Ewaldstraße Resse

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postminister
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Beitrag von postminister »

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Gelsenkirchen= dreckig,verbaut,grau,alt,industriell,verkommen und auf keinen Fall liebenswert!!!!!!

Manf35
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Beitrag von Manf35 »

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Blick in die Ewaldstr. In nördlicher Richtung um 1943/44.
Das erste Haus ist die Gaststätte Lanfer, Vereinslokal des VfL Resse 08.
Rechts war alles Zechengelände, der Holzplatz und die Ziegelei und hier auf dem Zechengelände war auch ein Lager russischer Kriegsgefangener, die auf der Zeche arbeiten mußten.
Arbeit bis zum Umfallen, schlechte Ernährung und Mißhandlungen hatten unter den Russen eine hohe Todesrate zur Folge. Es gab den Aufruf: "Ihre Arbeitskraft ist auf das schärfste anzuspannen!". Den Russen zu helfen, war lebensgefährlich. Heute sind keine sichtbaren Spuren mehr vorhanden. Auch an den Verbleib der verstorbenen russischen Gefangenen erinnert in Resse nichts.
In dem Waldstück Ecke Münsterstr. / Wiedehopfstr. in Richtung Bismarck VII / VIII zwischen der Zechenbahn und der Wiedehopfstr., gab es ein weiteres Lager von russischen Strafgefangenen, die auf Ewald 3 / 4 in Resse eingesetzt waren.

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Manf35 hat geschrieben: In dem Waldstück Ecke Münsterstr. / Wiedehopfstr. in Richtung Bismarck VII / VIII zwischen der Zechenbahn und der Wiedehopfstr., gab es ein weiteres Lager von russischen Strafgefangenen, die auf Ewald 3 / 4 in Resse eingesetzt waren.
Klasse Foto :up:

in dem Waldstück befanden sich vor 2 Jahren noch Teile der Umzäunung, sehr stark über wachsen und weit ab von den Wanderwegen, daher sehr schwer zu finden.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

koelleken69
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Beitrag von koelleken69 »

Wie furchtbar. Das hat mir bisher keiner gesagt. Wenn das auf dem Foto Lanfer ist, dann ist doch davor heute die Tankstelle und die Zufahrt zur Engelbertstraße, oder?
" Höre nie auf anzufangen, und fange nie an aufzuhören !"

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Emscherbruch
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Beitrag von Emscherbruch »

Manf35 hat geschrieben:Rechts war alles Zechengelände, der Holzplatz und die Ziegelei und hier auf dem Zechengelände war auch ein Lager russischer Kriegsgefangener, die auf der Zeche arbeiten mußten.
Arbeit bis zum Umfallen, schlechte Ernährung und Mißhandlungen hatten unter den Russen eine hohe Todesrate zur Folge. Es gab den Aufruf: "Ihre Arbeitskraft ist auf das schärfste anzuspannen!". Den Russen zu helfen, war lebensgefährlich. Heute sind keine sichtbaren Spuren mehr vorhanden. Auch an den Verbleib der verstorbenen russischen Gefangenen erinnert in Resse nichts.
In dem Waldstück Ecke Münsterstr. / Wiedehopfstr. in Richtung Bismarck VII / VIII zwischen der Zechenbahn und der Wiedehopfstr., gab es ein weiteres Lager von russischen Strafgefangenen, die auf Ewald 3 / 4 in Resse eingesetzt waren.
@Manf35: Endlich ein alter Resser Zeitzeuge im Forum. Klasse!
Dazu hatte ich vor einiger Zeit ein paar Fragen, siehe http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 769#199769
Stell dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.

AlterMann
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Beitrag von AlterMann »

Manf35 hat geschrieben: . . . und hier auf dem Zechengelände war auch ein Lager russischer Kriegsgefangener, die auf der Zeche arbeiten mußten.
Arbeit bis zum Umfallen, schlechte Ernährung und Mißhandlungen hatten unter den Russen eine hohe Todesrate zur Folge. Es gab den Aufruf: "Ihre Arbeitskraft ist auf das schärfste anzuspannen!". Den Russen zu helfen, war lebensgefährlich. Heute sind keine sichtbaren Spuren mehr vorhanden. Auch an den Verbleib der verstorbenen russischen Gefangenen erinnert in Resse nichts.
In dem Waldstück Ecke Münsterstr. / Wiedehopfstr. in Richtung Bismarck VII / VIII zwischen der Zechenbahn und der Wiedehopfstr., gab es ein weiteres Lager von russischen Strafgefangenen, die auf Ewald 3 / 4 in Resse eingesetzt waren.
Späte Erkenntnis!

Es gehörte in den Kriegsjahren zum normalen Alltag, daß mehrmals am Tag zwei unauffällige dunkle Busse dicht hintereinander durch die Franz-Bielefeld-Straße fuhren.
Die Insassen machten einen fremdländischen Eindruck, trugen sämtlich Arbeitskleidung und wurden, wie vermutet wurde, zur Arbeit gebracht und von dort später wieder abgeholt. "Die Arbeiter" hieß es.
Weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß der Bus von Tür zu Tür führe, um die Arbeiter einzeln einsteigen zu lassen, habe ich irgendwo in der Stadt einen Treffpunkt für das gemeinsame Einsteigen vermutet.
Durch die Beiträge von Manf35 beginne ich jetzt, nach mehr als 65 Jahren, zu ahnen, was ich damals als Kind gesehen habe und wo die vermutete gemeinsame Einsteigestelle lag: In einem der von Manf35 genannten oder noch nicht genannten Arbeits-/Gefangenenlager. Es werden die Insassen dieser Läger gewesen sein, die da transportiert wurden!
Der Gedanke, daß es sich um Gefangene gehandelt haben könnte, ist mir nicht gekommen, denn die gestreifte Gefängniskleidung, die man von den Arbeitseinsätzen der "normalen" Gefangenen in der Stadt kannte, ist mir bei diesen Menschen nie aufgefallen.
Der Bus-Unternehmer, dessen Name ich vergessen habe, soll sich für diese Farten extra einen zusätzlichen Bus angeschafft haben, erzählte man sich. Büssemeier aus der Nachbarschaft war es nicht (meine ich).

AlterMann

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Manf35 hat geschrieben: In dem Waldstück Ecke Münsterstr. / Wiedehopfstr. in Richtung Bismarck VII / VIII zwischen der Zechenbahn und der Wiedehopfstr., gab es ein weiteres Lager von russischen Strafgefangenen, die auf Ewald 3 / 4 in Resse eingesetzt waren.
ehemaliges Lager
Micha

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koelleken69
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Beitrag von koelleken69 »

Kann mir jemand sagen, warum ich an der Kreuzung Ewald/Middelicher Straße nicht Richtung Herten fahren kann?
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Dieter
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Jau!!

Beitrag von Dieter »

Straße gesperrt weil an einem Haus größere Reperaturarbeiten ausgeführt werde.
Bauarbeiten am Haus Ewaldstr. 45

Gruß
Dieter
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten, wer nicht fragt, bleibt ein Narr sein Leben lang.

koelleken69
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Beitrag von koelleken69 »

Ist ja Wahnsinn! Dafür wird der ganze Verkehr umgeleitet? Kann man kaum glauben!
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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

[center]aus der Sammlung Karl-Heinz Weichelt

Bild
[/center]
Micha

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Mark
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Beitrag von Mark »

Im ehemaligen Gebäude der Flake-Apotheke hat nun der mittlerweile fünfte Bäcker auf
der Ewaldstrasse eröffnet. Soviel Brot können die Resser gar nicht futtern und zur Geschäftsvielfalt sehe ich da auch nichts positives
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

koelleken69
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Beitrag von koelleken69 »

EIMERALARM IN RESSE
Meine Mutter hat mir heute erzählt, ganz Resse läuft mit roten Eimern durch die Gegend. Hintergrund ist der neue Imbiss im ehemaligen Schlautmann-Haus. Dort soll nun Fichtners Pommesbude neu eröffnet haben. Man munkelt, das Ehepaar wäre getrennt und er ( der Schwiegersohn ) hätte sich am neuen Standort niedergelassen. In den roten Eimern war gestern Erbsensuppe für einen Euro. Heute gab es Currywurst für einen Euro.
Auch der Metzgerladen wird an neuer Stelle ( Ecke Arminiusstraße ) eröffnet. Allerdings auch unter neuem Namen.
Habt ihr auch alle einen neuen Eimer?
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blockka04
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Beitrag von blockka04 »

Currywurst im Eimer??? :shock:
Selbstverständlich klauen Dir Ausländer Deinen Job! Aber wenn Dir jemand ohne Geld, Kontakte und Sprachkenntnisse Deinen Job wegnehmen kann, bist Du vielleicht einfach nur Scheiße!“ Louis C.K.
Que hora son mi corazon! (Manu Chao)

Mark
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Beitrag von Mark »

Wo ist das Schlautmann-Haus?

Bin heute noch über die Ewaldstrasse gefahren, habe da aber nicht drauf geachtet.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

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