Klaus Pierick: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach dem Abitur an der Helmholtz-Oberschule Essen arbeitete er von 1947 bis 1949 als Maurerumschüler und besuchte nach Ablegen der Facharbeiterprüfung bis 1950 die Bauschule Lage/Lippe. Er studierte von 1950 bis 1955 Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover. Er war zunächst als Statiker in einem Ingenieurbüro tätig und wechselte 1956 als Bundesbahnreferendar in den Eisenbahndienst. Nach der Großen Staatsprüfung war er ab 1959 beim Betriebsamt Minden tätig. Von 1960 bis 1963 war er Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung der TU Braunschweig. 1964 wurde er in Braunschweig mit der Dissertation ''Das dynamische Verhalten von Triebfahrzeugen entwickelt aus der Abstandshaltung'' zum ''Dr.-Ing.'' promoviert. 1964 wurde er Hilfsdezernent bei der Bundesbahndirektion Hannover. 1965 war er in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn und ab 1967 als Vertreter der Deutschen Bundesbahn im Generalsekretariat der Union internationale des chemins de fer (UIC) in Paris tätig.<ref>''Glasers Annalen, Band 94'', G. Siemen 1970, Seite 308</ref>  
 
Nach dem Abitur an der Helmholtz-Oberschule Essen arbeitete er von 1947 bis 1949 als Maurerumschüler und besuchte nach Ablegen der Facharbeiterprüfung bis 1950 die Bauschule Lage/Lippe. Er studierte von 1950 bis 1955 Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover. Er war zunächst als Statiker in einem Ingenieurbüro tätig und wechselte 1956 als Bundesbahnreferendar in den Eisenbahndienst. Nach der Großen Staatsprüfung war er ab 1959 beim Betriebsamt Minden tätig. Von 1960 bis 1963 war er Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung der TU Braunschweig. 1964 wurde er in Braunschweig mit der Dissertation ''Das dynamische Verhalten von Triebfahrzeugen entwickelt aus der Abstandshaltung'' zum ''Dr.-Ing.'' promoviert. 1964 wurde er Hilfsdezernent bei der Bundesbahndirektion Hannover. 1965 war er in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn und ab 1967 als Vertreter der Deutschen Bundesbahn im Generalsekretariat der Union internationale des chemins de fer (UIC) in Paris tätig.<ref>''Glasers Annalen, Band 94'', G. Siemen 1970, Seite 308</ref>  
  
1970 erhielt er einen Ruf an die TU Braunschweig auf den Lehrstuhl für Verkehr und Eisenbahnwesen sowie als Direktor des Instituts für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung. Er trat die Nachfolge von Hermann Lagershausen an. Von 1972 bis 1974 war er Prorektor, von 1974 bis 1976 Rektor der TU Braunschweig<ref>[http://digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de:8080/docportal/servlets/MCRFileNodeServlet/DocPortal_derivate_00036278/TU-BS-SoSe-1974.pdf;jsessionid=95F9146796199646883EFD780704CB71|''Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1974''], TU Braunschweig, 1974</ref>. 1996 wurde er emeritiert und übergab das Institut an Jörn Pachl.
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1970 erhielt er einen Ruf an die TU Braunschweig auf den Lehrstuhl für Verkehr und Eisenbahnwesen sowie als Direktor des Instituts für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung. Er trat die Nachfolge von Hermann Lagershausen an. Von 1972 bis 1974 war er Prorektor, von 1974 bis 1976 Rektor der TU Braunschweig<ref>''Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1974'', TU Braunschweig, 1974</ref>. 1996 wurde er emeritiert und übergab das Institut an Jörn Pachl.
  
 
Er gründete 1971 die ''ipw Ingenieurgesellschaft'' und war bis zu seinem Ausscheiden 1996 ihr geschäftsführender Gesellschafter. 1980 gründete er die ''IVV GmbH'', um das von ihm maßgeblich konzipierte ''Microcomputer-basiertes dezentrales Stellwerkssystem'' (MCDS) zu vermarkten. 1996 verkaufte er die Stellwerksentwicklung an ADtranz. In den 1980er Jahren war er auch an der mit Siemens Verkehrstechnik zusammen betriebenen Firma ''GSSE - Gesellschaft für Systemtechnik und Softwareentwicklung'' beteiligt.  
 
Er gründete 1971 die ''ipw Ingenieurgesellschaft'' und war bis zu seinem Ausscheiden 1996 ihr geschäftsführender Gesellschafter. 1980 gründete er die ''IVV GmbH'', um das von ihm maßgeblich konzipierte ''Microcomputer-basiertes dezentrales Stellwerkssystem'' (MCDS) zu vermarkten. 1996 verkaufte er die Stellwerksentwicklung an ADtranz. In den 1980er Jahren war er auch an der mit Siemens Verkehrstechnik zusammen betriebenen Firma ''GSSE - Gesellschaft für Systemtechnik und Softwareentwicklung'' beteiligt.  
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
* [http://ifev.de/ Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung] der TU Braunschweig
 
 
* [http://www.ipw.de/ ipw Ingenieurgesellschaft]
 
* [http://www.ipw.de/ ipw Ingenieurgesellschaft]
 
* [http://www.ivv-gmbh.de/de.html IVV GmbH]
 
* [http://www.ivv-gmbh.de/de.html IVV GmbH]

Aktuelle Version vom 15. Februar 2019, 17:59 Uhr

Klaus Pierick (* 19. Februar 1928 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler. Er war Rektor der Technischen Universität Braunschweig von 1974 bis 1976.

Leben

Klaus Pierick stammte aus der Ehe von Heinrich und Martha Pierick. Heinrich Pierick war Oberbahnmeister und lebte mit seiner Familie in der Bismarckstraße 52.[1]

Nach dem Abitur an der Helmholtz-Oberschule Essen arbeitete er von 1947 bis 1949 als Maurerumschüler und besuchte nach Ablegen der Facharbeiterprüfung bis 1950 die Bauschule Lage/Lippe. Er studierte von 1950 bis 1955 Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover. Er war zunächst als Statiker in einem Ingenieurbüro tätig und wechselte 1956 als Bundesbahnreferendar in den Eisenbahndienst. Nach der Großen Staatsprüfung war er ab 1959 beim Betriebsamt Minden tätig. Von 1960 bis 1963 war er Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung der TU Braunschweig. 1964 wurde er in Braunschweig mit der Dissertation Das dynamische Verhalten von Triebfahrzeugen entwickelt aus der Abstandshaltung zum Dr.-Ing. promoviert. 1964 wurde er Hilfsdezernent bei der Bundesbahndirektion Hannover. 1965 war er in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbahn und ab 1967 als Vertreter der Deutschen Bundesbahn im Generalsekretariat der Union internationale des chemins de fer (UIC) in Paris tätig.[2]

1970 erhielt er einen Ruf an die TU Braunschweig auf den Lehrstuhl für Verkehr und Eisenbahnwesen sowie als Direktor des Instituts für Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung. Er trat die Nachfolge von Hermann Lagershausen an. Von 1972 bis 1974 war er Prorektor, von 1974 bis 1976 Rektor der TU Braunschweig[3]. 1996 wurde er emeritiert und übergab das Institut an Jörn Pachl.

Er gründete 1971 die ipw Ingenieurgesellschaft und war bis zu seinem Ausscheiden 1996 ihr geschäftsführender Gesellschafter. 1980 gründete er die IVV GmbH, um das von ihm maßgeblich konzipierte Microcomputer-basiertes dezentrales Stellwerkssystem (MCDS) zu vermarkten. 1996 verkaufte er die Stellwerksentwicklung an ADtranz. In den 1980er Jahren war er auch an der mit Siemens Verkehrstechnik zusammen betriebenen Firma GSSE - Gesellschaft für Systemtechnik und Softwareentwicklung beteiligt.

Klaus Pierick ist verheiratet mit Christa geb. Diegmann.

Wirken

In einer Zeit, die vom Übergang von der elektromechanischen auf die elektronische Steuerungs- und Sicherungstechnologie geprägt war, forschte Pierick insbesondere zur systematischen Übertragung der Sicherungsmethoden von der alten Technologie inklusive der zugehörigen Nachweisverfahren.

Klaus Pierick engagiert sich für zahlreiche Sozialprojekte im Heiligen Land und ist Mitglied im Deutschen Verein vom Heiligen Lande. 1977 wurde er von Kardinal-Großmeister Maximilien Kardinal de Fürstenberg zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 14. Mai 1977 in Berlin durch Franz Hengsbach, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Pierick ist Grossoffizier des Ordens. Für sein Engagement wurde er vom Lateinischen Patriarchen von Jerusalem mit der Goldenen Palme von Jerusalem geehrt.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Ritter vom Heiligen Grab (1977)
  • Aufnahme als Korrespondierendes Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft
  • Goldenen Palme von Jerusalem

Schriften

  • Das dynamische Verhalten von Triebfahrzeugen entwickelt aus der Abstandshaltung. Dissertation, TU Braunschweig, 1964.
  • mit Hans Fricke: Verkehrssicherung. Teubner, Stuttgart 1990, ISBN 978-3-519-05020-9.
  • mit Klaus-Dieter Wiegand: Rechnerintegrierte Prozeßregelung Im Verkehr. Springer, 1995, ISBN 978-3-540-57002-8.
  • Beilage anlässlich der Emeritierung von Pierick: Signal+Draht. Heft 4/1996. Eurailpress, Hamburg.

Quellen

  • Who's Who in Germany 1980, Band 1, Seite 1295

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Gelsenkirchen 1927
  2. Glasers Annalen, Band 94, G. Siemen 1970, Seite 308
  3. Vorlesungsverzeichnis Sommersemester 1974, TU Braunschweig, 1974