„die flora“

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Ehemalige Landeszentralbank, heute Kulturraum „die flora“

„die flora“ ist ein Kulturraum der Stadt Gelsenkirchen. 1995 wurde „die flora“ in dem Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank (erbaut 1949-1951) an der Florastraße eröffnet.

Geschichte

Das Gebäude entstand in den Jahren 1949/51 an leicht veränderter Stelle vom den durch Bomben zerstörten gründerzeitlichen Reichsbank-Vorgängerbau. Der Entwurf stammte von Oberbaurat Dr. Ing. Möllering und dem Düsseldorfer Architekten Jung in Stahlskelettbauweise. Für die Ausführung war die Dortmunder Union, Gewerkschaft Orange, verantwortlich. Die Beton und Maurerarbeiten wurde durch Stecker & Roggel ausgeführt. Das Richtfest wurde am 27. April 1950 gefeiert und am 23. Februar 1951 wurde der Neubau eingeweiht.

Im Hochparterre befanden sich Büros und eine repräsentative Kassenhalle. Die Geschosse darüber enthielten Wohnungen. Im März 1952 wurde im Foyer das großes Mosaik "Handel, Wirtschaft und Verkehr" von dem Halfmannshof-Künstler Eduard Bischoff angebracht. Bis 1988 war die Landeszentralbank in dem Gebäude.

Die Stadt Gelsenkirchen erwarb 1990 für ca. 1,5 Mio DM das leer stehende Gebäude für ein soziokulturelles Zentrum. 1995 wurde der „Kulturraum flora" im Hochparterre eröffnet sowie Dienststellen der Kultur- und Schulverwaltung im Gebäude untergebracht.

In der frühere Kassenhalle finden u.a. Ausstellungen, Filmvorführungen und Diskussionen statt. In den 1970er Jahren war eine Gaststätte gleichen Namens einer der ersten Veranstaltungsorte mit Theater und Musik in Gelsenkirchen und befand sich gegenüber dem heutigen Gebäude.

Den symmetrischen dreigeschossigen Baukörper rahmen zwei leicht hervortretende Flügelbauten. Die gestalterische Qualität des Gebäudes beruht auf seiner differenzierten Fassadengestaltung, die zugleich die ursprünglichen Funktionen widerspiegelt: Der große Fensterblock im Hochparterre markiert den früheren Schalterraum, die Obergeschosse enthielten Wohnungen für die Bankbeamten. Die Pfeiler in der früheren Schalterhalle sind mit Platten aus schwarzem, weiß geäderten Marmorverkleidet.

Kontakt

  • Florastraße 26 45879 Gelsenkirchen
  • Telefon: (0209) 169 - 9105
  • Telefax: (0209) 169 - 9173
  • flora@gelsenkirchen.de

Weblinks

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Literatur

Quelle

  • Stadtprofile Gelsenkirchen,Architektur der 1950er Jahre, zusammengestellt von Dr. Lutz Heidemann, Stadt Gelsenkirchen 2013