Andreas Schillack

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Andreas Schillack (* 30. November 1907 in Gelsenkirchen; † 20. Oktober 1944 in München) war ein deutscher Bergmann. Er wurde als Unterstützer Franz Zielaskos als Opfer der NS-Justiz in München-Stadelheim hingerichtet.

Leben und Wirken

Andreas Schillack wohnte in Gelsenkirchen, in der Essener Straße 71 und arbeitete im Steinkohlebergbau. Nachdem Franz Zielasko 1943 im Ruhrgebiet ein Netzwerk aufzubauen und Widerstand gegen die Nazis zu organisieren versuchte, soll Schillack wie auch sein namensgleicher Onkel Andreas Schillack sen. zu dessen Unterstützern gezählt haben. Im August flog Zielasko und seine Gruppe auf und wurde von der Gestapo zerschlagen. Eine Verhaftungswelle, die Zahlen schwanken zwischen 44 beziehungsweise 56 Verhafteten, in mehreren Städten des Ruhrgebiets war die Folge.

Während Zielasko von der Gestapo während einer Folter ermordet wurde, wurden die weiteren Widerständler, Unterstützer und Verdächtigen vor Gericht gestellt. Im Gerichtsverfahren vor dem "Volksgerichtshof" wurde Andreas Schillack jun. vorgeworfen, er habe Franz Zielasko mit Brotmarken für 600 g, einer Dose Schuhcreme und einer Tube Zahnpasta unterstützt. Aufgrund dieses "Verbrechens" wird Andreas Schillack jun. zum Tode verurteilt und am 20. Oktober 1944 in München-Stadelheim enthauptet.

Mit ihm wurden sein Onkel Andreas Schillack sen., Karl Lomberg aus Essen, Hermann Frost, Fritz Struckmeier aus Herne, Emil Rattey, Leo Marek, Erich Porsch und Gerhard Possner (beide aus Gladbeck) ebenfalls in München-Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet.[1][2]

Schillack war der Schwager von Christian Tippmann [3]

Ehrungen

Im August 2011 wurde vor Schillacks letztem Wohnhaus in der Essener Straße 71 zu seinem Gedenken ein Stolperstein verlegt.[4]

Weblinks

GG-Icon.png Thematisch passender Thread im Forum (Die Zielasko Gruppe)

Einzelnachweise

  1. Irene Stuiber: Hingerichtet in München-Stadelheim, Landeshauptstadt München Kulturreferat, Books on Demand, München 2004, S. 43, ISBN 3-8334-0733-6. PDF-Datei, S. 43
  2. Andreas Schillack junior. Eingesehen am 14. März 2015.
  3. Umfassende Dokumentation im Westfälischen Anzeiger vom 15. Februar 2014
  4. STOLPERSTEINE GELSENKIRCHEN. Eingesehen am 14. März 2015.