Ricarda-Huch-Gymnasium
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Ricarda-Huch-Gymnasium
Die Website des Ricarda-Huch-Gymnasiums:
http://www.rhg-ge.de
Das Schulgebäude wurde vom Gelsenkirchener Architekten Josef Franke gebaut. Hier ein Direktlink zur Schul-Chronik mit interessanten Bildern:
http://www.rhg-ge.de/Archiv/GeschichteRHG.html
http://www.rhg-ge.de
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Re: Ricarda-Huch-Gymnasium
Verwaltung hat geschrieben:Die Website des Ricarda-Huch-Gymnasiums:
http://www.rhg-ge.de
Das Schulgebäude wurde vom Gelsenkirchener Architekten Josef Franke gebaut. Hier ein Direktlink zur Schul-Chronik mit interessanten Bildern:
http://www.rhg-ge.de/Archiv/GeschichteRHG.html
Dieser herr Franke muß ein fleissiges kerlchen gewesen sein. was der alles gebaut hat.

Wer durch des Argwohns Brille schaut,
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch
sieht Raupen selbst im Sauerkraut
W. Busch
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Übrigens:
Die großen Glasfenster in der Aula sind von einiger Zeit verschwunden. Ich kann mich aus meiner Schulzeit noch gut daran erinnern. Sie waren bunt, handgemacht und ziemlich beeindruckend. Die Motive zogen sich über die ganze Fensterfront. Eine handschriftliche Signatur gab's auch. Entstanden so um 1956.
Aber vor ein paar Jahren hat man sie klammheimlich ausgebaut und durch wärmegedämmte Plastikfenster ersetzt. Als ich das sah, dachte ich noch, die würden wohl die neuen Fenster vor die alten setzen, halt um Heizkosten zu sparen. Aber nix. Die Glasfenster sind weg! Inne Tonne gekloppt! Von heut auf morgen. Die Stadt wußte schon, warum sie das so unauffällig und heimlich gemacht hat. Ansonsten wäre wohl ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen. Erst Monate später, empörte sich eine Frau bei einem Ehemaligen-Treffen, über die wecken Fenster. Sie konnte es nicht fassen. Da stand es dann auch in der WAZ. Aber etwas zu spät.

Die großen Glasfenster in der Aula sind von einiger Zeit verschwunden. Ich kann mich aus meiner Schulzeit noch gut daran erinnern. Sie waren bunt, handgemacht und ziemlich beeindruckend. Die Motive zogen sich über die ganze Fensterfront. Eine handschriftliche Signatur gab's auch. Entstanden so um 1956.
Aber vor ein paar Jahren hat man sie klammheimlich ausgebaut und durch wärmegedämmte Plastikfenster ersetzt. Als ich das sah, dachte ich noch, die würden wohl die neuen Fenster vor die alten setzen, halt um Heizkosten zu sparen. Aber nix. Die Glasfenster sind weg! Inne Tonne gekloppt! Von heut auf morgen. Die Stadt wußte schon, warum sie das so unauffällig und heimlich gemacht hat. Ansonsten wäre wohl ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen. Erst Monate später, empörte sich eine Frau bei einem Ehemaligen-Treffen, über die wecken Fenster. Sie konnte es nicht fassen. Da stand es dann auch in der WAZ. Aber etwas zu spät.








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Die waren vermutlich von seiner Tochter Margarete Franke. Sie hat jede Menge von Kunstglasfenstern in öffentlichen Gebäuden entworfen. Bis vor kurzem hatte sie noch ihr Atellier unter der Kanzlei von RA Brandt. Sie wohnt aber wahrscheinlich immer noch oben in diesem Haus. Siw wurde im Rahmen der Frauengeschichtswerkstatt interviewt, müßte also auch in dem Band von Marlies M. vorkommen.
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Anonymous hat geschrieben:Die waren vermutlich von seiner Tochter Margarete Franke.
Interessanter Gedanke. Glaube ich aber eigentlich nicht. Ich meine da stand ein Männername an der Scheibe. Festlegen möchte ich mich da allerdings nicht. Nachgucken ist leider ein Problem ...
Darüberhinaus ist die Aula glaube ich kein Teil des ursprünglichen Franke-Baus. Vermutlich ein Anbau der 50er Jahre. Schon allein von der Optik her, ist dieser Gebäudeteil ganz anders. Weiß da jemand genaues?
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Nachdem die SPD das Schulzentrum Ückendorf zur Gesamtschule umgewidmet hatte, wurden wir zwangsweise zum Ricarda versetzt. Eine unserer alten Kunstlehrerinnen aus Ückendorf ging damals mit und wir alle zusammen gingen auf Zeitreise durch die Architektur des RHG und Herrn Frankes. Dazu gabs auch eine Art Gedächtnisschrift, nach der ich mal fahnden werde.Verwaltung hat geschrieben:
Die Aula des Ricarda in den 50ern.
Zu dem Bild nur so viel: Die Perspektive bietet den Blick aus der Galerie auf den Zuschauerbereich. Diese Galerie hat man irgendwann beseitigt, indem man die Öffnung mit dem Zäunchen im Vordergrund schlicht zugemauert hat. Zu meiner Zeit war das ein Kartenraum ohne Fenster und Sinn.
Die gleiche Galerie gabs auch zu der darunterliegenden Turnhalle, die also ursprünglich einen Zuschauerraum hatte. Auch dort sind die Maueröffnungen einfach geschlossen worden.
Diese Trakt mit Sporthalle und Aula hatte aber noch ein weiteres Highlight. Als einziger verfügt er nämlich über ein Flachdach, und das nicht ohne Grund: Die Kunsträume befanden sich im Treppenturm ganz oben und hatten einen Ausgang auf dieses Dach, auf dem die Mädchen seinerzeit Malkurse im Freien durchführen sollten. Davon gibts - wie die Kunstlehrerin berichtete - auch noch zahlreiches Anschauungsmaterial, Zeichnungen von der Skyline GEs in vielen Variationen. Die Stadt schloß irgendwann auch diesen Bereich. (Klar!)
Das RHG ist sicherlich eines der durchdachtesten Gebäude Frankes. Wenn man sieht, was heute einfach rasiert ist, kann einem das Heulen kommen. Z.B. fehlt die Pausenhalle - sowas gabs bis dahin im gesamten deutschen Schulbau noch nicht! –, weil man einfach Jungenklos dareingebaut hat.
Ein paar der damaligen Forscher trafen übrigens auch seine Tochter Margarethe persönlich. Das war lange vor dem Franke-Hype, der mittlerweile ausgebrochen ist. Sie war sehr gerührt über das Interesse an Ihrem Vater in unserem Kunstunterricht. Sie hat jede Menge Dönekes erzählt, dem Vernehmen nach u.a. auch, dass ihre Mutter schwer sauer war, als Vattern total besoffen vom Richtfest des Straßenbahndepots nach Hause kam. Das kenne ich aber nur aus Berichten der damaligen Teilnehmer des Gesprächs.
J.
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@josel
hilf mir bitte zu verstehen, welche Mechanismen da abgelaufen sind, welche Gründe und Begründungen zu dieser Zerstörung führten.
Es geht nicht um Schuldzuweisungen, ich will die Mechanismen verstehen, diese lieblosigkeit, das Desinteresse.
Haben die Lehrer sich dagegen gewehrt?
Hat sich aus der Stadtverwaltung jemand gewehrt?
Vielleicht lesen ja Menschen mit, die am damaligen Entscheidungsprozeß beteiligt waren und können hier etwas darüber sagen. Das geht auch anonym!!!
hilf mir bitte zu verstehen, welche Mechanismen da abgelaufen sind, welche Gründe und Begründungen zu dieser Zerstörung führten.
Es geht nicht um Schuldzuweisungen, ich will die Mechanismen verstehen, diese lieblosigkeit, das Desinteresse.
Haben die Lehrer sich dagegen gewehrt?
Hat sich aus der Stadtverwaltung jemand gewehrt?
Vielleicht lesen ja Menschen mit, die am damaligen Entscheidungsprozeß beteiligt waren und können hier etwas darüber sagen. Das geht auch anonym!!!
Die Gründe kenne ich auch nicht. Ich weiss nicht einmal, wann die Maurer am Werk waren.Heinz hat geschrieben:@josel
hilf mir bitte zu verstehen, welche Mechanismen da abgelaufen sind, welche Gründe und Begründungen zu dieser Zerstörung führten.
Die Geschichte mit den Jungenklos beruht auf der Einführung der Koedukation. Für eine reine Mädchenschule hatte Franke natürlich keine expliziten Jungentoiletten vorgesehen. Warum man dafür später die Pausenhalle beseitigen musste, weiss ich auch nicht.
J.
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Also die heutigen Jungenklos (zuletzt gesehen 2000) sind unter diesem Vordach in dem auf Kellerebene abgesenkten Bereich des Schulhofs untergebracht. War da die Pausenhalle???
Die Mädchenklos habe ich auch mal gesehen. Natürlich nur im Vorbeigehen, als die Tür gerade offen stand! Was denkt ihr eigentlich von mir?
Jedenfalls waren die viel geräumiger und schöner als dieses winzige, stinkende, Jungenskabuff. Da müßte mal Gendermainstreaming ansetzen.
Die Verantwortlichen der Zerstörung:
Ich denke nicht, dass irgendjemand da böse Absichten hatte. Über Jahrzehnte hinweg (teilweise bis heute) ist man mit Bauten einfach extrem unsensibel umgegangen. War sich schlicht nicht bewußt, wie gut und richtig, alte Bauten oft angelegt sind. Oder meinte sogar, man könnte das alles besser.
Eine Empore? Na, da setzen wir mal eine Mauer vor und gewinnen einen weiteren Raum. Wir sind schlau, was? Ein geräumiges Treppenhaus? Na, da ziehen wir eine Mauer quer durch, wegen Brandschutz. Da kommen auch unsere schönen modernen Brandschutztüren mehr zur Geltung. Toll, oder? Ein altes Tor mit einem handgeschmiedeten Spruch? Wer will denn noch den alten Kram sehen? Hier ein schönes neues Standardtor! Soll ja keiner behaupten, wir wären arm!
Die jüngste (heimliche) Zerstörung der Glasfenster ist allerdings in jeder Hinsicht zu verurteilen. Aber worüber aufregen? Wech is wech.
Die Mädchenklos habe ich auch mal gesehen. Natürlich nur im Vorbeigehen, als die Tür gerade offen stand! Was denkt ihr eigentlich von mir?

Jedenfalls waren die viel geräumiger und schöner als dieses winzige, stinkende, Jungenskabuff. Da müßte mal Gendermainstreaming ansetzen.

Die Verantwortlichen der Zerstörung:
Ich denke nicht, dass irgendjemand da böse Absichten hatte. Über Jahrzehnte hinweg (teilweise bis heute) ist man mit Bauten einfach extrem unsensibel umgegangen. War sich schlicht nicht bewußt, wie gut und richtig, alte Bauten oft angelegt sind. Oder meinte sogar, man könnte das alles besser.
Eine Empore? Na, da setzen wir mal eine Mauer vor und gewinnen einen weiteren Raum. Wir sind schlau, was? Ein geräumiges Treppenhaus? Na, da ziehen wir eine Mauer quer durch, wegen Brandschutz. Da kommen auch unsere schönen modernen Brandschutztüren mehr zur Geltung. Toll, oder? Ein altes Tor mit einem handgeschmiedeten Spruch? Wer will denn noch den alten Kram sehen? Hier ein schönes neues Standardtor! Soll ja keiner behaupten, wir wären arm!
Die jüngste (heimliche) Zerstörung der Glasfenster ist allerdings in jeder Hinsicht zu verurteilen. Aber worüber aufregen? Wech is wech.
Ja genau. Und das Dach dieser Pausenhalle war begehbar und hatte einen hübschen Handlauf. Von dort konnten die Nonnen ihre Mädels in der Pause auf dem Schulhof beobachten. Damit ja keine auf dumme Gedanken kam...pito hat geschrieben:Also die heutigen Jungenklos (zuletzt gesehen 2000) sind unter diesem Vordach in dem auf Kellerebene abgesenkten Bereich des Schulhofs untergebracht. War da die Pausenhalle???
J.
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- kellerfrau
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Hier eine typische Ansicht von einem der Flure, aufgenommen im Januar 2006. So viel anders sah das in den 60ern und 70ern auch nicht aus. Damals hingen allerdings keine Schülerwerke an den Wänden, sondern Gemälde mehr oder weniger bekannter Maler. Und an den Enden der Gänge gab es so grüne kleine Springbrunnen, die aber niemals eingeschaltet waren.

