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harald kabbeck
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Neue Crackanlage im Hintergrund

Beitrag von harald kabbeck »

Oliver Raitmayr hat geschrieben:Den Link wollte ich noch hinzufügen. Die Zeit-online zitiert hier einen Zeitungsartikel von 1954: http://www.zeit.de/1954/24/moderne-raff ... senkirchen

Das Foto wird demnach aus jenen Tagen stammen, wenn die Annahme richtig ist, dass die Anlage neu errichtet worden ist, als das Foto geschossen wurde.
Genau.
Auf Fotos von 1952 ist die Crackanlage noch im Bau.

Es gab aber auch in Scholven(damals Scholven-Chemie, Hibernia) in den 50igern eine kleinere Crackanlage, die zeitnah mit der Horster Anlage in Betrieb ging, und bis in die 80iger Jahre in Betrieb war.

Nur die Horster Crack-Anlage (Gelsenberg)war mit ihrem 83 m hohen Turm, jahrzehntelang ein neben dem Kraftwerk (240MW) ein Wahrzeichen.

Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

[center]Bild[/center]

Ist das ein Kirchenraum oder ein Betsaal.
Wahrscheinlich stammt die Aufnahme aus Gelsenkirchen um 1946.

Freue mich auf Mithilfe.

Oliver

Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Der Bibelspruch stammt von Luther aus Psalm 90 (1912): http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/psalm/90/

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Heinz H.
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Beitrag von Heinz H. »

Oliver Raitmayr hat geschrieben:[center]Bild[/center]
Ist das ein Kirchenraum oder ein Betsaal.
Wahrscheinlich stammt die Aufnahme aus Gelsenkirchen um 1946.
Freue mich auf Mithilfe.
Oliver
Schacht 9 hat geschrieben:
Troy hat geschrieben:Wo findet sich eigentlich etwas über die Geschichte der Ev.Kirchengemeinde Scholven?
Bild
Aus dem Gemeindebuch von 1950.
Bild
http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 362#432362

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Prömmel
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Beitrag von Prömmel »

Als ich vorhin das Bild von Oliver gesehen habe, habe ich auch gleich in dem Gemeindebuch von 1950 mal nachgesehen. Das Bild von der Notkirche in Scholven ist mir auch gleich aufgefallen. Es gibt da zwar eine gewisse Ähnlichkeit, es handelt sich aber auf den beiden Bildern bestimmt nicht um das selbe Gebäude. Dafür gibt es doch noch zu große Unterschiede: Stufen, Altarraum, linke Seite des Saals usw.
Bei dem Gebäude, das man auf Olivers Foto sieht, handelt es sich aber mit größter Wahrscheinlichkeit um einen evangelischen Kirchsaal - da bin ich mir sehr sicher. Das sehe ich an der Ausstattung des Saales, besonders an dem Altarraum und an dem Antependium / Parament. Die sind typisch evangelisch. Auch die Gestaltung des Saals selbst lässt darauf schließen.

Dass es sich um eine Notkirche handeln könnte, scheint mir aber sehr wahrscheinlich für die angegebene Zeit (um 1946). Damals waren die meisten Kirchen in Gelsenkirchen durch den Bombenkrieg stark zerstört. Der Wiederaufbau zog sich häufig noch etliche Jahre hin, so dass vielfach auf Notkirchen bzw. einfach Kirchsäle ausgewichen werden musste, und das praktisch auch in allen Stadtteilen Gelsenkirchens.

Aber wo genau das Bild tatsächlich aufgenommen worden ist, kann ich leider nicht sagen.
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Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Danke Heinz H.

Aber ist das jetzt der Gemeindebau oder eine Kirche? Das geht aus dem Text nicht klar hervor. Oder ist diese "Notkirche" ein Provisorium gewesen, das nur kurze Zeit nach dem Krieg bestanden hatte und inzwischen nicht mehr existiert?

Was meinen die Scholveraner?

Fragt

Oliver

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Pedder vonne Emscher
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Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Hallo Oliver,

bin zwar Scholvener, aber nicht dort aufgewachsen. Und die ev. Notkirche kenne ich auch nicht.

Aber schon beim Posting von Heinz H. war ich nicht mit der Übereinstimmung zur Scholvener Notkirche überzeugt. Ich stimme Prömmel voll und ganz zu. Eine ev. Kirche bzw. Notkirche ist es schon. Nur wo? Weiß ich leider auch nicht.

Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Vielen dank fürs Bemühen PvE!

Schön, dass es wieder neues Altes zum Ertüfteln gibt.

Dich habe ich auch am Jahresfest vermisst!

Liebe Grüße

Oliver

Oliver Raitmayr
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ev. Näh- oder Strick"schule" 1914

Beitrag von Oliver Raitmayr »

Zur Scholvener Notkirche (siehe oben) fehlen noch historische Belege!!!

Dennoch will ich gleich ein weiteres Foto zeigen, bei dem inhaltliche und topografische Informationen völlig fehlen.

Es wurde 1914 (steht unten rechts in der Ecke - im Original leicht erkennbar)vom Gelsenkirchener Fotografen Max Majer geschossen. Das Datum könnte von Belang sein. Der Glanz an den Rändern rührt vom ausblühenden Silber des Pigmentträgers her:

[center]Bild[/center]

Aufnahmeort ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Gelsenkirchen (Schule?, evangelische Einrichtung?)

Vielleicht gibt es schlüssige Deutungsversuche.

Oliver

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Heinz O.
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Re: ev. Näh- oder Strick"schule" 1914

Beitrag von Heinz O. »

Oliver Raitmayr hat geschrieben:
Aufnahmeort ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Gelsenkirchen (Schule?, evangelische Einrichtung?)

Vielleicht gibt es schlüssige Deutungsversuche.

Oliver
wenn eine Schule, dann wohl ne Nähschule oder ne Hauswirtschafts Schule oder ähnliches. Die Damen sind alle schon etwas älter und häkeln bzw. stricken auf dem Foto.
Ich vermute einmal, da das Foto 1914 entstanden ist, das sich Frauen getroffen haben um für die Soldaten an der Front "warme Socken" zu handarbeiten.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Prömmel
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Re: ev. Näh- oder Strick"schule" 1914

Beitrag von Prömmel »

Oliver Raitmayr hat geschrieben:Zur Scholvener Notkirche (siehe oben) fehlen noch historische Belege!!!
Auch wenn es sich, wie ich oben geschrieben hatte, bei dem fraglichen Bild ganz bestimmt nicht um ein Foto der(Not-)Kirche in Scholven gehandelt hat, hier noch die Information über den damaligen Standort (der Scholvener Kirche / des Evangelischen Kirchsaals in Scholven):
Der Saal befand sich in der Lutherstraße2.
Leider kann man zu dem damaligen Gebäude heute keine Nachforschungen vor Ort mehr anstellen, da die Straße vor vielen Jahren aufgeben wurde. Sie fiel einer Erweiterung des VEBA-Geländes zum Opfer, wie auch die dort früher vorhandenen Gebäude.

Falls das Bild tatsächlich ungefähr im Jahr 1946 aufgenommen worden ist, ist das Gebäude in zu gutem Zustand, um in der Kürze der Zeit wiederaufgebaut worden zu sein. Auch eine (provisorische) Notkirche kommt wohl nicht in Betracht. Dafür ist der Saal zu aufwendig gestaltet. Es sollte sich eigentlich um eine "richtige" Kirche handeln, wenn der Kirchsaal auch recht klein erscheint. Als sie erbaut wurde, war man zunächst vielleicht davon ausgegangen, dass es nur eine Übergangslösung sein würde. Etwas Ähnliches hatten/haben wir in Horst mit unserer Paul-Gerhardt-Kirche, die auch nicht viel größer ist (siehe hier: http://www.gelsenkirchener-geschichten. ... 407#248407) und zunächst eigentlich auch nur eine Übergangslösung sein sollte. Daher hieß sie zunächst auch nur Paul-Gerhardt-Haus.

Daher habe ich inzwischen eine andere Idee, wo das Bild aufgenommen sein könnte. Es ist vielleicht nicht in Gelsenkirchen gewesen sondern in einem unserer Nachbarorte. Ich will aber, bevor ich mehr dazu schreibe, erst einmal vor Ort Vergleiche anstellen bzw. Informationen einholen.

Oliver Raitmayr hat geschrieben:Dennoch will ich gleich ein weiteres Foto zeigen, bei dem inhaltliche und topografische Informationen völlig fehlen.

Es wurde 1914 (steht unten rechts in der Ecke - im Original leicht erkennbar)vom Gelsenkirchener Fotografen Max Majer geschossen. Das Datum könnte von Belang sein. Der Glanz an den Rändern rührt vom ausblühenden Silber des Pigmentträgers her:

[center]Bild[/center]

Aufnahmeort ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Gelsenkirchen (Schule?, evangelische Einrichtung?)

Vielleicht gibt es schlüssige Deutungsversuche.

Oliver
An eine Näh- oder Strickschule kann ich nicht glauben. Dann wären dort viel mehr junge Frauen und Mädchen zu sehen.
Zudem scheint es mir sehr unwahrscheinlich, dass in diesen Einrichtungen auch noch Kaffee ausgeschenkt worden wäre.
Ich glaube vielmehr, dass es sich um einen evangelischen Frauenverein / eine Frauenhilfe handeln könnte. Die entstanden sehr zahlreich in unseren Gemeinden in der Zeit um den Beginn des 20. Jahrhunderts und hatten großen Zulauf. Zwar gab es ähnliche Vereinigungen auch in den katholischen Kirchengemeinden. Mich lässt aber die offensichtliche Anwesenheit einer Gemeindeschwester (sieht man in der hintersten Reihe stehen (3. von links) - trägt die typische Diakonissentracht) darauf schließen, dass es sich um eine evangelische Gruppe handelt.
Leider kann man die Details auf dem (Abreiss-)Kalender hinten an der Wand (unter der Uhr) nicht erkennen. Ich glaube aber, ein christliches Motiv zu erahnen.
1. Mai - April vorbei !
(alte Volksweishei)

Oliver Raitmayr
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Beitrag von Oliver Raitmayr »

Danke Prömmel für Deine Mitteilungen. Die Ähnlichkeit mit der Scholvener "(Not-) Kirche" ist schon verblüffend. Das Aufnahmedatum könnte auch wenige Jahre später sein. Als Fotografin erscheint Max Majers Tochter Elisabet, die etwa von 1947 bis 1966 das Fotoatelier weitergeführt hat. Viel später als 1950 allerhöchstens 1955 kann man es aber nicht ansetzen. Aufnahmeort kann theoretisch auch außerhalb von GE sein, ist aber eher unwahrscheinlich. es gibt noch ein zweites Foto, wo der Altar im Ausschnitt fotografiert wurde, allerdings ohne neue erkenntnisbringenden Details.

Das andere Foto von 1914, und da gehen unsere Schlüsse d´accord, zeigt wahrscheinlich einen evangelisch genutzten Raum, wie die Diakonissin anzeigt. Datum und die Tatsache, dass die Strickenden, Häkelnden und an der Maschine Nähenden, ließ mich an eine Frauengruppe denken, die für Soldaten tätig sein könnten (vielleicht ein evangelischer Betverein). Obwohl das Foto recht groß ist (etwa 20 cm x 30 cm), kann ich leider keine Infos aus den Bildern an der Wand etc. ziehen. Die größte Hoffnung hatte ich, dass der Raum an sich unbeschadet die Kriege überstanden hätte und wiederzuerkennen sei.

Vielleicht findet sich doch noch was dazu.

Oliver

obbi
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Beitrag von obbi »

Oliver Raitmayr hat geschrieben: Die größte Hoffnung hatte ich, dass der Raum an sich unbeschadet die Kriege überstanden hätte und wiederzuerkennen sei.

Vielleicht findet sich doch noch was dazu.

Oliver
Ich habe eine sehr blasse Erinnerung an einen Raum in dem ich vor über 40 Jahren mal in einer Stadtranderholung war. In meiner Erinnerung gab es mehrere Reihen von Sitzbänken und Tischen die alle senkrecht zu einer Wand standen auf der es mehrere Eingangstüren gab. Auf der anderen Seite ging es ebenerdig nach draußen durch mehr als eine Tür mit bodentiefen Fenstern.

So wie auf dem Foto oben.

Heute ist dort ein Waldorfkindergarten untergebracht http://www.waldorfkindergarten-gelsenki ... baude.html
Auf einem der Fotos die der Flashplayer durchspielt erkennt man eine Türzarge die Ähnlichkeit hat mit der Form, die auf den Fotos rechts erkennbar ist.
Auf dieser Site http://www.wolfgangkesting.de/wurzeln/z ... nheim.html gibt es unten Fotos der rückwärtigen Ansicht. Die Anordung und Anzahl der Fenster und Türen stimmen m.E. mit dem Foto oben überein.
Es handelt sich aber nur um eine vage Vermutung. Als erstes müsste man mal klären, ob dieses Gebäude im Stadtgarten von Buer 1914 schon existierte.
Wer kann das bestätigen/dementieren?

obbi

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Pedder vonne Emscher
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Beitrag von Pedder vonne Emscher »

Laut Denkmalliste der Stadt Gelsenkirchen wird beim Emil-Zimmermann-Heim an der Ressestraße 40 als Baujahr 1951 bzw. 1923 angegeben. Damit kommt es nicht infrage (wenn das Foto von ca. 1914 ist).

Oliver Raitmayr
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Wo ist denn das?

Beitrag von Oliver Raitmayr »

[center]Bild[/center]

Wo und was ist denn das?

Fragt sich und Euch

Oliver

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