Sisyphos Tag und Nacht - Polizeialltag - Gefährliches GE?

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alfons1967
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Beitrag von alfons1967 »

Auch für mich unfassbar!
Der Verursacher ist wieder auf freiem Fuß.
Ein Kamikaze-Fahrer, der ohne Rücksicht auf Leib und Leben seiner Mitbürger durch die Straßen brettert, Sachbeschädigung, Körperverletzungen und im schlimmsten Fall sogar den Tod von Passanten billigend in Kauf nimmt, der gehört aus dem Verkehr gezogen!

Alfons
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gutenberg
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Beitrag von gutenberg »

rascall hat geschrieben:
Dem Befürworter von Haschisch oder ähnlichem Gemüse wünsche ich wahrlich nichts schlechtes. Höchstens einen kleinen Blechschaden bei der Verfolgungsjagd in der Stadt der Städte.
Wie häufig geschieht dergleichen unter der Einwirkung von Cannabis und wie häufig unter Alkohol?

Kiffer sind im allgemeinen friedfertiger als Säufer, aber Ausnahmen bestätigen wohl auch hier wieder die Regel.
Einer der größten Deutschen Kabarettisten, wenn nicht der größte nach Werner Finck und vor Dieter Hildebrandt, Wolfgang Neuss, litt in der Nachkriegszeit unter heftigsten Schmerzen einer Kriegsverletzung. Er war nicht der einzige, dem es so ging. Ich kannte jemanden, der Vater einer ehemaligen Freundin (auch ich war mal jung), der sich, wenn die Schmerzen, die unzählige Granatsplitter in seinen Knochen verursachten, sich die "Steinhäger-Kur", gab. Meist zurückgezogen in seinem Taubenschlag. Die Familie, die Nachbarn und die Freunde wussten Bescheid und akzeptierten das.
Neuss wählte den "sanften Weg" und begann, täglich Haschisch zu konsumieren. Dem einst brillant schlagfertigen Kommentator politischer Parolen, fielen dann solche Sachen ein, wie "auf deutschem Boden soll nie wieder ein Joint ausgehen". Er verwahrloste völlig und starb zahnlos und das Gesicht von den Wirkungen des sanften Wegen gezeichnet, lange vor seiner Zeit. Sein Vermächtnis, in letzter heller Stunde abgegeben, lautete: Leute, lasst die Finger von dem Dreckzeug. Er sprach mal in einem Interview von den Dämonen, die ihn nicht mehr in den Schlaf kommen ließen.
Ich bin der letzte, der seinen Mitmenschen vorschreibt, wie sie zu leben haben, aber ich glaube, dass man den Alkoholabusus nicht mit dem Dauerkonsum von Cannabis gleichstellen kann. Es ist wohl beides schrecklich. Und deshalb sollte man das "Gras" nicht verharmlosen, indem man Gebetsmühlenartig wiederholt, dass der Alkohol genauso schlimm sei. Nur weil es Bankräuber gib, ist der Internetbetrüger kein Ehrenmann.

Neu-Resser
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Beitrag von Neu-Resser »

rascall hat geschrieben: Wie häufig geschieht dergleichen unter der Einwirkung von Cannabis und wie häufig unter Alkohol?
Na ja, man bekommt Alkohol aber auch an jeder Ecke, im Gegensatz zu Cannabis und damit ist auch der Anteil der Konsumenten höher.
rascall hat geschrieben: Kiffer sind im allgemeinen friedfertiger als Säufer, aber Ausnahmen bestätigen wohl auch hier wieder die Regel.
Dabei geht es aber in erster Linie um das verzögerte Reaktionsvermögen obgleich es sich um Alkohol oder Cannabis handelt. Auch ein Handy verzögert das Reaktionsvermögen, weil man sich auf das Gespräch/SMS konzentriert, daher ist das ja auch verboten.

Des Weiteren sind Menschen, die unter Alkoholeinfluß aggressiv werden, auch schon vorher so. Alkohol macht nicht aus Schlaftabletten plötzlich Psychos, sondern Alkohol vestärkt "nur" bereits vorhandene Charakterzüge.
Hier ( ) Nagel einschlagen für einen neuen Monitor

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

Neu-Resser hat geschrieben:Des Weiteren sind Menschen, die unter Alkoholeinfluß aggressiv werden, auch schon vorher so (...)
manche zeigen es nur nicht :wink:
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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rascall
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Beitrag von rascall »

euss wählte den "sanften Weg" und begann, täglich Haschisch zu konsumieren. Dem einst brillant schlagfertigen Kommentator politischer Parolen, fielen dann solche Sachen ein, wie "auf deutschem Boden soll nie wieder ein Joint ausgehen". Er verwahrloste völlig und starb zahnlos und das Gesicht von den Wirkungen des sanften Wegen gezeichnet, lange vor seiner Zeit. Sein Vermächtnis, in letzter heller Stunde abgegeben, lautete: Leute, lasst die Finger von dem Dreckzeug. Er sprach mal in einem Interview von den Dämonen, die ihn nicht mehr in den Schlaf kommen ließen.
Gegenbeispiel: Mein ältester Freund - wir kennen und schätzen einander seit 40 Jahren - kifft fast genau so lange wie ich ihn kenne. WENN er sich - mehrmals am Tage - "eine ansteckt", dann niemals puren Zigarettentabak, sondern stets "gewürzt" mit Cannabis. Er hat 1976 sein Abitur gemacht, hat mehrere Jahre die Welt bereist bzw. zeitweise im Ausland gelebt, spät studiert und arbeitet nun seit einigen Jahren sehr engagiert in einer Erziehungsberatungsstelle einer größeren Stadt im Ruhrgebiet.

Es gibt (einzelne) solche und (einzelne) solche und sie sind wahrscheinlich eher die Ausnahmen als die Regel.

Meiner persönlichen Erfahrung nach und auch aus meiner Arbeit kann ich nur sagen, dass zumindest in Hinblick auf die "Außenwirkung" Kiffer in der Regel "weniger schädlich" sind. Unter Cannabis-Einwirkung werden sicherlich weniger Gewalttaten verübt als unter Alkohol.

Ich selbst habe früher beides (und anderes ) konsumiert und kann sagen, dass die Auswirkungen des Alkohol weit verheerendere Folgen hatten als die von Haschisch.

Seit einem guten Vierteljahrhundert nun bin ich allerdings lieber "naturstoned", wie es hier schon mal von anderer Seite so treffend in den Raum geworfen wurde.

;-)
Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter(Ralf Waldo Emerson)

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gutenberg
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Beitrag von gutenberg »

@ rascall

Als es noch "das Ruhrgebiet" gab, als größte Industrieansammlung der Welt, und das war in meiner Kindheit tatsächlich so, hatten die Zechen Angst, dass ihnen die Bergarbeiter und Bergleute ausgingen. Dass ihnen trotz guter bis sehr guter Bezahlung die Leute fehlten, lag an der Stein-Staublunge, der Silikose. Die wütete in den 50er und 60er Jahren ganz furchtbar und unüberhörbar.
Aber jede Zeche, wo auch immer, hatte einen Rentner in der Siedlung, der alle Ängste ad absurdum führte, nach dem Motto: "Guckt euch den Gustav Klimaschefski an. 50 Jahre aufem Pütt, kerngesund und hatt gezz mit 80 nomma geheiratet. Datt dritte Mal. Von wegen Staub! Datt waa mal."
So scheint auch mit "normalen" Kiffern und "normalen" Konsumenten des "Feierabendbieres" zu sein. Deswegen sprach ich in anderen Beiträgen vom Abusus.

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rascall
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Usus

Beitrag von rascall »

So scheint auch mit "normalen" Kiffern und "normalen" Konsumenten des "Feierabendbieres" zu sein. Deswegen sprach ich in anderen Beiträgen vom Abusus.
Usus? Abusus? Die Grenzen scheinen mir fließend.

Für den einen ist es Usus, täglich Alkohol zu konsumieren, für den anderen Cannabis...

Wo fängt Abusus an?

Mir begegnen in unserer Stadt häufig Personen, deren Alkoholkonsum offensichtlich über das "übliche Maß" hinaus geht.
Cannabis-Konsumenten fallen mir eher selten auf - und wenn bemerke ich sie mehr durch den unverkennbaren Duft als auf Grund "unnormalen" Verhaltens.

Aber das ist nur meine Erfahrung.
Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter(Ralf Waldo Emerson)

Mark
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Beitrag von Mark »

Wenn ich bedenke, wieviele Leute in der letzten Zeit
von der Polizei angetroffen werden, die sich nach
Drogenkonsum an das Steuer eines PKWs setzen,
dann macht mir die "Sorglosigkeit", mit der Drogen
schöngeredet werden, arge Sorgen.

Nun hat die Polizei es nicht nur mit alkoholisierten,
sondern auch noch mit bekifften Fahrzeugführern zu tun,
die nicht nur sich, sondern besonders Unbeteiligte
gefährden.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

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gutenberg
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Beitrag von gutenberg »

Mark hat geschrieben:Wenn ich bedenke, wieviele Leute in der letzten Zeit
von der Polizei angetroffen werden, die sich nach
Drogenkonsum an das Steuer eines PKWs setzen,
dann macht mir die "Sorglosigkeit", mit der Drogen
schöngeredet werden, arge Sorgen.

Nun hat die Polizei es nicht nur mit alkoholisierten,
sondern auch noch mit bekifften Fahrzeugführern zu tun,
die nicht nur sich, sondern besonders Unbeteiligte
gefährden.
Genau DAS ist es.

Mark
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Beitrag von Mark »

Erst gestern wurden 6(!) PKW-Fahrer wegen Drogenkonsum
aus dem Verkehr gezogen!

Erschreckend! Alkohol ist schon schlimm, durch
Drogenkonsum verschlimmert sich die Gefahr im
Strassenverkehr immens!

Ein wirkliches Lob an die Polizei, die solche Menschen
unbarmherzig aus den Vetkehhr ziehen. Es bleibt
zu hoffen, dass letztlich die Justiz der guten
Arbeit der Polizei keinen Strich durch die Rechnung
macht.
Intellektuelle können über alles reden, aber nur wenige Intellektuelle können wirklich etwas machen.
-Helmut Schmidt- (und recht hat er!)

Josel
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Beitrag von Josel »

Die Gelsenkirchener Polizei greift auch bei Prominenten durch.

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/d ... Version=no

J.
Vertrödeln Sie keine Zeit mit dem Lesen von Signaturen!

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GE-Bohren in-GE
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Beitrag von GE-Bohren in-GE »

Tatort : Heinrich-König-Platz, Gestern 27.05.2014, gegen 11:30 Uhr.
Ein Ernawagen mit 2 Mann Besatzung
befährt mit Schrittgeschwindigkeit den Baustellenbereich.
Der Beifahrer ganz lässig den rechten Arm, in Manni-Manta-Manier in den Fensterrahmen abgelegt.
Und dann staunte ich nicht schlecht. :schockiert:
Mehrere male schnippte er die Asche seiner Zigarette während der Fahrt aus dem geöffneten Fenster.
Sah irgendwie "proll" und eines Ordnungshüters nicht gerade würdig aus.
Ich dachte immer, es gibt Dienstanweisungen, wo gewisse "Sachen" geregelt sind.
Da habe ich mich wohl geirrt :(
Hannes :winken:
[center]
Wenn Dir die Scheiße bis zum Hals steht, lass den Kopf nicht hängen[/center]

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fanthomas
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Beitrag von fanthomas »

Dabei hat er doch einen Panamera Fahrdienst (jedenfalls für die Gäste).
GE-Bohren in-GE hat geschrieben: Ein Ernawagen mit 2 Mann Besatzung
Sah irgendwie "proll" und eines Ordnungshüters nicht gerade würdig aus.
Waren die das? http://goo.gl/hIb7Bf

Taugenichts
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Beitrag von Taugenichts »

Wenn ich die Berichte von Anwesenden über den Polizeieinsatz von Montag in der Neustadt höre, frage ich mich, wie die Polizei die Respektlosigkeit und Unverschämtheit, die ihr von Leuten (überwiegend mit Migrationshintergrund) entgegengebracht wird, irgendwann in den Griff bekommen will.
Da werden Absperrungen (bei Baumfällarbeiten) ignoriert und die Polizei muss ausrücken, um Arbeiter zu schützen und letztendlich auch die besagten unverschämten Anwohner davor zu bewahren, sich selbst in Lebensgefahr zu bringen. Und die Beamten werden dafür noch beleidigt an angepöbelt!
Darf man wirklich dieses Thema völlig respektloser und z. T. krimineller Migranten nicht mehr ansprechen, weil man befürchten muss, gleich in eine braune Ecke gestellt zu werden?

Zwei Töchter (15+18) einer Bekannten waren am Montag zum Länderspiel in der Grugahalle.
Sie wurden beim Verlassen von einer Gruppe junger Männer mit o. g. Hintergrund angepöbelt und aufs widerlichste beleidigt, weil sie zum Spiel ein Deutschland- Trikot trugen. Wie gesagt, sie waren nicht als Schalker in Dortmund, sondern als deutsche in einer deutschen Stadt zum Fußball.

In Essener Freibäder gehen sie auch seit geraumer Zeit nicht mehr, das es dort immer wieder Pöbeleien und sogar körperliche Übergriffe seitens besagter Leute gibt. Und das trotz eines verstärkten Sicherheitsdienstes.

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zuzu
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Beitrag von zuzu »

In der Zeitung stand, dass es sich um Fußgänger aus allen Bevölkerungsschichten handelte! Woher nimmst du deine "Informationen"?
Zuzu

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