Blau und weiss, wie lieb ich dich

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Fuchs
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Blau und weiss, wie lieb ich dich

Beitrag von Fuchs »

Hier ein Foto von der Schallplatten-Premiere:
Wann war das?
Überhaupt: Zu diesem Lied gibt es doch bestimmt viele Geschichten!

Bild

wespe171
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Beitrag von wespe171 »

Blau und Weiß, wie lieb ich Dich
Blau und Weiß, verlaß mich nicht
Blau und Weiß ist ja der Himmel nur
Blau und Weiß ist unsere Fußballgarnitur

Hätten wir ein Königreich
Machten wir es den Schalkern gleich
Alle Mädchen, die so jung und schön
Müßten alle in Blau und Weiß spazieren gehn


Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht

Tausend Feuer in der Nacht
Haben uns das große Glück gebracht
Tausend Freunde, die zusammenstehn
Dann wird der FC Schalke niemals
untergehn.
(Text und Musik: Hans J. König / 1924)

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Detlef Aghte
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Re: Blau und weiss, wie lieb ich dich

Beitrag von Detlef Aghte »

Fuchs hat geschrieben:Hier ein Foto von der Schallplatten-Premiere:
Wann war das?
Überhaupt: Zu diesem Lied gibt es doch bestimmt viele Geschichten!

Bild

Das foto ist von 1963,von links nach rechts Willy Schulz,H.Bornemann,Komponist König,Kuzrra,,H nowack,und schorsch Gawliczek

Schulz war der spätere einbeinige,bevor ich schalke verlasse, "eher lass ich mir ein Bein abnehmen",zwei monate später war er in Hamburg.ist dort auch neben dem platz groß rausgekommen.meine mutter sagte immer "den seine alte (mutter) grüßt nicht mehr"seitdem der Nationalspieler ist.

hans Nowack spielte bei eintracht, bevor er zu den Blauen kam.Ging später nach München

König der komponist entlockt mir keine weisheiten

über Kuzorra etwas zu erzählen wäre müßig Ich hatte ihn lieb als Köttel,denn wann immer ich fragte"onkel haste ne leere zigarrenskiste "bekam ich eine.
Gawliczek spiele endee der 40iger mal in schalke, und war assistent bei Herberger,bevor er zu uns kam

H.Bornemann war eine der Meisterspieler der alle vorkriegsmeisterschaften gewann. später machte er in werbung und gab so sachen wie die" HABO-Fußballschau" heraus( wer da welche von im Keller hat,wende sich vertrauensvoll an mich ) :wink:
Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

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Detlef Aghte
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Alles für Blauweiß

Beitrag von Detlef Aghte »

Bild



ich Glaube es war 1972,der Hasenfuss hat sich nie bei mir gemeldet
detlef
Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch

pito
Abgemeldet

Beitrag von pito »

Als es las "186 cm und 218 Pfund" hat er bestimmt erst Recht Schiß gekricht. :lol:

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

Wir stellen hier die 5 Thesen Bernd Matzkowskis zur Frage der Ästhetik der Klangkonstruktionen tribaler Initiationsgesänge am Beispiel des örtlichen Ball-Bundes vor.

Bernd Matzkowski hat geschrieben:Eines ist klar: den Text von BLAU UND WEISS setze ich als bekannt voraus. Und wenn ich hier heute die Vereinshymne des S04 vorstelle, so ist noch etwas klar: Es handelt sich bei diesem Lied um das einzige Vereinslied, das ästhetischen, kulturellen, soziologischen und geschichtlichen Gehalt hat. Ich möchte mich mit diesem Text nun in Form von Thesen auseinandersetzen, die schwerpunktmäßig bestimmten Aspekten nachgehen.

These 1: Dieses Lied versteht sich als Kunst im Allgemeinen und als Kunstwerk im Sinne von Beuys im Besonderen.

Blau und Weiß strebt schon alleine deshalb nach einer kunstvollen Ästhetik, weil es auf den in solchen Vereinsliedern üblichen Refrain völlig verzichtet. Jede einzelne Strophe steht für sich, bildet aber zugleich einen Kontext mit den anderen. Dies wird dadurch erreicht, dass in den einzelnen Strophen jeweils andere Segmente der Bevölkerung angesprochen oder soziokulturelle Dimensionen thematisiert werden. Das Lied verfolgt somit eine diskursive Strategie der Ästhetik des Alltäglichen, das kritisch hinterfragt und zugleich überhöht wird.


These 2: Die erste Strophe wendet sich an Rentner und Kranke.

Blau und weiß ist ja der Himmel nur, blau und weiß ist unsere Fußballgarnitur.
Das Wort Garnitur muss als ungewöhnlich erscheinen, wäre doch mit einem Wort wie Trikot oder Dress zu rechnen. Der Begriff „Garnitur“ weckt Assoziationen an Unterwäsche, wie sie eher von älteren und kranken Menschen verwendet wird.
Da tauchen Konnotationen wie Rheuma, Gicht und Medima auf. Der Begriff Garnitur signalisiert: Alte, Kranke und Sieche sind in der Vereinsfamilie aufgehoben. Nicht ohne Grund heißt es deshalb in einem anderen, in der Arena gerne gesungenen Lied: Ob ich verroste und verkalke - ich gehe immer noch auf Schalke. Nur nebenbei: Der blau-weiße Himmel zeigt, dass der Umweltschutz- und Ökologiegedanke bei den Menschen im Revier schon immer fester Bestandteil ihrer Weltanschauung war.


These 3: Die zweite Strophe spricht Royalisten und Menschen mit Taliban-Gesinnung an.

Hätten wir ein Königreich
Machten wirs den Schalkern gleich
Alle Mädchen, die so jung und schön
Müssten immer blau und weiß spazieren gehn.
Das kollektive Wir, das hier spricht, träumt von der Wiedererrichtung der Monarchie - allerdings einer Monarchie, deren Überbau deutliche Anleihen bei den Taliban erkennen lässt. Frauen müssten in diesem Königreich spazieren gehen - arbeiten oder studieren dürfen sie nicht. Zudem sind sie zum Tragen ausschließlich blau und weißer Kleidung verpflichtet. Was den Taliban der Burkha, ist dem Schalker Kollektiv die blau-weiße Garnitur, Kluft oder Voll-Kutte.


These 4: Das Lied wendet sich an Multikulti-Intellektuelle mit Lust am dadaistischen Sprachspiel.

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußballspielen nichts versteht
Doch aus all der schönen Farbenpracht
Hat er sich das Blau- und Weiße ausgedacht.
Das ist einerseits DADA pur, das ist intellektueller Nonsens auf höchstem Niveau. Hier springt man durch die grammatischen Zeiten: Präsens, Präteritum und Perfekt sind in den vier Zeilen vertreten.
Der vormalige Papst, als Oberhaupt des Katholizismus, war Vereinsmitglied; Mohammed aber wird die Schalker Farbenlehre zugesprochen. Dies muss als eine Verbeugung vor unseren Mitbürgern islamischen Glaubens verstanden werden - ein Zeugnis der Toleranz und des Willens zum friedlichen Miteinander, wie es mir aus keiner anderen Vereinshymne bekannt ist. Sieht man diese Strophe im Zusammenhang mit der ersten (Stichwort: Fußballgarnitur), so wird klar: In diesem Lied werden Mekka und Medima verbunden!


These 5: Das Lied ist Ausdruck der Verbundenheit mit der Heimat und den Stehplatzzuschauern.

Wenn es in der letzten Strophe heißt, dass tausend Feuer in der Nacht leuchten, so wird auf die Vergangenheit der Stadt der 1000 Feuer angespielt. Wenn es heißt, dass tausend Freunde zusammen stehn, so sind wir in der Gegenwart, denn es wird klar: Beim Fußball gilt: Sitzen ist was fürn Auspuff. Der echte Fan steht. Der echte Fan lümmelt sich nicht in Logen herum, für ihn ist Fußball kein Event, sondern Lebensmittel, Gottesdienst und Mittelpunkt der Existenz. Damit geht „Blau und weiß“ weit über den Rahmen üblicher Vereinslieder hinaus, die zumeist nichts anderes machen, als Lobhudeleien der billigsten Art auszuschütten. Dieses Lied greift grundsätzliche Fragen des menschlichen Daseins auf, es weist uns einen Weg durch die Wirrnisse des Lebens und ist uns Richtschnur für unsere Existenz, es ist Heilmittel, Verheißung und Verpflichtung zu gleich!
Deshalb rufe ich Euch zu: Gehet hin und jubelt, werft die Zecken und die Bayern in den Staub und wandelt weiterhin auf dem blau-weißen Pfad der Wahrhaftigkeit!

Bernd Matzkowski

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