Johannes Düsing

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Johannes Alois Düsing (* 31. Oktober 1914 in Horst-Emscher, † 17. Januar 2000 in Münster) war ein Priester und langjähriger deutschsprachiger Seelsorger in Jerusalem.

Leben

Johannes A. Düsing studierte katholische Theologie in Münster und München. Nach Abschluss seines Studiums wurde er 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Während eines Heimaturlaubs wurde er am 19. März 1941 von Bischof Clemens August von Galen in Münster zum Priester geweiht. Nach seinem Militärdienst, der sechsjährigen russischen Kriegsgefangenschaft (während der er längere Zeit als vermisst galt) und dem seelsorglichem Wirken in der Diözese studierte er ab 1955 zwei Jahre in Rom am “Collegium Russicum” und am Päpstlichen Orientalischen Institut.

1957 kam er erstmals nach Jerusalem. Dort verbrachte er 42 Jahre seines Lebens als Auslandsseelsorger der deutschsprachigen Katholiken im Vorderen Orient.

Wie kaum ein anderer kannte Düsing die Kirchen des Ostens, das orthodoxe Denken und Glauben. Solange es deutsche Lazaristen in Jerusalem gab, arbeitete er mit diesen in der Schmidtschule zusammen, zuletzt mit P. Hugo Kerls CM. Bis 1990 betreute Düsing dann als Seelsorger für deutschsprachige Katholiken im Vorderen Orient Pilger und Touristen ebenso wie dauernd im Land lebende “Gastarbeiter”, Botschaftsangestellte oder Volontäre. Bis zum Sechstagekrieg 1967 reiste er dabei häufig auch nach Damaskus und Kuwait, Beirut und Bagdad. 1964 erlebte er die Begegnung von Papst Paul VI. mit dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I.

1976 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen und Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1999 zum Päpstlichen Ehrenprälaten.

Johannes Düsing war der Bruder von Walter Düsing.

Quellen

Weblinks