Zentralkokerei Alma

Die industrielle Vergangenheit Gelsenkirchens zwischen Kohle und Stahl. Alles was stank. ;-)

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Heinz
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Beitrag von Heinz »

beachtet bitte, dass auf dem ersten Bild (Gebäude mit Uhr) von Tekalo die Uhr noch ganz ist.
Mittlerweile ist sie völlig zerstört. :?

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

So sieht es heute aus.
aber wenn man meint es passiert hier was, der irrt.
Die Rodungen und Müllbeseitigung war ne Privat Initiative des dort ansässigen Schrott (?) Händlers der sich mit seinem Bagger dort hervorgetan hat.
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er sagte mir auch das ich gefahrlos ins Gebäude kann, dann bin ich da mal rein:
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und dann hinterm Gebäude (die Aussicht hatten wir noch nicht)
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aber Pito hat recht, obwohl die Sonne heute schien, es ist schon zum Gruseln !
Der freundliche Herr erzählte mir dann, das dort bis vor ca. 10 Jahren noch diverse Betriebe ansässig waren, bis die Stadt kam und alles dicht machte. Grund: die fehlende Kanalisation und seit dem liegt dort alles brach.
Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

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Heinz O.
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Beitrag von Heinz O. »

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Micha

Irgendwie machen GEschichten süchtig .......

Schacht 9
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Kokerei Alma

Beitrag von Schacht 9 »

Einige Bilder der Zentralkokerei Alma Ende der 20er Jahre.
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Kohlenturm
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Kohlenturm
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Benzolfabrik
Aus Bergbauarchitektur von F.Schupp, M.Kremmer.

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Verwaltung
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Beitrag von Verwaltung »

[center]Es lockt immer wieder. Und hält tatsächlich noch Überraschungen bereit. :shock:

[GVideo]http://video.google.de/videoplay?docid= ... 6875485337[/GVideo][/center]

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Tekalo
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Beitrag von Tekalo »

Westfälische Rundschau 20.03.1963


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  • Kokereiöfen von Alma stehen jetzt bald still

    Gk - Die Kokerei Alma, die zu je 50 Prozent der Gelsenkirchener Bergwerks AG und der Rheinischen Stahlwerke gehört, wird in beiderseitigem Einvernehmen in den nächsten Wochen geschlossen. Das teilte die GBAG als Betriebsführergesellschaft gestern mit.
    Die Kokerei Alma hat bei 143 Verbundöfen eine Tageskapazität von 2100 Tonnen. Für die 350 Arbeiter und Angestellten sollen andere Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden.
    Mit der Schließung der Kokerei Alma wird im GBAG-Bereich die Kokereiwirtschaft weiter rationalisiert.

pito
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Beitrag von pito »

Westfälische Rundschau hat geschrieben:Kokereiöfen von Alma stehen jetzt bald still
Da haben sich die Öfen also vorher bewegt???
Vielleicht hätte man schreiben sollen: Die Öfen kühlen jetzt bald ab. :lol:

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usch
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Beitrag von usch »

Heinz O. hat geschrieben:Die Rodungen und Müllbeseitigung war ne Privat Initiative des dort ansässigen Schrott (?) Händlers der sich mit seinem Bagger dort hervorgetan hat.
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er dem Gebäude damit einen Dienst erwiesen hat. Bis dahin lag ja der Hintereingang über die Verladerampe wenigstens hinter Gestrüpp versteckt, jetzt sitzt er geradezu auf dem Präsentierteller.
aber Pito hat recht, obwohl die Sonne heute schien, es ist schon zum Gruseln !
In der Tat. Ich war das erste Mal 2005 und letzte Mal dieses Jahr im Februar dort; es ist unglaublich, wie das alles in den letzten zweieinhalb Jahren runtergekommen ist.

2005 hing im Flur noch die Pinwand mit Weihnachtskarten an der Wand, auf der Durchreiche in der Empfangshalle waren Bücher aufgestapelt, als würden sie noch darauf warten, einem Besucher als Ansichtsexemplar mitgegeben zu werden, der Kronleuchter hing noch an der Decke, und wenigstens der Haupteingang zur Almastraße war verriegelt und versperrt, so daß da nicht Hinz und Kunz einfach reinlatschen konnten. Heute ist alles sperrangelweit offen, alle Fensterscheiben eingeworfen, drinnen wirklich alles kurz und klein geschlagen, und wenn mit dem Dach nicht bald was passiert, dann wird mit dem Dach bald was passieren. :cry:

2005

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2008
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Der freundliche Herr erzählte mir dann, das dort bis vor ca. 10 Jahren noch diverse Betriebe ansässig waren, bis die Stadt kam und alles dicht machte. Grund: die fehlende Kanalisation und seit dem liegt dort alles brach.
Tja, leider haben die Betriebe alles stehen und liegen lassen. Die eine Hälfte ist bis zum Dach voll mit alten Ölkanistern von der Autorennbahn, die andere Hälfte ist ebenso voll mit Papier von der Druckerei. Ich wunder mich, daß da noch nix Ernsthaftes passiert ist :-(

Und eigentlich kann es ja auch nicht im Sinne der Firmen sein, daß da ihre alten Kontoauszüge von 1992 und sonstige Geschäftskorrspondenz für jedermann zugänglich rumfliegen ...

pito
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Beitrag von pito »

usch hat geschrieben:Heute ist alles sperrangelweit offen
Vor kurzem wurde das Gebäude gesichert, sprich alle Öffnungen wurden mit brauen Blechen fest verschraubt. Wer das gemacht hat, weiß ich nicht. Bestimmt nicht der Schrottmann, dafür sieht das zu professionell aus. Vielleicht die Volksbank, der das Gebäude ja gehört.
usch hat geschrieben:Die eine Hälfte ist bis zum Dach voll mit alten Ölkanistern von der Autorennbahn
Die Kanister sind alle leer und stammen von einer Mineral-Öl-Gesellschaft, die dort mal ihren Sitz hatte. Es gibt auch noch die großen Öltanks in dem einen Raum.

tiborplanet_de
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Beitrag von tiborplanet_de »

Jau,schade daß nun alles veriegelt ist.Bin gerne im Gebäude herumgestreift.So eine Sicherung hätte aber viel früher erfolgen können(sogar müssen!!).Auch schade ist daß jetzt kein Alma Kommando tätig werden kann wie bei der Kapelle :lol:

salife
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Beitrag von salife »

Neben dem Zechen- und Kokereibetrieb gab es bis 1990 die Zentralwerkstatt, ehemals Eisenbahnwerkstätten, der RAG auf dem Alma-Gelände. Mehr als 100 Mitarbeiter wurden damals noch an andere Standorte verlegt, die Gebäude bis auf wenige Reste "abgewickelt". Die Aufnahmen zeigen den Betrieb kurz vor der Schließung:
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Radsatzwerkstatt und Waggonwerkstatt mit "kleinem Lokschuppen"
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(halb verdeckter) Blick über den "Platz" auf Elektrowerkstatt und Anstreicherei
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Waggonwerkstatt mit Anliefergleis
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"Girlandenstationen" für unter Tage; hier galt das Motto: aus alt mach neu
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Waggonwerkstatt - rechts hinter den Bäumen das DB-Gelände, die Brache davor ist der ehemalige Rangierbereich
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Schiebebühnenbereich zur Waggon- und Lokwerkstatt
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Rückansicht des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Kokerei

salife
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Beitrag von salife »

Hier noch einige "Innenansichten" (teilweise aus den 80er Jahren):
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Waggonwerkstatt
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Blick in die Waggonwerkstatt mit Arbeitsboxen
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Waggonwerkstatt / BrennmaschineBild
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Arbeit am Waggon
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ehemalige Schmiede

tiborplanet_de
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Beitrag von tiborplanet_de »

pito hat geschrieben:Das Bürgerforum hat systematisch alle Leute angesprochen, die mit der Neugründung des Forstamtes in Gelsenkirchen zu tun haben werden, und ihnen vorgeschlagen, das Alma-Gebäude als Standort zu wählen (inklusive denkmalgerechter Sanierung natürlich). Alle waren begeistert von der Idee. Nur leider mahlen die Mühlen sehr langsam. Es ist wohl noch nicht mal klar, wann dieses neue Forstamt nun kommt und erst Recht nicht wo, und wieviel Platz es eigentlich benötigen würde, und ob sich das Alma-Haus eignen würde.
Das kann man nun auch vergessen weil das Forstamt ins Inkubatorzentrum kommt.

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Beitrag von Verwaltung »

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1. Gleisbunker
2. Mischstation
3. Eckstation
4. Kohlenturm
5. Koksofenbatterie
6. Löschturm
7. Transportband
8. Verladung
9. Betriebsgebäude
10. Salzlager
11. Ammoniakfabrik
12. Benzolfabrik
13. Maschinenhaus
14. Schalthaus
15. Kesselhaus
16. Werkstätten
17. Nebengewinnung
18. Transportbrücke
19. Mannschaftsbrücke

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Interessantes Detail:
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Quelle: "Baukunst", München, 6. Jahrgang, Heft 4, April 1930
Wir folgen den Ideen der Open-Source / Access- und Common Lizenz Bewegung. Solltest du dein Bildmaterial aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht freigeben können, kennzeichne das bitte durch einen Copyright-Zusatz

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Quelle: "Baukunst", München, 6. Jahrgang, Heft 4, April 1930
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