Backsteinhaus - Bochumer Straße

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brucki
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Beitrag von brucki »

Hier:

http://www.buergerforum-hsh.de/archiv.p ... uchstabe=B

steht folgendes:


Bochumer Str. 214 - ehem. Direktorenvilla der Rheinelbe Bergwerks-AG

Typ: Jugendheim
Stadtteil: Ückendorf
Bauzeit: 1899
Architekt:
Bauherr:
Denkmal seit: 06.10.1987

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Bummi
Beiträge: 1138
Registriert: 18.01.2009, 23:44
Wohnort: GE-Ückendorf

Jugenheim, Kinderpflegeheim - und davor ???

Beitrag von Bummi »

Hallo allerseits,
sorry, dass ich diesen alten Fred mal wieder hochhole, aber da ich das Haus gut kenne, brennt es mir regelrecht unter den Nägeln.
Meines Wissens nach, waren die Falken in den 60 / 70’ern nur in dem flachen Gebäude angesiedelt, wo heute der städt. Kindergarten ist.
In der daran angrenzenden Hausmeisterwohnung lebten bis vor ein paar Jahren noch Mimi und Erich Leschke ... die Ur-Gesteine der Gelsenkirchener Falken. Die SPD Ückendorf-Süd tagte dort -soweit ich weiß- unter dem Vorsitzenden Herrn Theo Körner. (Frau Thea Meinke war doch vom ASF Bezirksvorsteherin Süd - oder !?)
Während die Falken im heutigen Kindergarten residierten, waren im großen Haus (heutiges Jugendheim) zumindest die beiden oberen Etagen als Wohnungen genutzt.

Aber zu Beginn dieses Freds wurde ja nach dem großen Gebäude gefragt und ich weiß nur soviel:
Meine Mutter absolvierte irgendwann zwischen 1949 – etwa 1951 in diesem Haus ein Praktikum zur Säuglingsschwester. Damals waren in dem Haus viele Kinder und Babys bis zu 6 Wochen lang untergebracht, deren Mütter -aus welchen Gründen auch immer- nicht für sie sorgen konnten (Krankenhausaufenthalt, Kur o.ä.). Träger der Einrichtung war nach Auskunft meiner Mutter sowas wie ein Wohlfahrtsverband verschiedener Zechen – sie nannte es „Werksführsorge“. Sie hat auch noch Fotos von dem Haus, worauf man die Säuglingsschwestern mit ihren Schützlingen auf dem Balkon sehen kann. Im heutigen „Cafe Kännchen“ befand sich seinerzeit das große Spielzimmer der Kinder ... mit eingebauten Holzbänken rundum. Der heutige Saal mit Bühne war der Speisesaal.
Andere ältere Ückendorfer bezeichnen mir gegenüber das Haus auch immer als ehemaliges Kinderpflegeheim der Zeche.
In dem Runderker war zu dieser Zeit auch ein kleiner Kaufmannsladen.
Habe aber nicht herausbekommen, von wem genau -oder wie lange- sowohl Heim als auch Laden betrieben wurden ... :cry:
Leider habe ich nicht mehr fundierte Infos zu diesem Haus bekommen können .... aber der heutige Heizungskeller sieht wirklich aus, als wäre er früher mal geflutet gewesen – also war es wohl doch mal eine feine Direktorenvilla mit eigenem Swimmingpool !? Wenn irgendjemand noch mehr zu diesem Gebäude, seinen Bewohnern und der alten Geschichte dieser Mauern sagen kann, fänd ich das ganz toll. Danke im Voraus!!!
Liebe Grüße, Bummi
Gut gemeint ist längst nicht gut gemacht !!!

jvm
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Beitrag von jvm »

Nur zur Bestätigung: Das linke Gebäude war eher das Gebäude der Falkenjugend und dort spielten in den 70er-Jahren auch tatsächlich die Schachfreunde Ückendorf.
Cirka 1975 habe ich mit "Gleichgesinnten" mal versucht, im rechten Gebäude (dem größeren mit den Rundbögen) eine interdisziplinäre Kultur-Veranstaltungsreihe zu etablieren: Instrumentalkünstler, Kabarett, Literatur, Ausstellungen etc. Eine Veranstaltung stellten wir sogar auf die Beine, u.a. war der junge Piet Klocke dabei und ausgestellt wurden damals Arbeiten eines Ralf Herrmann(?). Der Raum"besorger" Klaus K. (einst Fahrer des Bibliothekbusses der StaBü und Mitglied einer Kleinkunstbühne??) lwar ebfls. den Falken und der SPD verbunden, was vermuten läßt, dass auch dieses rechte Gebäude in deren "Obhut" war. Zu lange her :cry:

cue
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Beitrag von cue »

Arbeiten eines Ralf Herrmann(?)
Ralph Herrmann, geb. Ge-Buer, jetzt Recklinghsn, Alelier Artur? Könnte passen.

jvm
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Beitrag von jvm »

cue hat geschrieben:
Arbeiten eines Ralf Herrmann(?)
Ralph Herrmann, geb. Ge-Buer, jetzt Recklinghsn, Alelier Artur? Könnte passen.
Ja, das wird er sein. Er gehörte eine Weile wohl auch zur GE-Künstlergruppe Chamäleon. Mensch Mensch, wo und wie haben wir damals nicht versucht, interdisziplinärer Kunst eine Bühne zu bieten... Wir fragten nicht nach Kohle von der Stadt, sondern nur: Wen kennen wir, den andere kennenlernen sollten und dann wurde irgendetwas organisiert. Und Publikum kam immer. Wie trist ist GE diesbzgl. dagegen heute... Wenn sich hier zwei Autoren zur Gründung einer Gruppe träfen, würde zumindest einer sofort sagen: "Die Stadt müßte aber..." Aber das ist ein anderes Thema...

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