Burhofschützen Scholven 1826

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Burhofschützen Scholven 1826 e.V.
Vereinslogo
Zweck: Schützenverein
Vorsitz: Wolfgang Behlmer
Gründungsdatum: 1826
Sitz: Mehringschule
Anschrift: Mehringstraße 16
45896 Gelsenkirchen
Website: http://www.burhofschuetzen-scholven.de

Der Burhofschützen Scholven 1826 e.V. ist ein Schützenverein in Scholven.

Geschichte

Der Verein blickt auf eine bis ins 18. Jahrhundert reichende Tradition des Schiesssports in Scholven zurück. Die Alteingesessenen der Bauerschaft Scholven versammelten sich jährlich zum Burhof unter Vorsitz des Burmesters, um Angelegenheiten der Allgemeinheit zu regeln. Bei diesen Versammlung wurde auch ein Vogelschiessen durchgeführt. Erstmals urkundlich erwähnt ist das 1822 in einem Antrag des Freiherrn von Twickel, Aufsitzer auf der Wasserburg Lüttinghof in Scholven, an die Königliche General Commission zu Münster, den Gemeinheitsgrund, die „Scholvener Heide“, auf die Markgenossen (zu denen er sich auch rechnete) aufzuteilen. Im Jahr 1822 war Theodor Henrichsbur Burmester „uppen Scholven“ und der sollte drei Morgen Heidegrund zusätzlich erhalten, dafür, „dass er in Zukunft: a) Die Abhaltung des so genannten Burhofs, wenn sich die Interessenten gemeinschaftlich versammeln wollen, in seinem Hause zu gestatten habe und b) jährlich einen Platz zum Vogelschießen für die Interessenten anzuweisen gehalten ist“. Für das Jahr 1826 ist das Abhalten eines Burhofs mit Vogelschiessen nachgewiesen, so dass dieses Jahr als Gründungsjahr der Burhofschützen anzusehen ist.

Über die weiteren Aktivitäten der Schützen im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts ist wenig überliefert. So existiert noch eine Königskette von 1857 und Unterlagen über die Teilnahme am Schützenfest des Schützenvereins Buer 1769 im Jahre 1882. Erst 1912 wird der Verein wiederbelebt und versammelte sich in der Gaststätte Erlemann in Bülse. Erhalten hiervon ist noch eine Vereinsfahne aus dem Jahr 1912. Danach waren Vereinsheim die Gaststätten Glos und später Klopries.
Nach Erstem Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise nahm das Vereinsleben wieder Fahrt auf und es wurde 1931 ein Schützenfest mit Königsschiessen durchgeführt. Danach gab es ein Schützenfest vom 27. - 29. Juni 1936 mit einem Festzelt auf dem Grundstück des Schützenbruders Herrmann Berkel an der Feldhauser Straße. Durch den Zweiten Weltkrieg und die nachfolgenden alliierten Anordnungen kam die Vereinsarbeit zum Erliegen. Erst am 26. August 1956 konnte der Bürgerschützenverein Buer-Scholven in der alten Vereinsgaststätte Glos wieder zum Leben erweckt werden und schon ein Jahr später wurde das erste Nachkriegs-Schützenfest veranstaltet. In den Folgejahren wurden mehr oder weniger regelmässig Schützenfeste gefeiert und Schützenkönige ermittelt. Dabei kam es 1979 zu einer Besonderheit als Ulla Galonska als erste Frau in der Schützengeschichte Gelsenkirchens den Königsvogel von der Stange holte. Gleiches gelang Birgit Pohl 1991 und Irene Nadrowski 2003.

Schützenkönige

  • 1931 - Georg I.
  • 1936 - Josef May, Königin Frau Lux
  • 1957 - Hansi Pförtner, Königin Anni Otte
  • 1959 - Heinrich Wächter, Königin Tinni Bischoff
  • 1963 - Lambert Reinders, Königin Pauline Reinders
  • 1965 - Heinrich Kampsdorf, Königin Anni Otte
  • 1967 - Josef Bischoff, Königin Walburga Wächter
  • 1970 - Lambert Reinders, Königin Pauline Reinders
  • 1976 - Willi Hoffmann, Königin Waltraut Swoboda
  • 1979 - Ulla Galonska, König Werner Galonska
  • 1981 - Lambert Reinders
  • 1984 - Erwin Biermann, Königin Ulla Galonska
  • 1987 - Werner Galonska, Königin Ulla Galonska
  • 1989 - Josef Haddick, Königin Lydia Haddick
  • 1991 - Birgit Pohl, König Wolfgang Broekmann
  • 1993 - Markus Jansen, Alexandra Kopania
  • 1995 - Egon Becker, Königin Elisabeth Broekmann
  • 1999 - Wolfgang Broekmann, Königin Margarethe Broekmann
  • 2001 - Wolfgang Broekmann, Königin Margarethe Broekmann
  • 2003 - Irene Nadrowski, König Wolfgang Broekmann
  • 2009 - Wolfgang Behlmer, Königin Indra Röcke


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