Krankenhaus Rotthausen, Mozartstraße

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Josel
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Beitrag von Josel »

In Rotthausen gab es nie ein Knappschaftskrankenhaus.

J.
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brucki
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Beitrag von brucki »

PEDY1965 hat geschrieben: Meine Schwester sagte mir jetzt gerade das es sich um das alte Knappschaftskrankenhaus drehen muß.
Josel hat geschrieben:In Rotthausen gab es nie ein Knappschaftskrankenhaus.
Und wie bringen wir das PEDY1965s Schwester bei? :wink:


Apropos Foto:
BildAuf der Rückseite steht: "Krankenhaus Rotthausen" und etwas von 1926

PEDY1965
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Krankenhaus

Beitrag von PEDY1965 »

Danke Brucki !!!

Ich hatte ja höflich gefragt ob mir einer mehr sagen kann ich habe jetzt gelesen das es das Marienhospital war. Meine Erinnerung an damals vor ca 38 Jahren könnten auch etwas Lückenhaft sein. Aber das Foto von Brucki ist schon mal ein Anfang. Ich habe leider nur den Eingangsbereich in meinen Gedanken gehabt aber vielleicht wird ja noch etwas nach gelegt.
LGPedy1965

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Krankenhaus Rotthausen

„Im Jahre 1899 fasste man [katholische Kirchengemeinde] die Errichtung einer Wohltätigkeitsanstalt ins Auge, und damit war der Grundstein zum heutigen Krankenhaus gelegt. Zur Hauskrankenpflege wurden die „Armen Dienstmägde Christie“ (Dernbach) berufen; die Kirchengemeinde verpflichtete sich, für den Unterhalt der Schwestern zu sorgen. Im Frühjahr 1899 kamen die ersten Schwestern nach hier und wohnten in einem Haus an der Brunostraße (der heutigen Marien-Apotheke) [heute: Rotthauser Straße kurz vor der Einmündung Wiehagen]. Zum Bau eines Schwesternhauses erwarb man einen den Kirchplatz nach Norden abgrenzenden Bauplatz der Witwe Bauer zum Preis von 1700 Mark; der Bau wurde sofort begonnen, noch in demselben Jahr vollendet und später zu einem Krankenhaus ausgebaut.“

„1899 besitzt die katholische Gemeinde an der Klosterstraße [heute: Mozartstraße] das „Marienhaus, Schwesternheim für Erziehung und Unterricht“. Die Schwestern – „Arme Dienstmägde Christi aus dem Mutterhause zu Dernbach“ – eröffneten zuerst eine Handarbeitsschule für schulentlassene Mädchen und eine Kinder-Bewahrschule. Im Jahre 1905 wurden zwei weitere Kinder-Bewahranstalten an verschiedene Stellen der Gemeinde errichtet. Im Jahre 1900 genehmigte die Regierung die Eröffnung einer Krankenheilanstalt im Marienhause. Im Jahre 1905 übten 9 Schwestern an etwa 190 erkrankten Insassen die Pflege.“

Kopien der Chroniken des Krankenhauses (2 Bände) hat das Mutterhaus in Dernbach zur Verfügung gestellt. Sie befinden sich im Stadtteilarchiv Rotthausen.

Das Krankenhaus wurde 1974 geschlossen und das Gebäude zwei Jahre später abgebrochen.

Karlheinz Rabas
Jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr sind
Besucher bei uns im Stadtteilarchiv Rotthausen, Mozartstraße 9, herzlich willkommen 10.000 Fotos zu Rotthausen und mehr

Karlheinz Rabas
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Beitrag von Karlheinz Rabas »

Hier ist noch ein Foto des Krankenhauses:

[center]Bild[/center]

Karlheinz Rabas
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PEDY1965
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Krankenhaus Rotthausen

Beitrag von PEDY1965 »

Da s ist genau das was ich sehen wollte . Hier mal einen :blue_el: von Pedy1965
an Karlheinz Rabas.Vielen Dank.
LGPedy1965

ninotschka
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Beitrag von ninotschka »

:jg: :oops: ja genau ich habe vor vierzig jahren in diesem Krankenhaus meine Mandeln entfernt bekommen Dr. Schuhmacher hatte dort einige Belegbetten, seine Praxis war auf der Bochumerstrasse ca. da wo jetzt Meuser und Hoppe steht .Zurück zum Krankenhaus ich lag mit zwei oder drei anderen Kindern in einem Hinterzimmer d.h. wir mussten durch ein oder zwei andere Krankenzimmer um in das hintere zu gelangen.Was noch in meiner Erinnerung ist , das zum op über`m hof getragen wurde ich hatte nur hemd und einen Morgenmantel an im op bekam ich dann die Narkosemaske auf den Mund und sollte tief einatmen natürlich versuchte ich mich zu wehren aber atmen musste ich ja doch und weg war ich. hab es aber überstanden wieder in Krankenzimmer angekommen natürlich hab ich nach meiner Mama geweint , die stand leider nur auf dem Hof und durfte noch nicht zu mir dafür hat mich meine Zimmergenossin so gut es ging beruhigt und meiner Mama am Fenster zugewunken das alles in Ordnung war . Danke für diese Fürsorge , vielleicht liest sie diese Geschichte mal ,das wär doch mal was oder ?. :idea: :oops:

Klaus S.
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Beitrag von Klaus S. »

Stürzte während der Abbrucharbeiten nicht das Baugerüst auf die Straße und begrub ein Auto unter sich?

Anter
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Krankenhaus Rotthausen

Beitrag von Anter »

Habe dort 1966 meinen Blinddarm entfernt bekommen.
Das Krankenhaus war -vielleicht- nicht auf dem neuesten Stand der damaligen Technik
(ich mußte allein mit dem Fahrstuhl in den OP fahren und dort warten, so wie im Wartezimmer eines Arztes.) Auch hörte ich im Nebenraum Gesprächsgeräusche.
Aber die Betreuung (es waren m. E. auch noch ein paar "Nönnekes" zur Betreuung da)
war klasse. Ich lag in einem 7-Bett-Zimmer - machte mir jedoch nichts aus.
Bekam damals einen der so begehrten Bikini-Schnitte - und nicht soooo eine lange Narbe wie es beim Blinddarm-entfernen üblich war.

Da mein Bett nacch ca. 7 Tagen benötigt wurde, wurde ich sogar vom Chefarzt persönlich nach Hause gefahren.
JAG

von waldbröl
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Beitrag von von waldbröl »

Tach gesacht , habe zwischen 1963 bis 1968 zweimal nach Arbeitsunfällen auf der DELOG in dem Krankenhaus gelegen. War ein kleines aber lustiges Krankenhaus. In den Mehrbettzimmern wurde Radio gehört, geraucht und so manche Flasche Bier getrunken. Es war im Grunde ein Unfallkrankenhaus der DELOG. Alle verunfallten Mitarbeiter der DELOG wurden hier eingeliefert und versorgt.
An Nonnen als Schwestern kann ich mich in dem Zeitraum nicht mehr erinnern.
Der Chefarzt war ein ganz netter, kam sogar Samstags und Sonntags, hat jeden begrüßt und nach dem Befinden gefragt. Leider fällt mir der Name nicht mehr ein.Er fuhr einen gelben Opel Rekord mit weißem Dach.
Dann gab es da noch einen Kalfaktor, er hieß Stephan und war Pole. Der pflegte die Umlagen und war eigentlich Mädchen für alles. Der war ganz lieb und den versorgten wir immer mit Zigaretten. Der wohnte irgendwo im Hinterhof.
Am Wochenende erlaubte der Chefarzt auch schon mal, dass man nach Hause durfte.
Habe gute Erinnerungen an dieses Krankenhaus.
LG Wolle

Mic
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krankenhause Mozartstr. Rotthausen

Beitrag von Mic »

Es war 1955,ich hatte NASEN POLYP,konnte nur durch den Mund Atmen.
Ich war 5Jahre alt,die Operation im Krankenhause an der Mozartstr.
Maske auf,es gab Tropfnarkose.
Nach der Operation,als ich wach wurde,hatte ich Angst,denn es kam noch
eine Menge Blut von Nase und Mund.
Nach ein wenigen Stunden,Entlassung.
Mutter war schon Vorbereitet,frische Handtücher im Gepäck.
Jetzt nach Hause,Wetterstr,aber wie?
Krankenwagen? Nein ,wurde nicht bezahlt
Taxi?Dafüre hatten wir nicht genug Geld.
Die Strassenbahn NR 4,war ja nicht weit vom Krankenhause.
Die Schwester meiner Mutter lebte auf der Bockermühlenstr,
genau EckeMindenerstr,beim Kolosberg.
So, Mutter und ich mit einemHandtuch unter der Nase,mit der NR4
bis zurTante.Dort muste ich mich dann ERHOLEN.

Glückauf
Mic

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Anthro
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Beitrag von Anthro »

In dem Krankenhaus gab es Anfang der 70er Jahre einen Kaminbrand, die Patienten wurden daraufhin in andere Krankenhäuser evakuiert. Das KKH sollte sowieso geschlossen werden, durch den Brand hat sich das beschleunigt. Ein entfernter Bekannter hatte kurz vorher seinen Zivildienst dort begonnen. Seine weitere Aufgabe war es, bei der Abwicklung des Hauses zu helfen, d.h., er und seine Kollegen bekamen Listen in die Hand über Material (Möbel, OP-Zubehör u.a.) das für den Abtransport am nächsten Tag bereit zu stellen war. Die Zivis hatten wohl Schichtdienst rund um die Uhr, damit auch eine Bewachung in der Nacht möglich war. Die Nachtschichten am Wochenende arteten dann natürlich in Partys aus. Bei so einer Gelegenheit war ich dann mal in dem Krankenhaus. Die Zivis haben eine kleine Führung durchs Haus veranstaltet. So kam ich das erste mal in meinem Leben in ein OP. Es sah so aus, als habe man mitten in der Operation alles stehen und liegen lassen, der Patient war allerdings nicht mehr da. Das war schon ein merkwürdiges Gefühl mitten in der Nacht durch ein weitgehend vollständiges aber menschenleeres Krankenhaus zu laufen.
Spontanität will gut überlegt sein.


www.liegeradfreunde-ruhr-lippe.de

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Mechtenbergkraxler
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Beitrag von Mechtenbergkraxler »

Mein Blinddarm kam 1963 im Rotthauser Krankenhaus raus. Es ist die erste bewusste Erinnerung an einen Krankenhausaufenthalt, aber es sind unheimlich viele Details hängen geblieben: Ich war das einzige Kind auf einem 7 Bett-Zimmer mit 6 erwachsenen Männern zusammen, die mich aber nett betüttelt haben. Dort lag auch Pedro, ein Italiener, zu der Zeit einer der ersten und auch für die Zimmergenossen noch völlig exotischen Gastarbeiter. Trotz strengstem Trinkverbot habe ich dann in der zweiten Nacht vor lauter Durst den halben Wasserhahn leer getrunken und wahrscheinlich damit für die Nachwelt den Beweis erbracht, dass das Verdurstenlassen frisch Operierter therapeutisch überflüssig ist. Dann habe ich auch noch mal meine Urinflasche umfallen lassen, aber in dem Zimmer, wo auch mal ´ne Bierpulle umkippte, war das auch kein Malheur mehr. :ja: Ein liebenswürdiges Krankenhaus, das wahrscheinlich schon damals nicht mehr in die Zeit passte.

MK
"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher." (Charlie Rivel, Clown)

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iwi
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Krankenhaus Mozartstrasse in Rotthausen

Beitrag von iwi »

Neue Gedenktafel am Haus Marien erinnert an Dr. Bertram

Staat Israel ehrte Dr. Bertram als „Gerechter unter den Völkern“

Mit Mut und Scharfsinn und unterstützt von Ordensschwestern des Krankenhauses gelang es Dr. Rudolf Bertram 1944 siebzehn ungarische Jüdinnen, die als Zwangsarbeiterinnen bei der damaligen Gelsenberg Benzin AG eingesetzt waren und bei einem Luftangriff auf das Werk am 11.09.1944 schwer verletzt wurden, vor dem sicheren Tod zu retten.

Dr. Rudolf Bertram (1893 – 1975), der als Chirurg während des 2. Weltkrieges und bis 1965 in den katholischen Krankenhäusern in Horst und Rotthausen praktizierte, riskierte mit seinem beispielhaften Einsatz sein Leben, um das Leben der Jüdinnen zu retten.

Durch den selbstlosen Einsatz von Dr. Bertram und vielen weiteren Beschäftigten der Krankenhäuser erlebten diese Frauen und Mädchen ihre Befreiung im April 1945 im Horster Josephshospital und im Rotthauser Marienhospital – heute Standort der Seniorenwohnanlage Haus Marien. Für diesen Akt der Menschlichkeit wurde Dr. Rudolf Bertram im Jahre 1980 posthum von der Israelischen Gedenkstätte Yad Vashem die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“ zuteil.
Dr. Bertram verstarb 1975 in Gelsenkirchen.

Eine Gedenktafel, die an das mutige Wirken von Dr. Bertram erinnern soll, wird am 28. Mai 2017 um 12.00 Uhr am Haus Marien (Ecke Haydnstraße / Mozartstraße) im Rahmen einer Feierstunde enthüllt und der Öffentlichkeit, die herzlich dazu eingeladen ist, vorgestellt.

Dieses Andenken ermöglicht die St. Augustinus Gelsenkirchen Stiftung. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag dafür, dass zukünftig am Standort des ehemaligen Rotthauser Krankenhauses nicht nur dem Leben und Wirken von Dr. Bertram und seiner mutigen Helferinnen und Helfer gedacht werden kann, sondern auch der Menschen, die in der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte aus ihrem Glauben heraus Zeichen der Menschlichkeit setzten und Opfer der Verbrechen des Nationalsozialismus wurden.

Georg Späh
Pastor
glückauf
iwi
Was Du nicht willst was man Dir tu', das füg auch keinem anderen zu.
www.rotthauser-netzwerk.de
www.rotthauser-post.de

Quiqueg
Beiträge: 193
Registriert: 02.06.2012, 11:27

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Beitrag von Quiqueg »

zweifellos bin ich nicht der einzige, der dies tut, ich rechne mit regem Zuspruch.

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