Alexander Borodjuk

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Alexander Borodjuk
Alexander Borodjuk während der Europameisterschaft 2008
Spielerinformationen
Voller Name Alexander Genrichowitsch Borodjuk
Geburtstag 30. November 1962
Geburtsort Woronesch, UdSSR
Größe 184 cm
Position Stürmer, Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1979
1980–1981
1982–1989
1989–1993
1994–1995
1996
1997–1999
1999
2000
Fakel Woronesch
Dynamo Wologda
FK Dynamo Moskau
FC Schalke 04
SC Freiburg
Hannover 96
Lokomotive Moskau
Torpedo SIL
Krylja Sowetow Samara
0 0(0)
58 (12)
187 (57)
124 (41)
20 0(2)
16 0(3)
32 (13)
12 0(1)
20 0(1)
Nationalmannschaft
1987–1991
1992–1994
Sowjetunion
Russland
13 (2)
8 (4)
Stationen als Trainer
2001–2002
2002–2005
2005–2006
2005–2007
2007–2012
2012
2013–2014
2016
2017–2018
Krylja Sowetow Samara
Russland (interim)
Russland (Co-Trainer)
Russland U-21
Russland (Co-Trainer)
FK Dynamo Moskau
Torpedo Moskau
FK Qairat Almaty
Kasachstan
SV Horn

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Alexander Genrichowitsch Borodjuk (* 30. November 1962 in Woronesch) ist ein russischer Fußballtrainer und ehemaliger sowjetisch-russischer Fußballspieler. Der ehemalige Angriffsspieler war Ende der 1980er Jahre mehrfacher Torschützenkönig der sowjetischen Liga, sowie Anfang der 1990er Jahre Topscorer von FC Schalke 04. Er spielte für die Auswahlmannschaften der Sowjetunion und Russlands, er nahm an zwei Weltmeisterschaften teil und wurde 1988 Olympiasieger mit der Auswahl der Sowjetunion. Als Trainer ist er meist als Assistent beschäftigt, er war aber auch vom Dezember 2005 bis Juni 2006 Übergangsnationaltrainer Russlands.

Karriere

Borodjuk begann seine Laufbahn 17-jährig beim Zweitligisten Fakel Woronesch, nach einer weiteren kurzen Station bei Dynamo Woronesch kam er 1982 zum sowjetischen Hauptstadtclub FK Dynamo Moskau. Borodjuk gewann mit Dynamo 1984 den sowjetischen Pokal, er entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zum Topstürmer der sowjetischen Liga, so dass westeuropäische Vereine auf ihn aufmerksam wurden.

Borodjuk wechselte 1989 zum FC Schalke 04, zunächst in der 2. Liga, wo er in 61 Spielen 29 Tore erzielte. Er war damit der erste russische Spieler, der in die Bundesliga wechselte. Nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga absolvierte er dort bis 1994 63 Spiele (12 Tore).

In der Saison 1993/1994 wechselte Borodjuk zum SC Freiburg, für die er 20 Partien als Mittelfeldspieler bestritt. Sein letztes Fußballjahr in Deutschland erlebte er, wiederum als Stürmer, in der Saison 1995/1996 bei Hannover 96, bevor er zurück nach Russland zu Lokomotive Moskau ging. 1997 gewann er dort den russischen Pokal, 1999 spielte er ein Jahr für FK Moskau, um 2000 seine Karriere bei Krylja Sowetow Samara ausklingen zu lassen.

Für die Sowjetunion nahm er 1990 an der Weltmeisterschaft teil (1 Spiel/0 Tore), ebenso für Russland bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 (2 Spiele/0 Tore).

Trainer

Seit 2001 arbeitet Borodjuk als Trainer in seiner Heimat; zuerst bis 2002 als Assistent bei Krylja Sowetow Samara und seitdem als Verbandstrainer seiner Heimat. Zuerst war er von 2002 bis 2005 Co-Trainer der russischen Nationalelf, als nach der Nichtqualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 der bisherige Cheftrainer Juri Pawlowitsch Sjomin entlassen wurde, übernahm er übergangsweise bis zum Beginn des Engagements des designierten Nachfolgers Guus Hiddink das Amt des russischen Nationaltrainers und wurde gleichzeitig regulärer U-21-Coach Russlands. Anfang 2007 wechselte er vom U-21-Posten wieder auf den Co-Trainerposten der A-Auswahl. Seit Januar 2016 trainierte er den FK Qairat Almaty aus Kasachstan, der zu den erfolgreichsten Vereinen der Premjer-Liga zählt. Bereits nach drei Spielen entließ der Verein Borodjuk wieder.

Zur Saison 2020/21 wurde er Trainer des österreichischen Zweitligisten SV Horn.[1] Nach nur einem Monat und drei Spielen als Trainer verließ er Horn im September 2020, um wieder Nationaltrainer zu werden.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. +++Breaking News+++ svhorn.at, am 11. August 2020, abgerufen am 11. August 2020
  2. Alexander Borodjuk verlässt den SV Horn! svhorn.at, am 23. September 2020, abgerufen am 23. September 2020