscherdamm höher aufschütten, bis der starke
Regen nachließ.

Erst nach mehrjährigen kostenreichen Kanalisations- und Regulierungsarbeiten und Deichbauten durch die Emschergenossenschaft braucht man im Horster Süden keine Überschwemmungsgefahr mehr befürchten.

Aus: "700 Jahre Freiheit Horst" von Josef Büscher, 1982

wilhelminer52
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Beitrag von wilhelminer52 »

Eine Postkarte von GE- Horst Essenerstraße um 1915
Bild

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Anne Bude
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Horst-Emscher, Horster Mark ...

Beitrag von Anne Bude »

Sorry, ich werde auch hier nicht schlau.

Wo oder was ist/war Horst-Emscher und wo oder was ist/war die Horster Mark?

Entspricht das der heutigen Einteilung in Horst-Süd und Horst- (was auch immer)?

:?

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Prömmel
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Horster Mark und Horstermark

Beitrag von Prömmel »

Im Grundsatz hast Du mit Deiner Vermutung recht, dass es sich bei der Horstermark (allerdings zusammengeschrieben) weitgehend um Horst-Süd handelt.

Hier mal eine grobe Zusammenfassung der Begriffsbestimmung:
Die Horster Mark
Alle Flure in der Herrlichkeit Horst, die außerhalb der Hofräume, Ackerländereien und Wiesen lagen, bildeten die "Gemeine Horster Mark", d. h. den gemeinsamen Besitz der Herren von Horst, der Bauern und Kötter in der Herrlichkeit und der Bewohner der Freiheit Horst.
  • Aus dem Horster Heimatbuch, herausgegeben im Auftrage des Heimatbundes Gelsenkirchen von Oberstudiendirektor Dr. Heinrich Allekotte, 1959 erschienen im Verlag Felix Post - Gelsenkirchen-Buer
Zu bei dem Begriff "Herrlichkeit" noch folgende Erläuterung (von der gleichen Quelle):
Im Vest Recklinghausen gehörten nur zu den adeligen Häusern Horst und Westerholt sogenannte Eigengerichte, deren Bezirke als "Herrlichkeiten" oder "Gewalten" bezeichnet wurden. Diese Eigengerichtsbezirke waren als Sondergerichtsbezirke aus dem Vest (= Go- oder Landesgerichtsbezirk), das dem landesherrlichen Richter unterstand, ausgesondert.
Seit dem 16. Jahrhunder bestand die Horster Mark aus vier großen, nicht zusammenhängenden Teilen. Für die Erklärung der Bezeichnung "Horstermark" ist aber nur der größte dieser vier Markenteile von Bedeutung.

Dr. Heinrich Allekotte schreibt im Horster Heimatbuch dazu folgendes:
Die "Horster Holzmark".
Dieser größte Teil der Horster Mark lag südlich und westlich des Schlosses und der Freiheit Horst zwischen Emscher, der Mühlenemscher und der Kleinen- oder Märkischen Emscher. Zur Holzmark gehörte auch die Schmalhorst.
Nach der Teilung der Mark in Privatgrundstücke im Jahre 1849 erhielt dieses Gebiet der alten Mark innerhalb der Gemeinde Horst den Namen "Horstermark" als amtliche Bezeichnung.
Die heutigen Straßennamen "Markenstraße" und "Schmalhorststraße" erinnern noch an diese ehemaligen Markenfluren. Der "Schlangenwall", nach dem die heutige Schlangenwallstraße benannt wurde, trennte die alte Siedlung Horst von der Horster Holzmark, die erst nach der Gründung der Zeche Nordstern besiedelt wurde.
Die Bezeichnung "Horster Mark" hat sich bis heute* im Volksmund erhalten. Noch heute* sagen die "Horster" im Süden des Stadtteils Horst, wenn sie den Norden besuchen wollen: "Wir gehen nach Horst!"
  • * heute = 1958
Am 1.10.1891 schied Horst aus dem Amtsverband des Vest Recklinghausen aus und begann sein Eigenleben als Amt Horst (Emscher).
Ob der Zusatz zunächst nur zur Unterscheidung von den etlichen anderen Gemeinden namens "Horst" diente oder ob es sich bei "Horst-Emscher" von Anfang an um die offizielle Bezeichnung handelte, konnte ich nicht feststellen.
Später (zu Beginn des 20. Jahrhunderts) versuchte Horst dann, die Stadtrechte wiederzuerlangen - allerdings ohne Erfolg.
So kam es schließlich im Jahr 1926 zur Vereinigung der "Landgemeinde Horst-Emscher" mit der Stadt Buer. Horst-Emscher erhielt dann die Stadtteilsbezeichnung Buer-Horst-Emscher.

Die Bezeichnung Horst-Emscher wird auch heute noch immer gerne verwendet, besonders von den traditionsbewussten Horstern.


Pömmel

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Anne Bude
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Beitrag von Anne Bude »

Ja ein kräftiges Danke an dich Prömmel!

Wenn ich das nun richtig verstanden habe, dann ist mit "Horst-Emscher" Gelsenkirchen-Horst gemeint und das wilde Gebiet südlich des Schlosses bezeichnete man früher als "Horster Holzmark" (wohl Wald) und später "Horstermark", wobei zu eben jenen frühen Zeiten gesamt Horst als "Horster Mark" bezeichnet wurde.

Na wenn deine Erläuterung/Recherche nicht ins Wiki gehört!!!

Ich will mal sehen, ob ich mir das zitierte Buch aus der GeStadtBib ausleihen kann ...

Schaffrather38
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Horst Emscher

Beitrag von Schaffrather38 »

Ich habe bei mir eine alte Zeichnung gefunden
von einem Gebäude in Horst-Emscher
leider steht auf der Zeichnung kein Datum.
Vielleicht ist der abkopierte Situationsplan
für Horster Forscher interessant und können
die dort gemeinten Straßen ausfindig machen , wenn auch das
Gebäude im Straßenbild fehlt.
Also Horster Forscher, an die Arbeit (aber nur wenn ihr Lust habt)
Gruß
Schaffrather38
BildBildBildBildBild

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Prömmel
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Beitrag von Prömmel »

Wenn ich mir den (allerdings vermutlich etwas grob gezeichneten) Situationsplan
Bild
genauer ansehe, kann es sich eigentlich nur um den Kreuzungsbereich Markenstraße / Alleestraße (heute: Schloßstraße) / Wilhelmstraße (heute: Strundenstraße) handeln, da die Straßenführung der beiden Querstraßen Allee- und Wilhelmstraße tatsächlich früher etwas versetzt war, wenn auch nicht so stark versetzt wie auch der Zeichnung. Das würde auch zu den Bezeichnungen "nach Gelsenkirchen", "nach Nordstern" und "nach Horst" passen.

Etwas irritieren mich allerdings die Platzierungen und Namensbezeichnungen der eingezeichneten Gemarkungen / Häuser (wie gesagt, wahrscheinlich etwas sehr grob gezeichnet). Meine Mutter (87 Jahre alt) konnte das bisher nicht zuordnen. Auch an eine Schreinermeister Heinrich Lucas (mit "Möbel-Magacin") hat sie keine Erinnerung. Es dürfte also noch deutlich vor ihrer Zeit gewesen sein. Ich bin mal gespannt, ob man in alten Unterlagen (z.B. Flurplänen, Adressbüchern) etwas dazu finden kann.

Prömmel

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