Adolf-Hitler-Kampfbahn

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Die Adolf-Hitler-Kampfbahn war eine Sportanlage in Rotthausen. Sie lag zwischen der Lüthgenstraße, der Wittener Straße und Mechtenbergstraße.

Luftbildaufnahme 1952

Geschichte

Ganz den Zielen der NS-Politik entsprach der Bau, der nach denn und Reichskanzler benannten Adolf-Hitler-Kampfbahn in Gelsenkirchen-Rotthausen, der am 15. Mai 1933 begonnen wurde. Obwohl im Stadtteil Rotthausen bereits über sieben Sportplatzanlagen vorhanden waren, ließ es sich der Spielverein Rotthausen 1912 e.V nicht nehmen, mit Unterstützung der Zeche Dahlbusch — sie verpachtete dem Verein das benötigte Brachland — und der Stadtverwaltung eine eigene Platzanlage zu schaffen. Mit einem feierlichen Weiheakt wurde am Sonntag, dem 19. August 1934, in Anwesenheit zahlreicher Honoratioren der Stadt und der NSDAP die Kampfbahn eröffnet. Die Namensgebung, auf die in allen Festreden eingegangen wurde, da sie eine besondere Verpflichtung bedeuten sollte, kam einer besonderen Auszeichnung gleich. Zu der Zeit durften nur zwei weitere Kampfbahnen, in Stuttgart und Beuten, den Namen Hitlers führen. Die Namensgebung bedurfte überdies der persönlichen Genehmigung des „Führers".

In ihrer Anlage für die Zeit typisch, wurde das Spielfeld von einer Laufbahn und einem Zuschauerdamm umgeben, der ca. 30.000 Personen Platz bot. Weiterhin berücksichtigte man beim Bau des Platzes neben dem Fußball auch andere Sportarten und ihre materiell-technischen Bedürfnisse, wie Z.B. die Leichtathletik. Neben der 400 Meter Laufbahn entstanden Sprunggruben etc. und ein Nebenplatz für weitere Sportarten.

Die Spielvereinigung Rotthausen 1912 e.V., spielte in den dreißiger Jahren erfolgreich um die Meisterschaften in der Bezirksklasse und erlangte über die Grenzen Westdeutschlands hinaus einen guten Ruf. Neben dem FC Schalke 04 war der Verein aus Rotthausen zu dieser Zeit der ruhmreichste Vertreter des Gelsenkirchener Fußballs.

Dieser großzügig angelegter Sportplatz wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe so stark zerstört, daß er nicht wieder aufgebaut wurde.

Weblinks

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Quelle

  • Ludger Breitbach (Institut für Stadtgeschichte: Historische Spuren vor Ort – Gelsenkirchen im Nationalsozialismus. Klartext Verlag, Essen 1998