Amt Bochum

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Das Amt Bochum war ein Verwaltungsbezirk der Grafschaft Mark.[1]


Bis 1817

Das Amt Bochum war in ein Ober-, Mittel- und Niederamt unterteilt. Zum Oberamt gehörten die Bauerschaften Bövinghausen, Dellwig, Düren, Gerthe, Harpen, Kirchlinde, Kley, Langendreer, Lütgendortmund, Marten, Oespel, Rahm, Somborn, Stockum, Werne und Westrich. Zum Mittelamt: Altenbochum, Baukau, Bickern, Crange, Eickel, Gold- und Hundhamme, Grumme, Herne, Hiltrop, Hofstede, Marmelshagen, Holsterhausen, Hordel, Laer, Querenburg, Riemke, Uemmingen, Weitmar und Wiemelhausen. Zum Niederamt zählten: Aschenbruch, Braubauerschaft, Bulmke, Eiberg, Eppendorf, Freisenbruch, Gelsenkirchen, Günnigfeld, Heßler, Höntrop, Hüllen, die Kötte vor Steele (später Königssteele), Leithe, Schalke, Stalleiken, Ückendorf und Westenfeld.

Bei der Einteilung in Kreise des neu geschaffenen Regierungsbezirks Arnsberg in der Preußischen Provinz Westfalen entstand zum 1. Januar 1817 der Kreis Bochum.

1844 bis 1929

1844 wurden die Bürgermeistereien in Ämter überführt. Hierbei wurde auch wieder ein Amt Bochum geschaffen. 1855 bestand das Amt Bochum aus: Altenbochum, Bergen, Gerthe, Grumme, Hamme, Harpen, Hofstede, Hordel, Laer, Querenburg, Riemke, Weitmar und Wiemelhausen. Der Kreis wurde 1929 aufgelöst.

Adelige Häuser

Die Adelssitze:

Gericht Bochum
  • Haus Brenschede
  • Haus Goy
  • Haus Havkenscheidt
  • Haus Overdieck
  • Haus Rechen
  • Oberstes und Unterstes Haus Steinkuhl
  • Haus Sypen
  • Haus Krawinkel
  • Haus Dahlhausen
  • Haus Nosthausen
  • Haus Dorneburg
  • Haus Gosewinkel
  • Haus Hordel
  • Haus Horst zu Bickern, später Hörstchen genannt.
  • Haus Lackenbrock
  • Haus Crange
  • Haus Bärendorf
  • Haus Rotschür
  • Haus Weitmar
  • Haus Heven
  • Haus Laer
  • Haus Harpen
  • Haus Wisch
  • Haus Dellwig
Herrlichkeit Horst
  • Haus Horst (Essen)
Gericht Langendreer
  • Haus Langendreer
Gericht Castrop
  • Haus Bladenhorst
  • Haus Goldschmieding
  • Haus Schadeburg
  • Haus Vörde
  • Haus Giesenberg

Historische Quellen über das Amt Bochum

1220 Isenberger Vogteirollen 1952 im Fürstlichen Archiv Rheda gefunden.[2][3]
1332 Kettenbuch des Stiftes Essen Das Hebebuch befindet sich heute in einer Vitrine der Essener Domschatzkammer.[4]
1392+93 Lehnbücher der Grafen von Mark [5]
1486 Schatzbuch der Grafschaft Mark Das Schatzbuch wird im Original im NRW-Landesarchiv, Abteilung Westfalen, Münster, aufbewahrt.
1542 Türkensteuer, Register des Amtes Bochum [6]
1552 Schatzungsregister der Essener Stiftshöfe in der Grafschaft Mark [7]
1598 Türkensteuer, Register des Mittelamtes Bochum [8]
1664 Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum Original im Stadtarchiv Wanne-Eickel, jetzt Stadtarchiv Herne.[9]
1680 Steuerliste des Amtes Bochum [10]
1670–89 Landesgrundbuch des Amts Bochum Auskunft über Lage, Flurnamen, Größe und Qualität jeder landwirtschaftlich genutzten Fläche, Namen der Grundherren, Namen der aufsitzenden Bauern (Pächter, Hörige), deren Abgaben und die zu leistenden Dienste. Eine Aufnahme des Mittelamtes Bochum befindet sich im Staatsarchiv Münster (Kleve-Mark, Hypothekenbücher Nr. 19). Eine Aufnahme des Ober- und Niederamtes Bochum befindet sich im Stadtarchiv Wanne-Eickel (aus dem Schragmüllerschen Archiv des Freiherrn von Düngelen auf Haus Dahlhausen in Hordel stammend).[11]
1720–30 Hypothekenbuch Befindet sich im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen. Angaben über Größe, Beschaffenheit und Belastung der Grundstücke.
1798 Personenstandsaufnahme [12]
1824 Katasteraufnahme

Einzelnachweise

  1. Genwiki: Amt Bochum
  2. Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda: Die große Vogteirolle des Grafen Friedrich von Isenberg-Alten] um 1220. Veröffentlichungen aus dem Fürstlichen Archiv zu Rheda, Rheda/Westfalen, 22 Seiten, 1955.
  3. Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda: Die kleinere, ältere Vogteirolle der Grafen von Isenberg-Altena vor 1220. Veröffentlichung des Fürstlichen Archivs zu Rheda, Rheda/Westfalen, 37 Seiten, 1957.
  4. Franz Arens: Das Heberegister des Stiftes Essen, nach dem Kettenbuch im Essener Münsterarchiv, 1332. In: Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen. Bd. 34, 1912, S. 1-111
  5. Margret Westerburg-Frisch (Hrsg.): Die ältesten Lehnbücher der Grafen von der Mark (1392 und 1393). Veröffentlichungen der Historischen Kommission Westfalens, Bd. 28: Westfälische Lehnbücher, Bd. 1, Münster in Westfalen, 1967.
  6. Richard Borgmann: Türkensteuerliste des märkischen Amtes Bochum vom Jahre 1542. In: Westfalen, 1936, 21. Jg., Heft 1.
  7. Richard Borgmann: Schatzungsregister der Essener Stiftshöfe in der Grafschaft Mark. In: Wittener Jahrbuch, 1937
  8. Johannes Bauermann: Das Türkensteuerregister von 1598 für das Amt Bochum. In: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, 51, 1937
  9. Eduard Schulte: Die Bevölkerung des Amtes Bochum im Jahre 1664. Veröffentlichung des Archives Wanne Band I. Wattenscheid, 1925
    Eduard Schulte: Liste der Feuerstätten des Amtes Bochum von 1664 (Stadtarchiv Wanne-Eickel). In: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark, Band 32, 1925
  10. F. Schmidt: Steuerliste des Amtes Bochum einschließlich des Gerichts Eickel von etwa 1680. In: Der Märker, 1, 1951/52
  11. Landesaufnahme von 1670–1688 im Amte Bochum
  12. Personenstandsaufnahme vom Amt Bochum 1798