Gildenstraße

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Die Gildenstraße ist eine Straße in Gelsenkirchen. Die Gildenstraße beginnt im Stadtteil Altstadt mit der Hausnummer 1 bzw. 2.

Straße in Gelsenkirchen

Gildenstraße

ehemaliger Name: Neustraße (bis 1937), 25.03.1937 bis 15.05.1946 Stürmerstraße
Hausnummern (ungerade): 1 - Ende
Hausnummern (gerade): 2 - Ende
Stadtteil: Altstadt
Postleitzahl: 45879
Bevölkerung
(Stand 31.12.2020 • Quelle: Stadt Gelsenkirchen )
Einwohner dieser Straße: 132
davon weiblich: 69
Lagekarte
 
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Die Gildenstraße ist einer der ältesten Straßen Gelsenkirchens und wurde bereits 1885 unter dem Namen Neustraße erwähnt, und hatte schon damals denselben Verlauf wie heute. In den 1920er Jahren wurde an der Stelle des heutigen Parkplatzes der Sparkasse die Synagoge errichtet. Als nach der Zusammenlegung mit Buer und Horst 1928 die Stadt Gelsenkirchen in ihrer heutigen Form gebildet wurde, mußte, da es auch in Erle und Horst (die heutige Industriestraße) jeweils eine Neustraße existierte, die Straße umbenannt werden. Nach langem Hin und Her, zwischendurch wurde die Bezeichnung Buchthofstraße vorgeschlagen, erhielt sie schließlich durch Verfügung des Polizeipräsidenten am 25. März 1937 den Namen Stürmerstraße.

Die Umbenennung nach dem Titel des antijüdischen Kampfblatts der damals herrschenden Nationalsozialisten richtete sich als Affront gegen die dort stehende Synagoge. in der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938, brannte die Synagoge bis auf Ihre Grundmauern nieder.

Nach dem Krieg stand aufgrund des Drucks der Siegermächte die erneute Umbenennung der Straße an. Einer der damals gemachten Vorschläge war die Bezeichnung Synagogenstraße. Leider wurde dieser Anregung wegen des damals nur unzureichend entwickelten Bewußtseins in dieser Frage nicht nachgekommen. Letztlich einigte sich der Haupt- und Finanzsausschuß der Stadt am 29. Mai 1946 auf den Namen Gildenstraße. Diese ursprünglich als Bezeichnung für die heutige Arminstraße vorgesehene Name sollte an die mittelalterlichen Gilden der Kaufleute erinnern, die es jedoch in Gelsenkirchen niemals gab.

In den 1960er Jahren wurde auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge eine Mahntafel errichtet.

Weblinks

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