VEBA

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VEBA AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft (Deutschland)
Gründung 8. März 1929
Auflösungsdatum 27. September 2000
Auflösungsgrund Fusion mit VIAG
Unternehmenssitz Düsseldorf
Unternehmensleitung

zuletzt Ulrich Hartmann

Mitarbeiter 130.000
Umsatz 42,48 Milliarden Euro
Branche Energieversorgung, Bergbau,

Die VEBA AG (ursprünglich Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks AG) war ein preußischer bzw. deutscher Energie-Staatskonzern, der später in eine börsennotierte Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. 2000 ist die VEBA zusammen mit der VIAG in der heutigen E.ON aufgegangen.

Geschichte

Die Dachgesellschaft Vereinigte Elektrizitäts- und Bergwerks AG entstand am 8. März 1929 durch die Zusammenfassung der Bergwerksunternehmen Preußens. Das Ziel war, die durch die hohen Reparationszahlungen geschwächte deutsche Wirtschaft zu stärken und neue Kapitalgeber zu erhalten. Durch den Schwarzen Freitag am 25. Oktober 1929 und der daraufhin folgenden Weltwirtschaftskrise konnte das Ziel nicht verwirklicht werden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die VEBA zunächst Eigentum des Bundes, der das Unternehmen unter der Führung von Rudolf von Bennigsen-Foerder zwischen 1965 und 1987 jedoch schrittweise privatisierte. 1965 verkaufte der Bund rund 528 Millionen DM Aktienkapital an der VEBA. Seit 1965 sind damit Aktien des Unternehmens an der Börse erhältlich. Im selben Jahr übernahm VEBA 95 Prozent der Stinnes AG. 1972 beschäftigte der Veba-Konzern 58.300 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 10,3 Milliarden DM.

1974 wurde in Düsseldorf die neue Hauptverwaltung nach Plänen des Architekten Hubert Petschnigg fertiggestellt. 1975 erfolgte die Übernahme des Mineralöl- und Chemie-Bereichs der Gelsenberg Benzin AG und vergrößerte so die Veba Chemie AG, die dann in Veba Oel AG umfirmierte. Im Juni 1978 unterzeichnet VEBA mit dem Mineralölkonzern BP einen Vertrag, in dem BP jährlich 3 Millionen Tonnen Rohöl bis zum Jahr 2000 an VEBA lieferte und im Gegenzug dafür Anteile an der Gelsenberg AG im Umfang von 800 Millionen DM erhielt.

Im Dezember 1982 unterzeichnete die VEBA Oel AG mit der Petróleos de Venezuela (PDVSA) ein Kooperationsvertrag für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmen mit Namen BP Gelsenkirchen.

Bereits bei der Entstehung des DAX am 1. Januar 1988 war die VEBA gelistet. 1989 lag die Zahl der Aktionäre bei 600.000. 1990 waren 106.900 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt und der Jahresumsatz betrug 54,591 Milliarden DM. 1992 übernahm die VEBA die restlichen fünf Prozent der, mittlerweile als Aktiengesellschaft firmierenden, Stinnes AG. 1997 gründete die VEBA zusammen mit RWE O.tel.o. Gegen Ende 1998 arbeiteten im VEBA-Konzern etwa 130.000 Menschen und erwirtschafteten einen Umsatz von 42,28 Milliarden Euro. Nur knapp 33.000 Mitarbeiter waren außerhalb Deutschlands beschäftigt.

Mit der Fusion am 27. September 2000 mit der VIAG endete die Geschichte der VEBA und es entstand die E.ON. Die VEBA brachte PreussenElektra, Veba Oel und Degussa-Chemiepark Marl-Hüls ein. Verkauft wurden in diesem Rahmen Veba Telecom (insb. Beteiligung mit RWE an E-Plus), MEMC (USA), Stinnes AG und Veba Electronics.

Struktur

Der VEBA-Konzern bestand 1996 aus sieben Teilkonzernen und der VEBA AG als Holding. Die Teilkonzerne bestanden wiederum aus etwa 40 strategischen Geschäftsfeldern.

Die Sparten waren

  • der Bereich Strom mit der 100%igen Tochter PreussenElektra,
  • der Bereich Chemie mit Degussa-Hüls,
  • der Bereich Öl mit der 100%igen Tochter VEBA OEL,
  • der Bereich Distribution/Logistik mit der 100%igen Tochter Stinnes AG (nach Börsengang 51 %),
  • der Bereich Elektronik mit der 100%igen Tochter VEBA Electronics,
  • der Bereich Immobilienmanagement mit der 100%igen Töchtern Raab Karcher und Viterra - VEBA Immobilien Management und
  • der Bereich Telekommunikation mit der 100%igen Tochter Vebacom und O.tel.o (52,5 %).

Literatur

  • Hansgeorg Köster und Thomas König: Wertorientierte Unternehmenssteuerung bei der VEBA. In: Peter Horváth (Hrsg.): Innovative Controlling-Tools und -Konzepte von Spitzenunternehmen, S. 47–68, ISBN 3-7910-1353-X

Weblinks