Stadtgarten damals

Öffentliche Grünanlagen, Parks und Gärten der Stadt zum genießen und spielen

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Stargate
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Beitrag von Stargate »

uwe1904 hat geschrieben:Hallo,

bin mir nicht ganz sicher, aber stand nicht gestern oder heute i-wo (waz?) zu lesen, dass die Fontäne jetzt wieder sprudeln soll? Grund für die Auszeit soll wohl eine Sanierungs-/Reparaturmaßnahme gewesen sein.
Vllt. suche ich gleich mal, wo ich das gelesen habe.

Gruß
Uwe
:ja: habe ich auch gelesen.
Allerdings habe ich keinen link dazu gefunden.
Sternzeit 2020

wilhelminer52
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Beitrag von wilhelminer52 »

War nix mit Anwohnerprotest, sondern die Pumpen waren kaputt, der Schaden ist behoben und die Fontäne sprudelt wieder.

w52

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guku
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Wasserfontänen im Stadtgarten

Beitrag von guku »

Vielen Dank für Eure Beiträge!
Das Wasser "springt" wieder, ich habe mich gerade davon überzeugt.:D
Irgendwelche Schlauberger hatten direkt etwas Negatives hinein interpretiert.

guku, 14.07.2012

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brucki
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Re: Wasserfontänen im Stadtgarten

Beitrag von brucki »

Heimatbund Gelsenkirchen hat geschrieben:Historischer Spaziergang
„Vom Kaiser-Wilhelm-Garten zum Stadtgarten“




Samstag, 13.06.2015, 14.00 Uhr

Leitung: Hans-Joachim Koenen

Treffpunkt: Eingang Stadtgarten am Ende der Robert-Koch-Straße (hinter der
Eisenbahnunterführung), 45879 Gelsenkirchen

Dauer: ca. 2 Stunden

Teilnahme kostenlos



Die Entstehung und die Entwicklung des Stadtgartens werden bei einem Rundgang anhand alter
Aufnahmen verdeutlicht.


Eine Veranstaltung des Heimatbund Gelsenkirchen e. V.

www.hb-gelsenkirchen.de

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remutus
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Kaiser-Wilhelm-Garten 1906

Beitrag von remutus »

BildDer Plan hing in einer Austtellung im Schloss Oberhausen über Gartenkunst: „Zwischen Kappes und Zypressen“ 2010

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Bretterbude
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Pergola am Eingang Zeppelinallee

Beitrag von Bretterbude »

1951, Montag, den 02. April:
"Das Städt. Garten- und Friedhofsamt begann am Eingang zum zweiten Teil des Stadtgartens an der Zeppelinallee mit dem Bau einer Pergola aus Sandstein. Die für die Pfeiler notwendigen Steine stammten aus dem Gewölbe der St. Urbanus-Kirche in Buer, das im Kriege durch Bomben zerstört worden war und das man beim Wiederaufbau der Bergschäden wegen durch eine Stahlkonstruktion mit Stuckgewölbe ersetzt hatte."
(Quelle: Chronik der Stadt Gelsenkirchen für das Jahr 1951)
Akkiller hat geschrieben:[...]BildNegativ Kartei Nr 16_021 Stadtgarten Gelsenkirchen Zeppelin-Allee
[...]
Bild 16_021 von Herrn Rotterdam wird mit Juni 1953 angegeben. Es zeigt allerdings die Pergola am Eingang zum alten (nördlichen) Teil des Stadtgartens. Diese nördliche Pergola (eigentlich sind es ja zwei Pergolen, die den nördlichen Eingang flankieren) steht heute noch in (vermutlich) nahezu unveränderter Form. Vergleiche der Bilder von 1953 mit dem heutigen Zustand lassen kaum einen anderen Schluss zu, das Fugenbild des unregelmäßigen Schichtenmauerwerks der Steinpfeiler von den 1953er Bildern entspricht genau dem Fugenbild von heute. Bei den abgebildeten Pflanzen an der Pergola dürfte es sich um eine Form von Schlingknöterich halten, Blattform und Habitus der Pflanzen legen diesen Schluss nahe. Die Größe der Pflanzen der nördlichen Pergola im Jahr 1953 lassen jedoch trotz der starken Wuchskraft dieser Pflanzen annehmen, dass sich diese nicht erst in der 3. Vegetationsperiode befinden, sondern schon etwas älter sind. Ein Vergleich der nördlichen mit der südlichen Pergola auf den Luftbildern von 1952 legt ebenfalls den Schluss nahe, dass die nördliche Pergola etwas älter als die südliche sein dürfte. Vermutlich wurde die nördliche Pergola gegen Ende der 1940er Jahre angelegt und zwar aus dem gleichen Steinmaterial wie die in der Chronik 1951 beschriebene südliche Pergola. Da scheinen eine Menge Sandsteine von Buer nach Alt-Gelsenkirchen gewandert zu sein...

Bild(Haupteingang an der Zeppelinalle zum älteren Teil des Stadtgartens, Teil der nördlichen Pergola, 2016)
Bild(Haupteingang an der Zeppelinalle zum jüngeren Teil des Stadtgartens, Teil der südlichen Pergola, 2016)

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buebchen59
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Re: Pergola am Eingang Zeppelinallee

Beitrag von buebchen59 »

Bretterbude hat geschrieben:1951, Montag, den 02. April:
"Das Städt. Garten- und Friedhofsamt begann am Eingang zum zweiten Teil des Stadtgartens an der Zeppelinallee mit dem Bau einer Pergola aus Sandstein. Die für die Pfeiler notwendigen Steine stammten aus dem Gewölbe der St. Urbanus-Kirche in Buer, das im Kriege durch Bomben zerstört worden war und das man beim Wiederaufbau der Bergschäden wegen durch eine Stahlkonstruktion mit Stuckgewölbe ersetzt hatte."
(Quelle: Chronik der Stadt Gelsenkirchen für das Jahr 1951)
Akkiller hat geschrieben:[...]BildNegativ Kartei Nr 16_021 Stadtgarten Gelsenkirchen Zeppelin-Allee
[...]
Bild 16_021 von Herrn Rotterdam wird mit Juni 1953 angegeben. Es zeigt allerdings die Pergola am Eingang zum alten (nördlichen) Teil des Stadtgartens. Diese nördliche Pergola (eigentlich sind es ja zwei Pergolen, die den nördlichen Eingang flankieren) steht heute noch in (vermutlich) nahezu unveränderter Form. Vergleiche der Bilder von 1953 mit dem heutigen Zustand lassen kaum einen anderen Schluss zu, das Fugenbild des unregelmäßigen Schichtenmauerwerks der Steinpfeiler von den 1953er Bildern entspricht genau dem Fugenbild von heute. Bei den abgebildeten Pflanzen an der Pergola dürfte es sich um eine Form von Schlingknöterich halten, Blattform und Habitus der Pflanzen legen diesen Schluss nahe. Die Größe der Pflanzen der nördlichen Pergola im Jahr 1953 lassen jedoch trotz der starken Wuchskraft dieser Pflanzen annehmen, dass sich diese nicht erst in der 3. Vegetationsperiode befinden, sondern schon etwas älter sind. Ein Vergleich der nördlichen mit der südlichen Pergola auf den Luftbildern von 1952 legt ebenfalls den Schluss nahe, dass die nördliche Pergola etwas älter als die südliche sein dürfte. Vermutlich wurde die nördliche Pergola gegen Ende der 1940er Jahre angelegt und zwar aus dem gleichen Steinmaterial wie die in der Chronik 1951 beschriebene südliche Pergola. Da scheinen eine Menge Sandsteine von Buer nach Alt-Gelsenkirchen gewandert zu sein...

Bild(Haupteingang an der Zeppelinalle zum älteren Teil des Stadtgartens, Teil der nördlichen Pergola, 2016)
Bild(Haupteingang an der Zeppelinalle zum jüngeren Teil des Stadtgartens, Teil der südlichen Pergola, 2016)
Ich bin sicher, dass es sich bei den Kletterpflanzen (1953) um Efeu handelte.
Schön war die Zeit...

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Bretterbude
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Beitrag von Bretterbude »

Sorry, will jetzt nicht besserwisserisch sein, ist aber wirklich kein Efeu. Efeu wächst nicht alleine mehr als 50 cm aufrecht in die Höhe, ist selbstklimmend und muss daher auch nicht angebunden werden (so wie die Pflanzen auf dem Rotterdam Bild 016-022, horizontal gebundener Draht genau auf Lagerfuge des Mauerwerks). Und die Blattform passt auch nicht wirklich zu Efeu (obwohl es zugegebenermaßen sehr viele unterschiedliche Blattformen bei Efeu gibt).

Ich hab' mir die Bilder der Pergolen vor einigen Tagen mal genauer angesehen, weil es mich einfach interessiert hat, welche Pflanzen man damals so verwendet hat. Efeu ist auch nicht besonders für Pergolen geeignet, weil es am besten auf einer flächigen Unterlagen wächst, so ein Rankgerüst wie der obere Teil einer Pergola ist da nicht sehr geeignet. Natürlich muss es sich bei den damaligen Pflanzen nicht um Knöterich gehandelt haben, aber Efeu war es bestimmt nicht.
Bild(Bild von Hans Rotterdam (ISG), 016-022, Ausschnitt)

Essener
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Gedenkstätte

Beitrag von Essener »

Weiß jemand, wie die ursprüngliche Widmung der Gedenkstätte im Park war? Die heutige für die "Opfer der Gewaltherrschaft" ist ja sicher nachträglich erfolgt. Die Betonplatte mit dem etwas grob eingearbeiteten Text wirkt neueren Datums und stilistisch nicht stimmig.

Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Bretterbude hat geschrieben:Sorry, will jetzt nicht besserwisserisch sein, ist aber wirklich kein Efeu. Efeu wächst nicht alleine mehr als 50 cm aufrecht in die Höhe, ist selbstklimmend und muss daher auch nicht angebunden werden (so wie die Pflanzen auf dem Rotterdam Bild 016-022, horizontal gebundener Draht genau auf Lagerfuge des Mauerwerks). Und die Blattform passt auch nicht wirklich zu Efeu (obwohl es zugegebenermaßen sehr viele unterschiedliche Blattformen bei Efeu gibt).

Ich hab' mir die Bilder der Pergolen vor einigen Tagen mal genauer angesehen, weil es mich einfach interessiert hat, welche Pflanzen man damals so verwendet hat. Efeu ist auch nicht besonders für Pergolen geeignet, weil es am besten auf einer flächigen Unterlagen wächst, so ein Rankgerüst wie der obere Teil einer Pergola ist da nicht sehr geeignet. Natürlich muss es sich bei den damaligen Pflanzen nicht um Knöterich gehandelt haben, aber Efeu war es bestimmt nicht.
Bild(Bild von Hans Rotterdam (ISG), 016-022, Ausschnitt)
Schaut aus wie Polygonum multiflorum, der vielblütige Knöterich aus China. Bei Wiki zwar nicht die beste Abbildung, dennoch der Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Vielbl%C3 ... 3%B6terich

Gruß

Oliver

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Tanja
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Architektentrost

Beitrag von Tanja »

Oliver Raitmayr hat geschrieben: Schaut aus wie Polygonum multiflorum, der vielblütige Knöterich aus China. Bei Wiki zwar nicht die beste Abbildung, dennoch der Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Vielbl%C3 ... 3%B6terich

Gruß

Oliver
Oliver, mitnichten ist es Polygonum multiforum! :lol:

Spässeken beiseite - Ich habe noch eine alte Broschüre der Sparkasse: Botanischer Wegweiser durch die schönsten Grünanlagen der Stadt Gelsenkirchen, Herausgeber Stadt Sparkasse Gelsenkirchen (1985). Im wesentlichen sind das Auflistungen der Gehölze. Allein im nördlichen Teil des Stadtgartens sind das 105 verschiedene. Gelistet ist tatsächlich der Schlingknöterich, Polygonum aubertii. Im Volksmund heißt der wohl auch Architektentrost...

Nach Ela und dem Zahn der Zeit wird man wohl nach den meisten Gehölzen vergeblich suchen. Vielleicht sollte man mal bei der Sparkasse anklopfen... Was früher alles finanziert wurde! Ein neues Heftchen wäre ja auch deutlich schmaler...
"Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe - aber als Mensch unersetzlich!" (Johannes Rau)

Essener
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Beitrag von Essener »

Zur ursprünglichen Widmung der Gedenkstätte weiß niemand etwas?

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brucki
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Beitrag von brucki »

Essener hat geschrieben:Zur ursprünglichen Widmung der Gedenkstätte weiß niemand etwas?
Interessante Frage!

Vielleicht kann Gelsenzentrum helfen?

Zur Gedenkstätte dort zu finden: http://www.gelsenzentrum.de/mahnmale_gelsenkirchen.htm

Kontaktdaten: http://www.gelsenzentrum.de/kontakt.htm

Wir sind gespannt, was Du rausfinden kannst!

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brucki
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Beitrag von brucki »

brucki hat geschrieben:
Essener hat geschrieben:Zur ursprünglichen Widmung der Gedenkstätte weiß niemand etwas?
Interessante Frage!

Vielleicht kann Gelsenzentrum helfen?

Zur Gedenkstätte dort zu finden: http://www.gelsenzentrum.de/mahnmale_gelsenkirchen.htm

Kontaktdaten: http://www.gelsenzentrum.de/kontakt.htm

Wir sind gespannt, was Du rausfinden kannst!
Die heutigen Inschriften:

Bild17.05.2016

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Rüdiger Georg
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Re: Gedenkstätte

Beitrag von Rüdiger Georg »

Essener hat geschrieben:Weiß jemand, wie die ursprüngliche Widmung der Gedenkstätte im Park war? Die heutige für die "Opfer der Gewaltherrschaft" ist ja sicher nachträglich erfolgt. Die Betonplatte mit dem etwas grob eingearbeiteten Text wirkt neueren Datums und stilistisch nicht stimmig.
Zunächst - nein, ich weiss auch nichts über die Gedenkstätte im Stadtgarten.

Allerdings führt am 25. Juni 2016, unter der Leitung von Hans-Joachim Koenen, ein historischer Spaziergang unter dem Motto:
durch den Stadtgarten. Vielleicht kann dort die Frage beantwortet werden.
Nächstenliebe ist ein Tuwort.

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