Adolf Klose

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Adolf Klose (* 12. September 1842 , † 9. März 1915 in Gelsenkirchen) war ein Amtmann von Schalke und Bürgermeister von Gelsenkirchen.

Leben

Klose stammte aus einer oberschlesischen Bauern- und Hofgärtnerfamille und hatte nach dem Besuch einer Rektoratschule die Unteroffiziersschule zu Jülich absolviert. 1871 wurde er zum Offizier befördert.

Grabmal der Familie Klose auf dem Westfriedhof

Am 20. Januar 1876 übertrug der Regierungspräsident zu Arnsberg Klose die kommissarische Verwaltung des Amtes Gelsenkirchen. Sechs Tage später trat er dort seinen Dienst an. Gleichzeitig erbat er den militärischen Abschied, der ihm unter dem 12. Februar mit dem Charakter als Premierleutnant und dem Recht zum Tragen der Regimentsuniform erteilt wurde. Am 26. August 1876 wurde er dann vom Regierungspräsidenten als Amtmann von Gelsenkirchen endgültig bestätigt. Vom 1. September an erhielt er für die stellvertretende Verwaltung der Stadt täglich 9 Mark Aufwandsentschädigung und den gleichen Betrag zahlte das Amt.

Nach der Eingemeindung Schalkes im Jahr 1903 wurde er Bürgermeister unter dem damaligen Oberbürgermeister Theodor Machens. Klose war zuständig für die Schulen. In seine Amtszeit fiel der Bau von drei Gymnasien in Alt-Gelsenkirchen innerhalb von zehn Jahren: 1904 das Grillo-Gymnasium, das heutige Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und die heutige Gertrud-Bäumer-Realschule. Er setzte sich ebenfalls für die Errichtung des Grillo-Denkmals ein.

Auf dem Westfriedhof in Heßler steht das Grabmal der Familie mit einer Würdigung durch die "Dankbare Stadt". Die Begräbnisskosten für Klose wurden von der Stadtkasse übernommen. [1]

Sein 1880 geborener Sohn Hans Klose war einer der führenden deutschen Naturschützer der 1920er Jahre.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Findbuch Gelsenkirchen vor 1928