Adolph von Hansemann

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Adolph von Hansemann (* 27. Juli 1826 in Aachen; † 9. Dezember 1903 in Berlin) war ein deutscher Unternehmer und Bankier.

Der Sohn David Hansemanns wurde 1857 Mitglied der Geschäftsführung der von seinem Vater gegründeten Disconto-Gesellschaft; nach dessen Tod 1864 leitete er die Gesellschaft alleine und höchst erfolgreich.

1870/1871 bemühte sich Hansemann um die Finanzierung des Deutsch-Französischen Kriegs. Wohl zum Dank dafür wurde er 1872 geadelt.

Hansemann war in vielfältigen industriellen Unternehmungen involviert und wurde einer der wohlhabendsten Männer des Deutschen Reichs. Sein besonderes Augenmerk galt der Kolonisation: so waren seine Unternehmen in Deutsch-Südwestafrika und China aktiv, er selbst war Vorsitzender der Neuguinea-Kompanie. In Dortmund wurde die Zeche Adolf von Hansemann nach ihm benannt.

Er besaß Ländereien vor allem im Osten Deutschlands und ließ auf Rügen ein Herrenhaus (Dwasieden) bauen. Durch sein Geld wurde die ganze Region um Sassnitz modernisiert.

Politisch gehörte Adolph von Hansemann - im Gegensatz zu seinem liberalen Vater David - den Konservativen um Bismarck an.

Verheiratet war er mit Ottilie, geborene von Kusserow, die sich für die Frauenbewegung engagierte.

Sein Sohn Ferdinand von Hansemann (* 10. September 1861; † 3. Oktober 1900) förderte die Besiedelung der polnisch bewohnten Teile Preußens durch Deutsche.


Weblinks


Literatur

  • Däbritz, Walther: David Hansemann und Adolph von Hansemann. Scherpe, Krefeld 1954