Alfred Hartmann

Aus Gelsenkirchener Geschichten Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Alfred Hartmann (* 12. September 1894 in Duisburg; † 27. August 1967 in Bad Godesberg) war ein deutscher Manager und Politiker.

Leben und Beruf

Hartmann arbeitete von 1923 bis 1935 als Oberregierungsrat im Reichsfinanzministerium. Während der NS-Zeit wurde er zum Rechnungshof des Deutschen Reiches versetzt, wo er u. a. mit der Überprüfung der sogenannten „Judenvermögensabgabe“ beschäftigt war.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hartmann 1946 zunächst Ministerialrat im bayerischen Finanzministerium und wurde 1947 zum Direktor der Verwaltung für Finanzen beim Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Frankfurt ernannt. Nach Gründung der Bundesrepublik war er von 1949 bis 1959 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. In dieser Funktion bekleidete Hartmann mehrere Aufsichtsratsposten in bundeseigenenen Unternehmen, darunter auch des Energiekonzerns VEBA.

1959 wechselte Hartmann als Vorstandsvorsitzender zur VEBA (bis 1966) und leitete dort die Privatisierung des Konzerns ein. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand wurde Hartmann 1966 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Familie

Hartmann ist der Vater von Ulrich Hartmann, dem späteren Vorstandsvorsitzenden der E.ON AG, die aus der Fusion der VEBA mit dem Konkurrenten VIAG hervorgegangen war.

Veröffentlichungen

  • Kommentar zum Umsatzsteuergesetz, Erich Schmidt Verlag, ISBN 3-503-03187-1 (erscheint heute unter der Autorenbezeichnung Hartmann/Metzenmacher)

Weblinks