Siedlung Rosenhügel

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Dieser Artikel beschreibt die Siedlung Rosenhügel. Für andere Bedeutungen siehe Rosenhügel (Gladbeck) und Am Rosenhügel.
Siedlung Rosenhügel
Rosenhügel.jpg
Art des Denkmals: Ehemaliges Baudenkmal
Standort: Freiligrathstraße 37 bis 87, 46 bis 62 und 82 - Boeckerstraße 30 bis 36 und 44 bis 72
Stadtteil: Schalke
Baujahr: 1922 und 1930 bis 1935
Bemerkung: Bauherr:Boecker und Co.
nicht mehr auf der Denkmalliste gelistet
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Die Siedlung Rosenhügel ist eine ehemalige Werksiedlung des Drahtwalzwerkes Boecker und Co..

Der ältere Teil der Arbeitersiedlung, so bezeichnet beim Bauantrag, entstand 1922 an der Boeckerstraße 30-36 und 44-72 (gerade) und der Ostseite der Freiligrathstraße 46-62 (gerade) für Beschäftigte des traditionsreichen Drahtwalzwerkes Boecker und Co., das 1912 zur „Gutehoffnungshütte Oberhausen (GHH), Abteilung Gelsenkirchen“ kam. Architekt war vermutlich Kettenbach, der wahrscheinlich in der Bauabteilung der GHH beschäftigt war.

Die Siedlung besteht überwiegend aus Gruppen von Backstein-Doppelhäusern mit einem Giebel zur Straße und einem Torhaus an der Freiligrathstraße. Der Block südlich des Torhauses wurde durch Bomben zerstört und nicht wieder aufgebaut. Später entstand ein Kindergarten auf dem Grundstück. Charakteristisch ist der Wechsel von Krüppelwalm- und Giebeldächern. Sparsamer Schmuck durch Gesimse, gemauerte Stürze, Blendlläden, hochgezogene Sockel und gemauerte Treppenwangen an den Eingängen.

Der jüngere Teil dieser Arbeiterkolonie bestehend aus den Häusern Freiligrathstraße 37-59 und 61-87 (ungerade) wurde 1934/1936 gebaut. Es sind zwei langgestreckte Hausgruppen. Die Enden wurden durch zur Straße gerichtete Giebel betont. Es sind handwerklich sorgfältig ausgeführte Klinkerbauten mit charakteristischen Sprossenfenstern und Hauseingängen, als verantwortlicher Architekt wurde wieder Kettenbach genannt.

Die Siedlung wurde an die Mieter verkauft und durch eine Gestaltungssatzung geschützt. Darin sind für die beiden Blöcke Freiligrathstraße weiße Fenster und grüne Haustüren vorgeschrieben. Inzwischen wurden die meisten der hölzernen Originalteile durch Kunststoff-Ausführungen ersetzt.

Die Siedlung stand auf der Denkmalliste der Stadt Gelsenkirchen.

Quelle