Albert Hüssener

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Albert Hüssener (* 8. Februar 1837 in Wongrowitz (Prov. Posen), † 27. November 1902 in Essen) ist ein ehemaliger deutscher Industrieller und Kokereifachmann.

Leben

Hüssener wurde 1837 als Sohn eines Domänenverwalters in Wongrowitz (Prov. Posen) geboren. Nach seinem Studium der Bergwissenschaften in Berlin wurde er Bergreferendar. Nachdem er aus dem Staatsdienst ausgeschieden ist kam er 1866 ins Ruhrgebiet. Hier arbeitete er als Leiter verschiedener Zechen, u.a, der Zeche von der Heydt in Herne. Von 1870 bis 1879 war er Inhaber der Kokerei "A. Hüssener & Co." in Essen die er 1879 wegen ungünstiger Konjunktur wieder aufgeben mußte.

Die steigende Nachfrage der Teerfarben-Industrie nach Steinkohlenteer veranlaßte ihn, auf der Kokerei der Zeche Anna in Altenessen Versuche zur Gewinnung der Nebenerzeugnisse (Teer und Ammoniak) bei der Verkokung von Kokskohle durchzuführen. Er studierte in Frankreich, in Terrenoire und Bessèges, Betriebe mit Gewinnung von Nebenerzeugnissen, die mit den von F. Carvès eingeführten wandbeheizten Koksöfen arbeiteten. 1881 baute Hüssener, gleichzeitig mit Carl Otto und im Wettbewerb mit ihm, die erste deutsche Koksofenanlage von hundert Öfen mit Nebenproduktgewinnung nach der Methode von Carvès und entwickelte durch mehrfache Verbesserungen den Hüssener-Carvès-Ofen. Gleichzeitig gründete er mit Hilfe der Firma K. und Th. Möller aus Brackwede die AG für Kohlendestillation in Bulmke an der Dessauerstraße und Wickingstraße, die er als Direktor leitete. Der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens stellte sich jedoch erst ein, nachdem es 1889 gelungen war, durch Auswaschen des Kokereigases mittels Öl auch Benzol zu gewinnen. 1898 gründete Hüssener die Westdeutsche Benzol-Verkaufs-Vereinigung GmbH. Auseinandersetzungen mit dem 1893 gegründeten Rheinisch-Westfälisches Kohlen-Syndikat veranlaßten die Gesellschaft, die Produktion nach England zu verlegen und später den Betrieb in Bulmke gänzlich stillzulegen. Unter Hüsseners Leitung entstand in Port Clarence bei Middlesbrough auf den Eisenwerken von Bell Brothers Ltd. eine Koksofenanlage mit Gewinnung von Nebenprodukten, die ihre Produktion 1901 aufnahm.

1893 kaufte er nach dem Tod von Rudolf Rempel das Patent zum Haltbarmachen von Lebensmitteln durch Erhitzen.

Ehrung

Nach Albert Hüssener wurde der Hüssenerstraße im Ortsteil Ückendorf benannt.

Quelle

Weblinks