Zeche Rhein-Elbe

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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piratenauge
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Beitrag von piratenauge »

Danke, manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht.
Auf der Karte sind auch drei Kühltürme erkennbar.
Denke das Foto wurde auf Rheinelbe gemacht.
Es gibt 2 Wörter die dir im Leben
viele Türen öffnen werden -
ziehen und drücken.
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Gast
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Beitrag von Gast »

piratenauge hat geschrieben:Danke, manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht.
Auf der Karte sind auch drei Kühltürme erkennbar.
Denke das Foto wurde auf Rheinelbe gemacht.
Sehe ich auch so. Vor dem Lokschuppen! :ja:

Josel
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Beitrag von Josel »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Aber vielleicht kannst Du mehr zur Wärmeerzeugungsanlage in Erfahrung bringen?
Ich habs mal ganz vorsichtig versucht, man will solchen älteren Herrschaften ja nicht vor den Kopf stoßen, indem man immer wieder dasselbe fragt...

Wenn ich alles Gehörte zusammenfasse, so scheint mir, als sei das Kraftwerk mit der beschriebenen Wäsche-Reste-Verblase-Technik in erster Linie zur Stromgewinnung genutzt worden. (Ist denn überhaupt die Existenz dieses Kraftwerkes belegt?) Die gesamte Siedlung am Nattmannsweg muss wohl in den 50/60ern direkt von dort (für die Bewohner kostenlos) mit Strom versorgt worden sein, zumal dort ohnehin nur Rheinelbe-Angehörigen wohnten und Rheinelbe wohl auch Vermieter der Wohnungen war.

Aber die Quelle bleibt dabei: Es habe am Nattmannsweg auch "Angestellten-Wohnungen" gegeben, die damals schon Heizkörper hatten und mit Fernwärme aus diesem Kraftwerk versorgt wurden.

Tja, nähere Beweise für die Existenz habe ich freilich nicht.

J.
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Hallo Josel,

danke für den Versuch, etwas mehr an Aussagen zu diesem Thema zu erhalten. Ich werde auch versuchen, anhand älterer Unterlagen Licht in dieses Thema zu bringen.
Eines ist sicherlich gewiss, ein Kraftwerk mit kombinierter Strom und Wärmeerzeugung war das sicherlich nicht, bestenfalls eine größere Heizanlage für mehrere Wohnhäuser, die dann häufig von den Bewohnern auch als Fernwärmeversorgung bezeichnet wurde.
Aber vielleicht finden wir ja noch weitere Informationen.

Karlheinz Rabas
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Heinz
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Beitrag von Heinz »

In den 80er Jahren wurde die Dahlbusch Villa Steeler Straße Rotthausen auch mit Fernwärme von Delog beheizt. Jedenfalls wurde das so genannt.
Am Wochenende viel die Heizung häufig aus, angeblich, weil dort die Glasproduktion runtergefahren wurde.
Später fiel die Heizung dauernd / ständig aus, weil die Leitung so marode war, dass sie das Erdreich erwärmte und am Haus kaum noch etwas ankam. :D
Dafür sah man aber am geschmolzenem Schnee, wo die Leitungen lang liefen 8)

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Heinz,

das ist nicht die Technik, die man unter Fernwärme versteht. Die Villa Steeler Straße war lediglich an das Heizungssystem der Delog/Flachglas angeschlossen.

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glückauf
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Beitrag von glückauf »

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Seltene Ansichtskarte gelaufen 03.09.1907.

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glückauf
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Beitrag von glückauf »

Die Jungs waren auch schon dort.

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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Hallo Klaus,

Du sollteste eigentlich zwischen den Zechen Alma und Rheinelbe unterscheiden können. Die Postkarte zeigt die Zeche Alma.

Kalrheinz Rabas
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Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Zu der Wachmannschaft.

Auf der Zeche Rheinelbe hat es im 1. Weltkrieg ein großes Gefangenenlager gegeben. Zeichnungen der Gefangenenunterkünfte gibt es in der Bergbausammlung.

Karlheinz Rabas
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glückauf
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Beitrag von glückauf »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Hallo Klaus,

Du sollteste eigentlich zwischen den Zechen Alma und Rheinelbe unterscheiden können. Die Postkarte zeigt die Zeche Alma.

Kalrheinz Rabas
Glückauf Karl Heinz,
auf der Karte steht oben Zeche Rheinelbe Schacht Alma.
Gruß
Klaus
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Beitrag von Schacht 9 »

Nach Gründung der Gelsenkirchener Bergwerks-AG im Jahre 1877 erwarb diese Gesellschaft die bis dahin selbstständigen Gewerkschaften der Zeche Rheinelbe und der Zeche Alma und konsolidierte sie.

Ab 1878 wurde die Zeche als Vereinigte Rheinelbe & Alma geführt. Die Schachtanlagen wurden als getrennte Förderanlagen mit gemeinsamer Werksdirektion geführt.
Aus Wikipedia

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Hallo Klaus, hallo Schacht 9,

was auf einer Postkarete steht, ist nicht immer richtig.
Wenn wir uns mit unseren Zechen historisch beschäftigen, müssen wir schon bei den einzelnen Anlagen bleiben und nicht bei den verschiedenen Verbundbetrieben.
Natürlich ist es richtig, das die Zeche Rheinelbe mit der Zeche Alma zu 'ver. Rheinelbe & Alma' verbunden worden ist.
Später hat es noch weitere Verbundanlagen gegeben, wobei die ersteren (die älteren) dann immer wieder abgeworfen wurden. Hierzu nachstehend eine Aufstellung.

Alma + Rheinelbe >> Ver. Rheinelbe-Alma 27. 10. 1877
Ver. Rheinelbe-Alma + Holland >> Holland/Rheinelbe-Alma 01. 06. 1931
Holland/Rheinelbe-Alma + Bonifacius >> Holland/Bonifacius 01. 12. 1966
Holland + Zollverein >> Zollverein/Holland 1973
Zollverein/Holland + Nordstern >> Nordstern/Zollverein 01. 01. 1983
Nordstern/Zollverein + Consol >> Consol/Nordstern 1985
Consol/Nordstern + Hugo >> Hugo/Consol 01. 10. 1993
Ewald + Schlägel & Eisen >> Ewald/Schlägel & Eisen 12. 12. 1989
Ewald/Schlägel & Eisen + Hugo >> Ewald/Hugo 01. 07. 1997
Stillegung Hugo/Ewald 2000

Wenn Ihr dieser Logik folgt, dürftet Ihr bei Eurer Anlage auch nicht nur von Hugo sprechen.
Auch die Zusammenschlüsse aus jüngster Zeit sollte man hier betrachten, z.B. das Bergwerk Lippe. Auch hier muß man schon von der Zeche Westerholt oder von der Zeche Polsum reden, wenn die Anlage gemeint ist.

Glückauf
Karlheinz Rabas
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stulle
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Beitrag von stulle »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:Auch die Zusammenschlüsse aus jüngster Zeit sollte man hier betrachten, z.B. das Bergwerk Lippe. Auch hier muß man schon von der Zeche Westerholt oder von der Zeche Polsum reden, wenn die Anlage gemeint ist.
Polsum war aber nie eine eigenständige Zeche, sondern schon immer ein Seilfahrtsstandort des Bergwerks Westerholt. Geplant war es zwar dort auch zu fördern, aber schon wärend des teufen entschied man sich für den Seilfahrtsstandort.

Weiter ist das Bergwerk Lippe durch den Zusammenschluß des Bergwerks Westerholt und Fürst Leopold entstanden.




mfG
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Beitrag von glückauf »

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Hier eine Ansichtskarte von mir gemalt aus dem Jahre 2001. Noch erhältlich im kleinen Museum.
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