St. Mariä Himmelfahrt - Kirchenschließung in Rotthausen

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

Wenn es denn so kommen sollte:

Mit dem Abriss eines Gebäudes, ins besonderen mit einem "öffentlichen" Gebäude, verschwindet nicht nur das Haus selber. Es verschwindet auch ein Stück Geschichte.
Diese Kirche steht seit 1894 in Rotthausen und war, wie alle Kirchen einer Stadt, der Mittelpunkt, Treffpunkt, soziale Einrichtung usw.
Gerade eine Kirche spiegelt die Geschichte einer Stadt bzw. eines Stadtteils wieder.

Letztendlich würden nur die Erinnerungen derjenigen bleiben, die dieses Haus noch kennen. Wenn es weg ist, wird die Fläche wieder neu bebaut und Erinnerungen werden auch irgendwann verschwinden.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

Feldmarkmafia
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Beitrag von Feldmarkmafia »

Heinz O. hat geschrieben:
Diese Kirche steht seit 1894 in Rotthausen und war, wie alle Kirchen einer Stadt, der Mittelpunkt, Treffpunkt, soziale Einrichtung usw.
Gerade eine Kirche spiegelt die Geschichte einer Stadt bzw. eines Stadtteils wieder.


Das ist richtig.Eine Kirche ist immer Zentraler Punkt in einem Stadtteil.
(Das ist jetzt nicht auf Religion bezogen.)
Nur zu oft hört man bei Wegbeschreibungen bsp."An der Kirche dann rechts....."
Auch wenn es viele stört,aber Ich würde sogar das läuten der Glocken vermissen.

Naja,spekulieren hin oder her,letztendlich muss man sich sowieso der Abrissbirne fügen.Da hat der kleine Bürger leider nicht das letzte Wort.

Seidenn er würde mal zusammenhalten und den Bagger nicht durchlassen.........

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brucki
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Beitrag von brucki »

DerWesten am 25.09.2014 hat geschrieben:KIRCHEN

Die Not mit den ausgedienten Gelsenkirchener Kirchen

Gelsenkirchen. Für St. Mariä Himmelfahrt in Rotthausen kommt jetzt ein Heimatmuseum als Anregung ins Nutzungs-Spiel. Eine Lösung für Heilig Kreuz soll nun bis 2017 gefunden sein. Die Parabelkirche in Ückendorf soll Veranstaltungsraum werden. Hängepartien gibt’s auch an Auferstehungs- und Paul-Gerhardt-Kirche.

Was wird aus Kirchen, die nicht mehr im „aktiven“ Dienst sind, die vom Mittelpunkt ihrer Gemeinden zum Problemfall wurden? Sie mit neuem Leben zu füllen, tun sich die Akteure schwer, wie vier gewichtige Fallbeispiele zeigen.
Weiter: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 261275525<

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Aus dem Artikel über die Kirche an der Beethovenstraße:

...Augustinus-Pfarrer Manfred Paas findet die Idee durchaus ansprechend, hält aber dagegen: „Die Kirche ist sehr baufällig. Da geht nichts, ohne eine Riesensumme in die Hand zu nehmen.“...
Erst lassen sie sie verfallen, und dann stellen sie fest, dass sie baufällig ist :roll: .
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

surfdonald
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Beitrag von surfdonald »

Minchen hat geschrieben:Aus dem Artikel über die Kirche an der Beethovenstraße:

...Augustinus-Pfarrer Manfred Paas findet die Idee durchaus ansprechend, hält aber dagegen: „Die Kirche ist sehr baufällig. Da geht nichts, ohne eine Riesensumme in die Hand zu nehmen.“...
Erst lassen sie sie verfallen, und dann stellen sie fest, dass sie baufällig ist :roll: .
durch den steuerzahler wird sicherlich alles wieder gut. :o
zweifel ist keine angenehme voraussetzung, aber gewissheit ist eine absurde

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Mechtenbergkraxler
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Wandmosaik

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Eine Erinnerung, die viele Rotthauser an ihre Mariä-Himmelfahrts-Kirche haben, ist das große Mosaik hinter dem Altar. Mit einer übergroßen Maria in der Mitte und allerlei Figuren aus dem biblischen Geschehen, über die zu rätseln oft eine kurzweiligere Beschäftigung war, als der Predigt zuzuhören. Eine ganze Generation von Erstkommunikanten bekam ein Foto davon als Andenken an diesen Tag mit.

Dieses Mosaik – hängt es eigentlich noch in der alten Kirche?? Was ist daraus geworden? - ist in einer sehr schlichten, aber doch eindrucksvollen Form wieder auferstanden. St. Barbara im Düppel als quasi-Nachfolgekirche für den Bau in der Beethovenstraße hat eine schwarz-weiß Replik an die Altarwand gehängt, die genau dieses Bild zeigt. Ein Bekannter aus dem Düppel hat mir das Foto geschickt.

MK
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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

Trierer
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Festschrift von 1951

Beitrag von Trierer »

- habe beim Aufräumen eine Festschrift zur '60jährigen Jubelfeier' der Pfarrgemeinde aus dem Jahr 1951 gefunden. Vielleicht gibt es da für Interessenten einiges an Information. Sie besteht ab Seite 42 nur aus Werbung Rotthauser Betriebe, alle schön mit Adressen. Da musste sicher auch der kleinste Handwerksbetrieb einen Obulus leisten. Ebenso sind alle derzeitigen Lehrer Rotthauser Schulen aufgelistet, sowie auch alle Unglücksopfer und Kriegstote.
Für Außenstehende ist das sicher nicht so spannend, aber vielleicht trägt es zur Stadtteilgeschichte bei.
Wenn Interesse besteht, kann ich die Seiten einscannen.

Grüße ausTrier

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brucki
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Re: Festschrift von 1951

Beitrag von brucki »

Trierer hat geschrieben:s sicher nicht so spannend, aber vielleicht trägt es zur Stadtteilgeschichte bei.
Wenn Interesse besteht, kann ich die Seiten einscannen.
Ja bitte! Danke für Deine Mühe! :2thumbs:

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Ja unbedingt! Ich freue mich! :xmas_up:
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Trierer
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Beitrag von Trierer »

- als Probe zuerst mal das Deckblatt:
[/img]

Trierer
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Beitrag von Trierer »

- macht offenbar Probleme (neuer Drucker-Scanner).
Morgen ist auch noch ein Tag

Trierer
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Beitrag von Trierer »

So, noch ein Versuch:
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Weitere Seiten folgen. Die Sache ist mit meinem Equipment etwas aufwendig (scannen, verkleinern, senden), dazu noch flügellahm (linke Hand beim Sport gebrochen).

Minchen, Brucki: Wenn bestimmte Wünsche bestehen, bitte melden. Ansonsten: Frohe Weihnachten!

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brucki
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Beitrag von brucki »


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Mechtenbergkraxler
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Letzte Fotos

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Da die politischen Freds zur Zeit Sendepause haben (es ist jetzt zum Glück alles von allen mindestens 3x gesagt worden), kann man sich doch intensiver wieder klassischen Gelsenkirchener Themen wie Stadtgeschichte u.ä. widmen. In der bereits erwähnten Fotokiste finde ich immer wieder neue Schätze (@Emscherbruch: Ich habe keine Dias in der Richtung, nur einfache Papierabzüge. Daher auch die mäßige Qualität). Hier die Rotthauser Kirche St. Mariä Himmelfahrt an einem der letzten Öffnungstage noch mal von innen. Das Foto Richtung Eingang zeigt auch die frühere Orgel. Diese wurde ausgebaut und hat eine Wiederauferstehung in der Herz-Jesu-Kirche, Gladbeck Zweckel, gefeiert. Ganz unten ist die Zweckeler Orgel, die nur noch etwas nachgerüstet werden musste.

MK

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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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Heinz O.
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Re: Letzte Fotos

Beitrag von Heinz O. »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:Da die politischen Freds zur Zeit Sendepause haben (es ist jetzt zum Glück alles von allen mindestens 3x gesagt worden), kann man sich doch intensiver wieder klassischen Gelsenkirchener Themen wie Stadtgeschichte u.ä. widmen.
:guterbeitrag: und Danke für die Bilders !
Micha

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