Zeche Rhein-Elbe

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

Moderatoren: Redaktion-GG, Verwaltung

Benutzeravatar
brucki
Beiträge: 9291
Registriert: 23.02.2007, 22:50
Wohnort: Ückendorf

Beitrag von brucki »

Josel hat geschrieben:Die Angabe "Blick von der Virchowstr." ist aber leicht irreführend. Meines Erachtens steht der Betrachter auf der Rheinelbestraße, während die (heutige) Virchowstraße vor ihm parallel zum Tor verläuft.
Sehe ich genauso. Habe lange darüber gerätselt, wo die Verrwaltungsgeäude standen. Jetzt ist alles klar. Das Bild ist echt spitze. Danke Schacht9!!!

Hier gibt's übrigens noch Infos und Fotos - nicht nur zu Rheinelbe!

http://www.der-foerderturm.de/rheinal/r ... rt-ger.htm
http://www.der-foerderturm.de/rheinal/r ... te-ger.htm
http://www.der-foerderturm.de/rheinal/r ... ge-ger.htm

Benutzeravatar
Heinz O.
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 15628
Registriert: 10.04.2007, 19:57
Wohnort: Erle bei Buer in Gelsenkirchen
Kontaktdaten:

Beitrag von Heinz O. »

Bild
Schautafel am Radweg Bochumerstr./nähe Parkstraße
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

4cholvski
Abgemeldet

Beitrag von 4cholvski »

hab da ma ne frage:


who are these guys ???


Bild




kleiner tip:


is' nich' chicago !!! :lachtot:
Zuletzt geändert von 4cholvski am 11.10.2008, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.

erloeser
Abgemeldet

Chicago auf Rheinelbe

Beitrag von erloeser »

@4cholwski
das sind wahrscheinlich dieselben Ganoven wie auf diesem Foto hier aus dem Fred zu Fritz Szepan:
erloeser hat geschrieben: Zeum Schluss noch ein Foto aus dem Jahre 1933. Es zeigt die Schalker Mannschaft "in zivil" Könnten allerdings auch Al Capone und seine Gangster sein ;-) Bild
(Quelle: Bayrische Landeszentrale)

ziemlich mittig im grauen Trenchcoat, Fritz Szepan. Links außen, Ernst Kuzorra

4cholvski
Abgemeldet

Beitrag von 4cholvski »

heute würden wir untertiteln


gamaschen 'ede' und rin-tin-tin mit freunden aus dem männerchor !!



nich' ganz zutreffend !!!



das foto datiert um 1948 und ist betitelt.

RASSEHUNDESCHAU RHEIN-ELBE

tiborplanet_de
Abgemeldet

Beitrag von tiborplanet_de »

Chronik Ruhrgebiet hat geschrieben:Feuerwehr auf Rheinelbe probt Ernstfall
13. September 1901:Im Rahmen des achten Allgemeinen Deutschen Bergmanntages, findet auf der Zeche Rheinelbe eine Übung der Zechenfeuerwehr statt.Die Feuerwehr der Schachtanlage verfügt um die Jahrhundertwende über mehrere Mannschafts und Gerätewagen,sowie 14 Feuerspritzen und eine eigene Telegrafenstation.
Bild
EDIT:Dieser Bergmannstag wurde 1901 in Dortmund begangen

PEDY1965
Beiträge: 849
Registriert: 23.05.2008, 21:09
Wohnort: Neustadt/Schalke/Altstadt/heute Resser Mark

Beitrag von PEDY1965 »

Schacht 9 hat geschrieben:@Josel: Woher stammt das Bild der Verwaltungsgebäude von 1913?
Dieses Bild war mal in einem Gelsenkirchen Kalender.

@Josel:Ist das der legendäre Sitz der GBAG? Und wo genau standen diese Gebäude?
Bild
Eingang zur Zeche Rhein Elbe mit Verwaltungsgebäude. Blick von der Virchowstraße.
Ich habe dieses Foto (es wurde fast an der gleichen Stelle fotografiert) heute von meinem Vater bekommen. Der Fotograf stand auf meinem Foto etwas weiter in der Rhein-Elbe-Straße und es wurde ca. 40 oder 50 Jahre später aufgenommen.
LGPedy1965
Bild

Benutzeravatar
hoppi
Beiträge: 584
Registriert: 18.01.2009, 19:18
Wohnort: Gelsenkirchen

Re: Frage zum Gelände Gelsenk. Hohenzollernstr Ecke Wildebb

Beitrag von hoppi »

Thunderace hat geschrieben:Hallo...
Bin letztens an der großen Industriebrache im
Bereich Hogenzollern/Ückendorfer ecke Wildebruch
vorbeigefahren und frage mich krampfhaft was die
zwei Brückenähnlichen Beton Strukturen sind die da
stehen geblieben sind.
Ich vermute das es Kokereibatterien sind??

Gruß Holger
Das sind die ehemaligen Erzbunker des "Schalker Vereins". Massen an purem Beton, zu teuer zum sprengen :) Also bleiben sie stehen und auf ihnen wird ein Solarkraftwerk für das neue Gewerbegebiet gebaut (oder ist z.T. schon, so weit ich weiß).

Karlheinz Rabas
Beiträge: 1541
Registriert: 26.11.2006, 12:45
Wohnort: Gelsenkirchen

Gefangenenlager Rheinelbe im Ersten Weltkrieg

Beitrag von Karlheinz Rabas »

Im Ersten Weltkrieg hat es im Bereich der Zeche Rheinelbe auf dem früheren Langeschen Hof an der Krayer Straße in Leithe ein Gefangenenlager gegeben. Hat darüber jemand nähere Informationen?

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

Benutzeravatar
Neustädter
Beiträge: 482
Registriert: 02.08.2008, 20:59
Wohnort: Gelsenkirchen und Bacoor, Philippinen

Eingang Skulpturenwald

Beitrag von Neustädter »

Habe heute am Eingang des Skulpturenwaldes auf dem Gelände der früheren Zeche Rhein-Elbe dieses Bauwerk gesehen und weiß nicht, um was es sich mal gehandelt hat.

Wer kann mir weiterhelfen?

Bild

Bild

pito
Abgemeldet

Beitrag von pito »

Es ist der ehemalige Sprengstoffbunker der Zeche Rheinelbe.

Noch bis letzten Sommer beherbergte es eine Kunstinstallation mit Schwarzlicht von Herman Prigann, die allerdings von Vandalen zerstört wurde:
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... php?t=4344

udalerich
Beiträge: 85
Registriert: 10.11.2009, 18:54
Wohnort: Brüggen
Kontaktdaten:

Werbung in Masuren für den Bergbau

Beitrag von udalerich »

Karlheinz Rabas hat geschrieben:
Josel hat geschrieben:@Karlheinz Rabas

Kurze Frage an den ausgewiesenen Rheinelbe-Experten: In alten Dokumenten zur GBAB wird Rheinelbe gelegentlich wie eine Ortsangabe verwendet. So habe ich mal einen Aufruf von Kirdorf an die Streikenden des Großen Bergarbeiterstreiks gesehen, der mit "Rheinelbe, den..." unterzeichnet war. Besonders irritierend aus heutiger Sicht ist auch der Titel der Festschrift zum 25jährigen Bestehen der GBAG: "Zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestehens Der Gelsenkirchener Bergwerks-Actien-Gesellschaft zu Rheinelbe bei Gelsenkirchen. 1873 - 1898."

War das damals auf allen Zechen so üblich oder befand man sich in einer gefühlten Ückendorf-Exklave?

PS: Ist die Festschrift auch in Eurem Archiv?
J.

Hallo Josel,

ich hatte zwar schon gestern die Fragen beantwortet, aber irgendwie ist die Antwort auf der Strecke geblieben. Also nochmal:

Die Zechen waren relativ große umschlossene Anlagen, allgemein nicht zugänglich und sehr häufig wurde dann nur von der Zeche gesprochen, wie hier von Rheinelbe. Ich kenne solch Bezeichnungen auch von Zollverein und hier aus vielen Briefen. Man schieb z.B.: "Zollverein, den ...". Praktisch war das vor allem bei den Zechen, deren Fläche in mehreren Dörfen, Gemeinden oder Städten lag. Auch hier ist Zollverein ein gutes Beispiel. Was hätte man denn schreiben sollten? Katernberg oder Stoppenberg oder Schonnebeck, so war es doch einfacher, nämlich 'Zollverein'.

Die Festschrift haben wir natürlich in der Bergbausammlung.

Karlheinz Rabas
Mein Großvater ist mit seiner Familie (Umfang kenne ich nicht) irgendwann in der oben beschriebenen Zeit nach Ückendorf gekommen.
Wahrscheinlich waren Werber in Masuren unterwegs, die Arbeiter für den bergabu angeworben haben.
Ich weiß nicht (hab ich ja schon mal hier beschrieben) auf welcher Zeche mein Großvater überall gearbeitet hat (Holland/Alma/RheinElbe). Zum Schluss gehörte ja alles zusammen.
Gibt es Unterlagen, wo Werber für den Bergbau im deutschen Osten (und darüber hinaus, denn die Eltern meiner Großmutter waren Polen und natürlich auch im Bergbau) unterwegs waren und ist dokumentiert, wen sie geworben hatten?
Wie lief das eigentlich ab.
Hatten die Arbeiter hier eine Zieladresse, sie brauchten dann ja eine Unterkunft.
Wer zahlte denn die Reise.
Ist überhaupt möglich herauszufinden, wann mein Großvater bzw. urgroßvater nach Ückendorf kam?

Benutzeravatar
Benzin-Depot
Mitglied der Verwaltung
Beiträge: 16668
Registriert: 19.01.2008, 02:38
Wohnort: Gelsenkirchen

Re: Werbung in Masuren für den Bergbau

Beitrag von Benzin-Depot »

udalerich hat geschrieben:Mein Großvater ist mit seiner Familie (Umfang kenne ich nicht) irgendwann in der oben beschriebenen Zeit nach Ückendorf gekommen.
Wahrscheinlich waren Werber in Masuren unterwegs, die Arbeiter für den bergabu angeworben haben.
(...)Wie lief das eigentlich ab.

Hatten die Arbeiter hier eine Zieladresse, sie brauchten dann ja eine Unterkunft.
Wer zahlte denn die Reise.
Ist überhaupt möglich herauszufinden, wann mein Großvater bzw. urgroßvater nach Ückendorf kam?
BildArbeitervermittler Inserat / Theodor Riebenstahl

Um 1900 boten Vermittlerfirmen mit solchen Inseraten, den hiesigen Bergbau- und Hüttenbetrieben, Arbeiter aus den Ostgebieten an.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

udalerich
Beiträge: 85
Registriert: 10.11.2009, 18:54
Wohnort: Brüggen
Kontaktdaten:

Re: Werbung in Masuren für den Bergbau

Beitrag von udalerich »

Das heißt, die Werber kamen nicht von den Zechen sondern von diesen Arbeitsvermittlern.
Wie lief denn so was ab? Da kamen dann die Arbeiter aus dem fernen Osten und warteten hier auf ihre Vermittlung?

Karlheinz Rabas
Beiträge: 1541
Registriert: 26.11.2006, 12:45
Wohnort: Gelsenkirchen

Beitrag von Karlheinz Rabas »

@ udalerich

In aller Regel waren die Vermittler Mitarbeiter der Zechengesellschaften, die an den Wohnorten der Beworbenen direkte Verträge für die Beschäftigung auf einer bestimmten Zeche im Ruhrgebiet abschlossen. Dabei wurde nicht nur mit der Arbeit auf der Zeche geworben, sondern auch mit den zusätzlichen Leistungen, wie Wohnung in einem Siedlungshaus, Stall, Garten usw.
Vermittlungsfirmen hat es sicherlich auch gegeben, nur nach meinem Kenntnisstand waren diese eher die Ausnahme.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

Antworten