Friedrich Geldbach - Flanschenfabrik

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Beitrag von Der Feldmarker »

pito hat geschrieben:Wenn man auf dem Trassenweg in östlicher Richtung am ehemaligen Geldbachgelände vorbeigeht, kommt kurz drauf auf der linken Seite ein Stromhäuschen. Dort zweigt ein Weg ab, auf dem noch alte Holzbohlen liegen, ein Bahnzubringer zu einem der Industriegelände.
Hallo Zusammen,

das kann dann eigentlich nur der Bahnanschluss zu "Friedrich Geldbach" gewesen sein.

Glückauf

Der Feldmarker

Pepino
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Nur Abrissfotos!

Beitrag von Pepino »

Hallo!
Ich habe nur Fotos vom Abriss!Habe einen Sohn,der stundenlang Bagger beobachten kann.Und er hat!!!!!!!!!!!!!!!!
Kann mich erinnern,das öfter Kinder auf den Ruinen rumkletterten.Man,oben auf den Dächern.Konnte garnicht hingucken.
Pepino
Ich finde Ückendorf Toll!

pito
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Beitrag von pito »

An der Bergmannstraße:
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brucki
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Beitrag von brucki »

aus "50 jahre Sportgemeinde Eintracht 1910/11 e. V. Gelsenkirchen":

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brucki
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Beitrag von brucki »

Da hier trotz des Fredtitels "Friedrich Geldbach" beide bzw. alle Geldbach-Firmen behandelt werden, passt es hier vielleicht am besten:
DerWesten am 16.04.2015 hat geschrieben:Wirtschaft

Gelsenkirchener Firma Geldbach baut ihr Chinageschäft aus

Gelsenkirchen. Das Traditionsunternehmen Geldbach baut für weitere 25 Millionen Euro sein Flanschenwerk aus. Das Geschäft wurde beim Besuch einer chinesischen Delegation besiegelt.

Dr. Manfred Geldbach hatte allen Grund zu Lächeln, als er jüngst eine chinesische Delegation aus Politik und Wirtschaft im Industrieclub Friedrich Grillo empfing.
Weiter: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 1091209138

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Anthro
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Beitrag von Anthro »

immers04 hat geschrieben:Schauderhafte Erinnerungen überfallen mich angesichts der Geldbach-Ruinen. Einer der furchtbarsten Ferienjobs, die ich jemals gemacht habe.

Flanschen schleppen, stapeln, sortieren. Dazu eine Stimmung innerhalb der Belegschaft wie in einem Arbeitslager. Und dazu noch eine beschissene Bezahlung.

Fort is' und gut is'!
Ich hab da auch mal einen Ferienjob gemacht, Sommer 1969. Flanschen schleppen u.s.w., kenn ich. Auch noch in Rostschutz tauchen und dann die noch feuchten Flanschen stapeln, ohne bzw. mit kaputten Handschuhen. Und das für 1.92 DM die Stunde. Soll wohl damals Tarif gewesen sein.

Im Herbst ´69 war ich dann bei ZEWA in Essen, später Stadthafen GE, hier hab ich Windeln und Klopapier gestapelt, war etwas leichter als Flanschen. Als Ausgleich hab ich dann aber auch 3,00 DM/Std. erhalten. :D

Die schlechte Stimmung bei Geldbach kann ich aber aus meiner Zeit nicht bestätigen.
Spontanität will gut überlegt sein.


www.liegeradfreunde-ruhr-lippe.de

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brucki
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Beitrag von brucki »

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Tanriverdi
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Beitrag von Tanriverdi »

Also um 11.30 ist die Street Food Parade, danach kommt On Stage Sport.Time to Celebrate von the Experience Dance Company, dann Flashmob und Workshop, und zuletzt On Stage One World.

Klingt interessant, aber auch etwas unverständlich.

Es ist ein beliebtes Stilmittel geworden, jeden Quatsch durch englisches Kauderwelsch aufzuwerten.

Das hat extrem um sich gegriffen und wird besonders gerne in der Werbung bzw. allgemein beim Anpreisen einer Sache verwendet. Da kommt selbst die laienhafteste Tanz- oder Theatertruppe gleich weltmännisch daher.

Die Street Food Parade besteht vermutlich aus einer Bierbude und einem Bratwurststand.

Das ganze steht unter der Überschrift One hundred twenty five.

Vermutlich handelt es sich um ein 125-jähriges Firmenjubiläum.

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rapor
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Beitrag von rapor »

Die Firma wird sich in "Money Creek" umbenennen, das ist up to date und hipp, sagte der CEO der Money CreekLimited Company. (Visionär)
Die Ltd. liegt ja auch im Kreativ Quatier Ückendorf, demnächst wohl Hukking Village Creative Quatier, vermute ich als Inhabitant oder auch Resident.

Dadurch ändert sich alles, AWG - Alles wird gut.
Ach ne, All ends well

See you

PS
Kommt auch unser Burger King?
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brucki
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Beitrag von brucki »

Die Englischlastigkeit wird wohl darin begründet sein, dass es sich um ein Unternehmen mit italienischer Eignerschaft und sehr internationalem Lieferanten- und Kundenstamm handelt.

Bei der Gründung vor 125 Jahren waren die Kunden natürlich in der Nähe zu finden, heute hat man nur eine Chance, wenn man es schafft, sich im Weltmarkt zu positionieren.

Ich kann verraten, dass die Tanzshow von einer eigens aus Genua nach Ückendorf gefahrenen sehr jungen und absolut professionellen Gruppe dargeboten wird und absolut sehenswert ist.

https://www.youtube.com/watch?v=yk_f8omU2w0

Das gleiche gilt für die Werksführungen. :D

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brucki
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Beitrag von brucki »

Pressestelle der Stadt am 09.07.2019 hat geschrieben:Friedrich Geldbach GmbH feiert Firmenjubiläum

Gelsenkirchener Firmengeschichte reicht 125 Jahre zurück

GE. Am ersten Juli-Wochenende 2019 hatte das Unternehmen Friedrich Geldbach in Gelsenkirchen-Ückendorf allen Grund zum Feiern: Seit 125 Jahren besteht das Unternehmen am Standort Gelsenkirchen. Im Rahmen einer zweitägigen Jubiläumsveranstaltung feierte das Unternehmen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Familien, Unternehmenspartnern, städtischen Vertretern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf dem Werksgelände an der Bergmannstraße.

„Als international tätiges Familienunternehmen vertreibt die Friedrich Geldbach GmbH weltweit Produkte made in Germany, made in Gelsenkirchen. Damit strahlt das Unternehmen mit seiner Erfahrung, seiner Kompetenz und seinem Know-how bis weit über die städtischen Grenzen hinaus. Der jahrelange Erfolg spricht für die Qualität der Produkte und vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens. Der Erfolg wertet auch den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen wesentlich auf“, freute sich Bürgermeister Werner Wöll, der im Rahmen der Eröffnungskonferenz am Samstag dem Unternehmen seine Glückwünsche aussprach.

1894 wurde die Firma in Gelsenkirchen gegründet und produzierte zunächst Schmiedeteile für die Bauindustrie sowie Beschläge für die Bergbau- und Steinbruchindustrie. Durch die Industrialisierung des Ruhrgebiets erlebte das Unternehmen eine rasante Entwicklung. 1953 konnte an die aktuelle Adresse Bergmannstraße 170 verlagert werden.

2003 übernahm die Farina Group aus Italien das Unternehmen. Seit drei Generationen ist die Gruppe führend in der Herstellung und im Vertrieb von qualitativ hochwertigen Rohrleitungskomponenten für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie. Das Familienunternehmen wurde in den 1940er Jahren von Stefano Farina gegründet und wird mittlerweile von dessen Enkeln Frederico, Paolo und Carlo Farina geleitet. Die Gruppe besteht aus verschiedenen Unternehmen, die sowohl in Europa als auch in Amerika und Asien tätig sind und größtenteils Stahl-Flansche und -Fittings für Bau, Schiff- und Maschinenbau sowie petrochemische Anlagen produzieren und weltweit vertreiben. In Gelsenkirchen beschäftigt das Unternehmen aktuell 63 Personen, bis Ende 2020 sollen sieben weitere Arbeitsplätze hinzukommen.

Carlo Farina, der wahrscheinlich jüngste Geschäftsführer des Unternehmens, als ihm diese Aufgabe im Jahr 2009 anvertraut wurde, weiß: „Die Mitarbeiter von Friedrich Geldbach von heute und morgen werden alles daran setzen […] das Unternehmen neu zu beleben und es wieder zum Leader-Unternehmen werden zu lassen: modern, effizient, gewissenhaft gegenüber dem Menschen und der Umwelt, fähig, ehrlich, ein Ort des Respektes und der Würde, ein Ort, in dem man Geschäfte erfolgreich und zum Erfolg aller macht. Im Zeichen von Tradition und Werten, im Zeichen von Innovation und Herausforderungen, die uns erwarten bis zu den Feierlichkeiten zum 150. Jahrestag und darüber hinaus!“

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brucki
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Beitrag von brucki »

Auch Ückendorf aktuell berichtet, und zwar bildreich:

https://www.ueckendorf-aktuell.org/2019 ... hmelzofen/

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brucki
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Re: Friedrich Geldbach - Flanschenfabrik

Beitrag von brucki »

Die bereits im April diesen Jahres in die Insolvenz gegangene Firma Friedrich Geldbach an der Bergmannstraße 170 hört mit dem heutigen Tag auf zu existieren. Die letzten Mitarbeiter haben heute ihren letzten Arbeitstag.

Gegründet wurde die Firma vor 126 Jahren an der Bergmannstraße / Ecke heutige Carl-Mosterts-Straße. 1953 ist sie zum heutigen Standort gezogen und hat sich dort stets erweitert.

Managementfehler sollen die vermeidbare Insolvenz verursacht haben. So stand es in der Zeitung und so wurde es mir auch aus dem Mitarbeiterkreis bestätigt.

Alle Maschinen sind versteigert worden und alle Hallen sind mittlerweile leer. Die letzte Maschine, die größte (8.000-Tonnen-)Presse, die unrepariert geblieben ist, wird in diesen Tagen in einzelnen Teilen verladen. Sie geht nach Italien.

Letzter Eigner der Firma Friedrich Geldbach war die italienische Farina Gruppe.

Es wurde in letzter Zeit einiges investiert, leider wohl nicht in die richtigen Projekte.

In folgendem Image-Video sind viele Szenen auch von Geldbach zu sehen:

https://player.vimeo.com/video/189370015

Als die Firma bereits dick in den roten Zahlen stand, wurde von den Eigentümern noch eine große Feier zum 125jährigen Firmenjubiläum ausgerichtet.

Seinerzeit wurde u. a. hier berichtet:

https://ueckendorf-aktuell.jimdo.com/20 ... hmelzofen/

https://www.gelsenkirchen.de/de/_meta/a ... njubilaeum

Zuletzt hatte die Firma rund 60 Mitarbeiter. Wie in dem Video zu lesen ist, hatte das Firmengelände eine Größe von 50.000 m² und war damit eines der größten der Gruppe. Man darf gespannt sein, was mit dem Gelände geschehen wird.

So präsentiert die Farina-Gruppe die Firma Geldbach (noch) im Internet:

https://farinagroup.com/index.php?go=Fr ... dbach-GmbH

Es ist schon bitter, wenn man bedenkt, dass die Insolvenz letztendlich vermeidbar gewesen wäre.

Mich macht die ganze Sache traurig und wütend.

Es ist zum Heulen! :cry: :cry: :cry:

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rapor
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Re: Friedrich Geldbach - Flanschenfabrik

Beitrag von rapor »

Ist halt gelsenkirchen, was soll man da erwarten.
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brucki
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Re: Friedrich Geldbach - Flanschenfabrik

Beitrag von brucki »

rapor hat geschrieben:
18.12.2020, 16:34
Ist halt gelsenkirchen, was soll man da erwarten.
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber zumindest soweit ich das beurteilen kann, gab es hier seitens der Stadt keine Versäumnisse. Auch am Arbeitseifer der Gelsenkirchener Mitarbeiter oder der Qualität der abgelieferten Arbeit gab es nichts auszusetzen.

Weiß Du Genaueres?

Dass das produzierende Gewerbe es in GE (vielleicht sogar in Deutschland) nicht leicht hat, ist sicher richtig, aber die Firma Geldbach hätte scheinbar hier noch gut existieren können.

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