St. Mariä Himmelfahrt - Kirchenschließung in Rotthausen

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Karlheinz Rabas
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Dias, Außenmaße 7 x 7 cm

Beitrag von Karlheinz Rabas »

Wir haben im Stadtteilarchiv Rotthausen ca. 800 gerahmte Dias aus Rotthausen, von 6 x 6 cm Filmen, Außenmaße 7 x 7 cm. Hat jemand eine Möglichkeit diese Dias zu scannen ohne sie auszurahmen?
Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

Quiqueg
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Wieso kein House of One ?

Beitrag von Quiqueg »

"Wir wollen in diesem Gebäude keine Disko und keine Moschee". So hat sich Pfarrer Späh hier mal geäußert. Das mit der Disko finde ich einleuchtend. Das mit einer Moschee für die dritte der abrahamitischen Religionen - den Islam also - weniger. Wenn sich da eine Möglichkeit fände - wäre das ein Unglück? In Berlin entsteht ein House of One - eine Gebets- und Begegnungsstätte für Juden, Christen und Muslime. Wäre das so schlimm für Rotthausen, für Gelsenkirchen? In Berlin gibt es auch die Barenboim-Said-Akademie, sie will durch die Musik zum Frieden beitragen - nicht ganz ohne Erfolg.
Unter maßgeblicher Beteiligung von Seyran Ates hat sich, gleichfalls in Berlin, eine Moscheegemeinde gebildet, die auch mit ImamINNEN arbeitet. Vielleicht doch etwas fortschrittlicher als eine Kirche, die noch auf Priesterinnen, erst recht auf eine Päpstin wartet.
Nachdenken kann man auch über so etwas.

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Dann lieber Abriss.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

Minchen hat geschrieben:Dann lieber Abriss.

im Kulturhauptstadtjahr gab es mal die Aktion "SYNAGOGE · KIRCHE · MOSCHEE - Dialog der Erscheinungen"

Damals wurden in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde und dem DITIB-Moscheeverband, neben der Bleckkirche die "Räume des Glaubens der abrahamitischen Religionen" errichtet.
Das linksseitig der Kirche errichtete Gebäude beherbergte die jüdische Synagoge, das rechte die muslimische Moschee.
„Die Menschen", sagte der Fuchs, „die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.“
(Antoine de Saint-Exupéry / aus "Der kleine Prinz")

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Da konnte ich mich überhaupt nicht mehr dran erinnern. Wie ist das denn gelaufen?
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Minchen
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Beitrag von Minchen »

Leider ist das Laptop kaputt und mit dem Tablet ist das Schreiben mühsam. :roll:
Deshalb bis morgen.
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

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Quiqueg
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Beitrag von Quiqueg »

Minchen hat geschrieben:Da konnte ich mich überhaupt nicht mehr dran erinnern. Wie ist das denn gelaufen?
Wusste ich auch nichts von. Schließe mich Minchens Frage an: Wie ist das denn gelaufen ?

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Benzin-Depot
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Beitrag von Benzin-Depot »

hier gibt es einen der zahlreichen Berichte darüber :
Deutschlandradio hat geschrieben:Das experimentelle Trio

In Gelsenkirchen stehen drei Gotteshäuser in unmittelbarer Nachbarschaft

Von Bettina v. Clausewitz

http://www.deutschlandfunkkultur.de/das ... _id=192568
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Mechtenbergkraxler
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Personalia in der alten St. Mariä-Himmelfahrt Gemeinde

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Hatte mal gerade einen Blick in den / das GG Wiki geworfen. Was dort über unsere (katholische) Rotthauser Mutterkirche drinsteht, entspricht an einigen Stellen nicht unbedingt den Fakten. Mit einigen Fakten aus offiziöser Quelle bis 1991 kann ich aber erst mal hier aufwarten. Vielleicht interessieren sich ja alte und nicht ganz so alte Rotthauser für die Riege der unten genannten Geistlichen. Und bevor hier wieder das Fass "alles Halunken und Kinderschänder" aufgemacht wird, möchte ich nur darauf hinweisen, dass neben - in jeder Firma unvermeidlichen - schwarz-grauen Schafen auch eine Menge kompetenter und engagierter Leute dabei war, die Seelsorge in sehr positivem Sinne gelebt haben.

MK

PS: Übrigens haben wir für das o.g."Fass" noch ein paar andere Freds oder noch besser: Gleichgesinntengruppen bei Facebook u.ä.

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Heinz O.
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Re: Personalia in der alten St. Mariä-Himmelfahrt Gemeinde

Beitrag von Heinz O. »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:Hatte mal gerade einen Blick in den / das GG Wiki geworfen. Was dort über unsere (katholische) Rotthauser Mutterkirche drinsteht, entspricht an einigen Stellen nicht unbedingt den Fakten...
wenn du in unserem Wiki etwas ändern bzw. verbessern möchtest, kannst du dich sehr gerne beim Wiki anmelden. Ich/Wir würden uns darüber freuen !
Solltest du bemerken, dass Informationen inkorrekt, veraltet oder unvollständig sind, melde dich an und berichtige den Artikel. Bedenke, dass das Wiki ausschließlich von der freiwilligen Mitarbeit seiner Benutzer lebt. Vielen Dank! Daneben wird dieses Wiki von einer Redaktion betreut.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Mechtenbergkraxler
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Kirchblättchen

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Erinnerungen an das frühere Gemeindeleben in Alt-St.Mariä-Himmelfahrt sind bei mir auch mit dem "Kirchblättchen" verknüpft, das pünktlich jede Woche ins Haus gebracht wurde. Ich konnte damals wohl die seltsam gestalteten Buchstaben und die prächtige Initiale auf dem Nachrichtenblatt der 1950er und 1960er Jahre nicht entziffern und war lange der festen Überzeugung, dass dort oben "Kirchblättchen" stand, denn genau so wurde es immer von den Erwachsenen genannt.

Erinnerung an das Kirchblättchen der 1970er Jahre sind untrennbar mit Pastor Lange verknüpft. Er war ein glühender CDU-Anhänger und wetterte in seinem Vorwort stets gegen die Sozis und den von Willy Brandt herbeigeführten Sittenverfall. Manchmal hatte er so viel zu erzählen, dass er seine Schreibmaschine noch auf dem Rand im rechten Winkel zum Text weiter rattern ließ, um nur ja seine Schäfchen auf die richtige Linie zu bringen. Unten finden sich verschiedene Formate aus verschiedenen Zeiten.

Komme ich heute mal ins hiesige Pfarrbüro und frage nach, ob es mal wieder ein neues Kirchblättchen gibt, ernte ich immer empörte Blicke....."Kirchblättchen?! Was ist das denn?"

MK
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brucki
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Beitrag von brucki »

Aktualisierte Informationen hier:

https://ratsinfo.gelsenkirchen.de/ratsi ... 106962.doc

Und hier findet sich die dort zitierte Machbarkeitsstudie:

https://ratsinfo.gelsenkirchen.de/ratsi ... /77295.doc

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brucki
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Beitrag von brucki »

Neuigkeiten aus der katholischen Gemeinde:

https://www.rotthauser-post.de/wp-conte ... 19_web.pdf

(Seite 7)

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Mechtenbergkraxler
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Aus für St. Mariä Himmelfahrt auch in Rotthausen

Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Eine kleine Ergänzung, weil zuletzt öfter von St. Mariä Himmelfahrt in Buer die Rede war. Die Bueraner, zumindest die noch einigermaßen kirchenaffinen, trauern dem Ende ihrer St. Mariä Himmelfahrts-Kirche nach (siehe Fred etwas weiter unten). Das Ende des Namensvetters St. Mariä Himmelfahrt am südlichen Ende der Stadt in Rotthausen ist dagegen schon lange exekutiert, die Kirche steht zwar noch, gammelt seit vielen Jahren vor sich hin und ist aber bald nur noch ein Fall für Archäologen. Nun gab es aber bis dato noch organisatorisch die weiter existierende Gemeinde "St. Mariä Himmelfahrt", auch wenn Gottesdienste nur noch auf der anderen Seite der Rotthauser Demarkationslinie, d.h. im Düppel in St. Barbara stattfanden. Diese Gemeinde wurde zum 1.1.2020 aufgelöst und mit St. Augustinus (Propstei) fusioniert. Damit hatte dann auch der Zungenbrecher "Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt am Kirchort St. Barbara" ein Ende gefunden. Jetzt gibt es nur noch einfach St. Barbara in Rotthausen-Düppel als eine der 7 Kirchen in der Großgemeinde. Der Begriff St. Mariä Himmelfahrt ist Geschichte und steht nur noch für die Ruine an der Richard-Wagner-Straße.

Wenn man sich an das lebendige katholische Gemeindeleben in Rotthausen noch in den 1970er Jahren erinnert, kann das schon etwas wehmütig stimmen.

MK
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Heinz H.
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Re: Aus für St. Mariä Himmelfahrt auch in Rotthausen

Beitrag von Heinz H. »

Mechtenbergkraxler hat geschrieben:
19.11.2020, 09:00
...
Wenn man sich an das lebendige katholische Gemeindeleben in Rotthausen noch in den 1970er Jahren erinnert, kann das schon etwas wehmütig stimmen.
MK

Das Gemeindeleben SMH in Buer ist immer noch lebendig, wenn ich das mal anmerken darf. Trotzdem wird die Kirche aufgegeben. Probst Pottbäcker verweist auf die angespannte Personal- und Finanzsituation. Es herrsche zudem ein Mangel an Priestern. Die Gläubigen sollen sich nach St. Urbanus orientieren.

Pottbäcker geht weiterhin davon aus, das die Kirche und das Kloster abgerissen werden. Das Grundstück soll für Wohnzwecke vermarktet werden. Ob das gut geht? Nicht dass auf einmal ein neuer EDEKA-Markt und ein Parkplatz hier entsteht!

Offenbar gibt es kein Konzept dem Kirchenschwund gegenzusteuern. Wie ich bereits an anderer Stelle erwähnte ist das für mich ein weiterer Akt der Selbstzerstörung der Kirche.
"Gelsenkirchen kann wirklich froh sein, dass es Buer hat."
Dr. Peter Paziorek

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