Ricarda-Huch-Gymnasium

Schulzeit und Schulen in verschiedenen Epochen

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Troy
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Beitrag von Troy »

über Erika Freyer-Henkel
http://www.online-ofb.de/famreport..... ... ame=HENKEL

hier findet sich auf Seite 8 ein Artikel im Gedenken an ihren ersten Mann, Heinz Freyer, einen Maler
http://archiv.preussische-allgemeine.de ... _24_12.pdf

in der Zeit zwischen 1944 - 1958 hat sie beim Kunstverein Hamburg ausgestellt, leider kann ich die Liste und den Link nicht mehr finden

...gibt es noch wen, die/der sich erinnern kann?

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kleinegemeine01
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Beitrag von kleinegemeine01 »


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brucki
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Beitrag von brucki »

Pressestelle der Stadt Gelsenkirchen am 11.01.2013 hat geschrieben: Ricarda-Huch-Gymnasium nach Umbau in neuem Glanz

Feierstunde und Vorstellung der neuen Räume


GE. Die umfangreichen Baumaßnahmen am Ricarda-Huch-Gymnasium sind so gut wie abgeschlossen. Der Mitteltrakt, die Aula und die Turnhalle erstrahlen in neuem Glanz, eine Mensa und eine Cafeteria wurden gebaut und der Sporthof wieder hergestellt und verbessert.

Diese erheblichen Investitionen sind für den Schulstandort ein großer Gewinn. Oberbürgermeister Frank Baranowski hat heute gemeinsam mit der Schulleiterin Ursula Klee die neuen Räume im Rahmen einer Feierstunde in der Aula der Schule der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zur Geschichte des Schulbaus
an der Schultestraße 50

Am 20. Juni 1930 fand der erste Spatenstich für einen Schulneubau auf dem Böhlingshof statt. Das Gebäude hat deutliche Anklänge an den Bauhaus-Stil der 20er Jahre und galt als ein für die damalige Zeit überaus moderner Schulbau.

Entwurf und Bauleitung: Architekt: Josef Franke

Am 16. April 1931 fand die feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes für das neue Aloisianum, ein privates katholisches Lyzeum mit Frauenschule und realgymnasialer Studienanstalt statt. Zum Ende des Schuljahres (Weltwirtschaftskrise) zählte das Aloisianum rund 600 Schülerinnen in 18 Klassen.

1939 kaufte die Stadt Gelsenkirchen das Schulgebäude an der Schultestraße von den Franziskanerinnen. Im zweiten Weltkrieg wurden das Erdgeschoss und Teile des Kellergeschosses als Lazarett des Marienhospitals genutzt. In den oberen Geschossen wurde unterrichtet.

Am 6. November 1944 wurde das Schulgebäude durch Bomben weitgehend zerstört.

Am Montag dem 18. März 1946 haben sieben Lehrkräfte für 873 Schülerinnen ohne Bücher und Schreibmaterial den Unterricht unter dem neuen Namen „Ricarda-Huch-Gymnasium“ in der Form von Schichtunterricht wieder aufgenommen.

Erst 1951 begannen die Wiederaufbauarbeiten der Klassentrakte.

Von 1954 bis 1955 wurden der Verwaltungstrakt, die Aula und die Turnhalle gebaut.

Von1977 bis 1980 fand eine Renovierung des naturwissenschaftlichen Flügels bei laufendem Unterricht statt.

Von 1995 bis 1997 entstand ein naturwissenschaftlicher Anbau neu.

Am 1. Oktober 1998 hat der Rat der Stadt eine nochmalige räumliche Erweiterung des Ricarda-Huch- Gymnasiums durch Zuweisung und Umbau des ehemaligen heilpädagogischen Kindergartens Auf Böhlingshof beschlossen. Die starke Nachfrage nach Gymnasialplätzen machte eine Ausweitung des bis dahin drei- auf ein vierzügiges Gymnasiums erforderlich. Nach dem Raumprogramm wurden von 2001 bis 2002 Technikräume, Mehrzweckräume, eine Biblio- und Mediathek und Verwaltungsräume hergestellt und eine durchgängige Computervernetzung des Südflügels mit Anbindung an das Internet installiert.

Das Sanierungsprojekt des
Mitteltraktes 2004 bis 2012

Im Jahre 2004 hat die Schulleitung Ursula Klee dringenden Sanierungsbedarf in verschiedenen Bereichen angemeldet. Benannt wurden der Klassenraumtrakt mit Vernetzung durch ein Medienkonzept, die Toilettenanlage, die Flure und die Haupttreppe sowie die Aula und die Turnhalle.

Erweitert wünschte die Schule die Einführung eines Ganztagskonzeptes. Dazu ergab sich die Notwendigkeit der Installation von Räumen, die zur Mittagessenzubereitung sowie zur Einnahme der Mahlzeiten geeignet sind. Die Verwaltung hat dann mit der Planung und Kalkulation der Maßnahmen begonnen.

Am 20. August 2008 hat die Bezirksvertretung Gelsenkirchen- Mitte durch Beschluss die Verwaltung beauftragt die Gesamtsanierung des Mitteltraktes der Schule, der Aula und der Turnhalle in den Jahren 2008 bis 2011 auszuführen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme wurden auf 3.802.000 € kalkuliert.

Am gleichen Tag wurde auch beschlossen, die Architekturleistung von dem Architekturbüro Klein & Neubürger aus Bochum erbringen zu lassen.

Die Sanierungsarbeiten waren dann so umfangreich, dass diese nicht nur in den Schulferien, sondern bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt werden mussten. Zeitweise mussten auch Klassen in andere Schulbauten ausgelagert werden. Zwischenzeitlich hatte die Schule bereits den offenen Ganztag eingeführt. Die Mittagsverpflegung war auch schon im Provisorium sichergestellt.

Für das Schuljahr 2009/2010 strebte die Schule dann den gebundenen Ganztag an.

Der Ganztag:

Die Errichtung eines Ganztagsgymnasiums am Ricarda- Huch-Gymnasiums wurde von der Bezirksvertretung Gelsenkirchen- Mitte am 9. September 2009 beschlossen.

Im Untergeschoss wurde ein Essbereich mit einer Küche und einem Differenzierungsraum hergerichtet. Neben dem Essbereich wurden noch ein Lagerraum und ein Büro für den Ganztag geschaffen.

Im Eingangsbereich entstand eine Cafeteria mit einem Aufenthaltsraum für die älteren Schülerinnen und Schüler. Die Gesamtkosten für den Ganztagsbereich betrugen 290.000 €.

Im Untergeschoss wurde auch noch der WC- Trakt saniert.

Sanierung Mitteltrakt:

Sechs Klassen konnten den Bauarbeiten ausweichen, in dem sie zeitweise Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule an der Irmgardstrasse nutzten. Die meisten Klassen mussten aber in einem Containergebäude auf dem Schulhof untergebracht werden. Der Baubeginn erfolgte dann in den Sommerferien 2009 mit folgenden Abschnitten:

Neue HeizungAufzug für Menschen mit Behinderung vom Untergeschoss bis zum Dachgeschoss.Rampe zum Untergeschoss für RollstuhlfahrerFassaden und DachsanierungAußenanlagen Sporthof (75.000 € )Pausen WC- NordflügelTurnhalle /Aula /Südflügel

Im Zuge der Bauführung kam es dann zu Mehrbedarfen, die verschiedene Gründe in allgemeinen Preissteigerungen, in der schlechten Gebäudesubstanz oder einer überarbeiteten Planung hatten. Schlussendlich mussten Mehrkosten von 1.692.000 € aufgewendet werden. Die Gesamtkosten betrugen damit 5.494.000 €.

Seit dem 1. August 2012 läuft der Schulbetrieb in den sanierten Gebäudeteilen wieder planmäßig.

Insgesamt konnte ein hochwertiger Standard verwirklicht werden. Die sanierten Räume wurden auch noch durch modernes Mobiliar und technische Infrastruktur (wie z.B. Beamer und Whiteboardtafeln) ergänzt. Die Turnhalle wurde dem heutigen Ausstattungsbedarf angepasst. Die Aula selbst ist zu einem multifunktional nutzbaren kleinen Theater- und Konzertsaal umgebaut worden.

Die akustischen und optischen Voraussetzungen (Ton und Licht) erfüllen jetzt jeden Anspruch der Lehrpläne aber auch der Bedürfnisse von kommunikativen Veranstaltungen.

Zur Schule:

Das Ricarda- Huch- Gymnasium hat aktuell 796 Schülerinnen und Schüler.

Die 3- bis 4-zügig geführte Sekundarstufe 1 wir von 430 Schülerinnen und Schüler besucht. Die Sekundarstufe 2 ist ebenfall 3- bis 4-zügig und umfasst 366 Schülerinnen und Schüler.

An den Planungen für das Sanierungsprojekt waren hauptsächlich die amtierende Schulleiterin Ursula Klee und ihr Stellvertreter Gerhard Blume-Muntenbeck (bis zu seiner Pensionierung im Oktober 2011)beteiligt. Die Stellvertreter Position wird heute von Rolf Möller ausgefüllt.

Das pädagogische Konzept des Ricarda-Huch- Gymnasiums wurde mehrfach mit Gütersiegeln des Landes NRW hervorgehoben.

Es bestehen bilinguale Klassen: Englisch- Deutsch, Klassen mit mathematisch –naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, eine Lernwerkstatt Fremdsprachen.

Das Ricarda ist UNESCO-Projekt-Schule und führt türkisch als Leistungskurs.

Die anerkannte Wochenzeitschrift „Die Zeit“ widmete der Schule im Februar 2012 einen großen redaktionellen Anteil unter dem Titel „ Eines Gymnasiums der Zukunft“.

Mit 30 anderen Gymnasien in Nordrhein- Westfalen erprobt das Ricarda-Huch-Gymnasium mit dem Programm „Ganz In“ seit zwei Jahren Modelle für den Ganztagsbetrieb an Gymnasien.

Zukünftige Planungen:

Die Sanierung des Haupteingangsbereiches mit der Eingangstreppe muss noch finanziert werden. Die Sanierung des Pausenhofes mit einer Gestaltung, die den Aufenthaltsbedürfnissen einer Ganztagsschule entspricht, wurde mit 100.000 € planerisch begonnen. Eine endgültige Kostenkalkulation muss aber noch erstellt werden.

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Kartonski
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Beitrag von Kartonski »

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Kartonski
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Beitrag von Kartonski »

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Der WDR berichtet: Lokalzeit Ruhr, um 19.30 im WDR Fernsehen.

Die WAZ berichtet: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenk ... 71080.html
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Josel
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Re: Ricarda-Huch-Gymnasium

Beitrag von Josel »

Kartonski hat geschrieben:Bild
Klasse, der Oberrang der Aula ist ja wieder da! Dass ich das noch erleben darf!

J.
Vertrödeln Sie keine Zeit mit dem Lesen von Signaturen!

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Frau Monk
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Beitrag von Frau Monk »

Wie schon erwähnt, ich stöbere etwas
Babsi hat geschrieben: Vielleicht noch eine Erklärung zum sogenannten Puddingabitur. Wenn man sich für diesen Zweig entschied, wählte man für Klasse 7 (damals noch Quarta) das Fach Französisch statt Latein und musste dann nach der 10. Klasse das Ricarda verlassen und die Oberstufe am Annette-von-Hülshoff-Gymnasium absolvieren. Also, mit Kochen u.ä. hatte das auch nicht so viel zu tun.

Gruß
Babsi
Das stimmt so nicht ganz. Der hauswirtschaftliche Zweig hatte schon etwas mit Kochen zu tun :wink:
Wir hatten Hauswirtschaft - also Kochen - und auch Handarbeit - also Nähen, Häkeln.......... :rock1green:
bei Frau Dallmeier und Frau Worthmann. Also wirklich fürs Leben gelernt :D
„Fremd sein in der Fremde ist hart, fremd sein in der Heimat grausam.“
―Rupert Schützbach

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iwi
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Ricarda-Huch-Gymnasium

Beitrag von iwi »

Frau Hildegard Schneiders, die bei einer Veranstaltung des Heimabundes
am 28.08.2014, durch die Schule geführt hat und die Schülerin und Lehrerin
an der Schule war und ist, hat folgenden Artikel geschrieben:

Das Ricarda – „das Gymnasium für Mädchen in Gelsenkirchen“
Wie ist es entstanden – wie hat es sich verändert?

Das 100-jährigen Schuljubiläum im Jahre 2006 war ein Anlass, die Schulgeschichte aufzuarbeiten, und dabei wurde deutlich, wie kompliziert diese Schulgeschichte verlaufen ist und wie sehr sich in dieser Schulgeschichte auch Stadtgeschichte widerspiegelt. Die Stadt Gelsenkirchen bestand lange Zeit nur aus Altstadt und Neustadt – mit 37.000 Einwohnern. Als dann 1903 unter Oberbürgermeister Machens die Stadt erweitert wurde und die Stadtteile bis zum Kanal eingemeindet wurden, war die Zeit reif, alle kommunalen Aufgaben anzupacken, die für eine Großstadt von jetzt 138 000 Einwohnern nötig waren. Großprojekte wie Bahnhofshalle, Badeanstalt, Postamt, Schlachthof usw. konnten jetzt realisiert werden. Die stetig wachsende Bevölkerung wünschte auch Bildung für die Kinder. Das altehrwürdige Schalker Gymnasium zwischen Schalker und Kaiserstraße genügte nicht mehr und so wurden innerhalb von 6 Jahren drei weiterführende Schulen gegründet: 1900 die Oberrealschule (heute Gauß), 1904 das Realgymnasium (heute Grillo) und zuletzt 1906 auch noch ein Gymnasium für Mädchen: das Lyzeum. Als der moderne Schlachthof in Heßler fertiggestellt war, konnte der Baudirektor Max Arendt 1914 auf dem Gelände des alten Schlachthofs Ecke Zeppelinallee/Rotthauser Straße ein wunderschönes Gebäude im Renaissancestil errichten. Der Zustrom an bildungsbegierigen jungen Mädchen war so groß, dass schon bald ein weiteres Mädchengymnasium erforderlich wurde. Der Propst der katholischen Altstadtgemeinde holte Franziskanerinnen aus der Klosterschule Nonnenwerth nach Gelsenkirchen und gründete 1920 im alten Aloisianum an der Husemannstraße ein konfessionelles Konkurrenzunternehmen. Aloisius war der Schutzheilige der Jugend). Es war so erfolgreich, dass schon 10 Jahre später von den Nonnen als Bauherrinnen ein neues größeres Aloisianum gebaut wurde in der Schultestraße auf dem großen Gelände des verlassenen Bauernhofs Böhlingshof. Als Architekten wählte man den bekannten Gelsenkirchener Josef Franke, der ein Jahr vorher noch die Heiligkreuzkirche an der Bochumer Straße gebaut hatte. Ihm gelang das Wunder, innerhalb von 10 Monaten das größte und modernste Schulgebäude von Gelsenkirchen zu errichten. Der Spruch in Klinkerstein am Haupteingang ist heute noch vorhanden als Relikt aus der Nonnenzeit: PAX ET BONUM = Frieden und Segen, der alte franziskanische Gruß.
Doch die Nonnen konnten nur kurze Zeit, nur 8 Jahre, dieses Schulgebäude nutzen: Die Nationalsozialisten mit dem Ziel der Gleichschaltung aller Lebensbereiche wollten jeden konfessionellen Einfluss auf die Jugend unterbinden. Die Nonnen wurden in ihrer Arbeit so eingeschränkt und eingeschüchtert, dass sie 1938 das Gebäude an die Stadt Gelsenkirchen verkauften. Nun zogen alle Schülerinnen von dem Städtischen Lyzeum in die Schultestraße. Das Gebäude hieß jetzt Kirdorf-Schule nach Emil Kirdorf, dem Chef der GBAG. Dieser mächtigste Industriekonzernchef in Gelsenkirchen war im hohen Alter Förderer von Hitler und war damit für die Nazis der ideale Namensgeber dieser neuen Schule. Hitler besuchte Gelsenkirchen nur ein einziges Mal: zur Trauerfeier von Emil Kirdorf. Das frei gezogene Schulgebäude an der Rotthauser Straße wurde jetzt als Mädchenmittelschule genutzt.
Als der Krieg zu massiven Luftangriffen gegen das Ruhrgebiet führte, wurden Lehrerinnen und Schülerinnen ausquartiert in die sog. Kinderlandverschickung. Weit von zu Hause im sicheren Süddeutschland hofften die Kinder auf Lebenszeichen von der Heimatstadt.
Im Krieg ist das Schulgebäude an der Schultestraße stark beschädigt worden: Der Trakt, in dem die Nonnen ihre Kapelle mit einer runden Apsis und ihre Klausur hatten,und auch die Frontseite an der Schultestraße waren zerstört. Nach dem Krieg organisierte man ziemlich schnell einen Notbetrieb: In 2 Schichten wurde unterrichtet, in überfüllten, kalten Räumen, ohne Schreibmaterial, aber mit der Hoffnung, mittags in der Schule von der Schwedenspeisung ein warmes Essen zu bekommen. Erst 1955,10 Jahre nach dem Krieg, erhielt die Schule eine neue Aula und eine Turnhalle. Es war schon eine Leistung der damaligen Schulleiterin Frau Dr. Heider, den Schulbetrieb unter solch erbärmlichen Umständen wieder in Gang zu bringen.
Wer sollte jetzt Namensgeberin der Schule sein? Der Name Kirdorf wurde aus dem öffentlichen Bewusstsein gestrichen, man wählte Ricarda Huch, die Dichterin, die schon 1933 einen offenen Brief gegen die neue Kulturpolitik der Nazis geschrieben hatte und deshalb ihren Austritt aus der Akademie der Wissenschaften erklärt hatte. Der neue Name war eine Wertschätzung ihres politischen Weitblicks und ihrer Zivilcourage.
Nur wenige wissen heute noch, dass dieses Schulgebäude im Laufe seiner Geschichte schon drei Namen trug: 1930 als Aloisianum von Nonnen gebaut, 1939 vom städtischen Gymnasium als Kirdorf-Schule übernommen und erst 1949 zum Ricarda-Huch-Gymnasium umbenannt.
Hildegard Schneiders

Dieser Artikel ist auch in der neuesten Ausgabe des Gelsenkirchener Seniorenmagazin
GE-nior erschienen.

glückauf
iwi
Was Du nicht willst was man Dir tu', das füg auch keinem anderen zu.
www.rotthauser-netzwerk.de
www.rotthauser-post.de

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manuloewe59
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Beitrag von manuloewe59 »

Eine Aufnahme von 1990.
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M@nu

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Minchen
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Beitrag von Minchen »

So sah es "zu meiner Zeit" aus. :P

Kann mir jemand was über die aktuelle Zusammensetzung der Schülerschaft sagen, ich meine der Sek. I?
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

Meine alte Direx:

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Glück auf!

Das Gegenteil von Wissen ist nicht Unwissen, sondern die Illusion, wissend zu sein. (Stephen Hawking)

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Ströppken
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Beitrag von Ströppken »

Nochmal neu:

Frau Dosedal

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Ich mußte 2 x bei ihr "antanzen", weil ich aufgefallen war.....

....weil ich der Schülerzeitschrift "Silhouette" nur (!) meine Meinung gesagt hatte!
Glück auf!

Das Gegenteil von Wissen ist nicht Unwissen, sondern die Illusion, wissend zu sein. (Stephen Hawking)

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manuloewe59
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Beitrag von manuloewe59 »

Das Ricarda-Huch-Gymnasium Gelsenkirchen ist Landessieger im Geschichtswettbewerb. Thema der Neuntklässler: die Nazivergangenheit einer Lehrerin.

www.waz.de am 09.07.2019
Hildegard Pohl war Lehrerin am Ricarda-Huch-Gymnasium. Mit der Aufarbeitung ihrer Geschichte haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Ricarda den Landessieg im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten errungen. Titel ihrer 47-seitigen Arbeit, die sie mit Lehrerin Birgit Langenscheid erstellten: „Die Entnazifizierung von Hildegard Pohl – Mitläuferin oder Schuldige mit Persilschein?“ Um es vorweg zu nehmen: die „Schuldige mit Persilschein“ trifft den Sachverhalt offenbar besser. Um dieses Urteil fällen zu können, forschten die Schüler in Landes-Archiven, unterstützt auch von der NS-Dokumentationsstätte in Erle. Sie untersuchten, wann die im Jahr 1903 geborene Lehrerin in Organisationen eintrat, die den Nationalsozialisten nahestanden, wie ihre pädagogischen Fähigkeiten waren, wie sie mit Kollegen umging. Das Ergebnis fiel nicht eben positiv für die Lehrerin aus, die nach dem Krieg sogar noch wagte, Entschädigung für die Zeit zu beantragen, in der sie wegen des Entnazifizierungsprozesses nicht arbeiten durfte. Die Zahlung wurde immerhin abgelehnt.
https://www.waz.de/staedte/gelsenkirche ... 22923.html
M@nu

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Heinz O.
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Re: Ricarda-Huch-Gymnasium

Beitrag von Heinz O. »

Die ehemalige Schülerin des RHG , Claudia Stolze, ist dieses Jahr für einen OSCAR nominiert worden.
http://aim-pr.de/news/2-oscar-nominierungen-fuer-emma/

Kennt denn jemand diese Claudia Stolze ?
https://www.gelsenkirchener-geschichten ... dia_Stolze
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Minchen
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Re: Ricarda-Huch-Gymnasium

Beitrag von Minchen »

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Nie gehört, aber toll! Hoffentlich gewinnt sie den Oscar, ich drücke ihr sämtliche Daumen! :P
Weiß jemand, wann sie das Ricarda besucht hat?

Emma gehört zu den besten Büchern, die je geschrieben wurden. Oben meine illustrierte Ausgabe. :fondof:
Kassandra war doch eine furchtbare Populistin.

Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.
(Shakespeare, König Lear)

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