Bahnhof Bismarck

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Der Bahnhof Bismarck und der Güterbahnhof Bismarck sind ehemalige Bahnhöfe in Gelsenkirchen.

Am Bahnhof Bismarck auf dem Stadtplan von 1926

Geschichte

Im Jahre 1868 wurde die Gesellschaft Steinkohlenbergwerke Graf Bismarck gegründet. Durch die sumpfige Umgebung in der Emscher-Region entschied sich die Zechengesellschaft zum Bau einer schmalspurigen Pferdebahn. Über diese Pferdebahn, die 1869 in Betrieb ging, wurde die Kohle zum Bahnhof Gelsenkirchen-Schalke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft transportiert.

Da das Umladen der Kohle sehr mühselig und kostenintensiv war, entschloss sich die Gesellschaft die Strecke regelspurig auszubauen, und ging 1873 in Betrieb.

1874 errichte die Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnstrecke Essen–Gelsenkirchen und führte die Strecke über Bismarck bis nach Herne.

Vor den Toren der Zeche wurde ein Bahnhof gebaut und die Zeche an den Bahnhof angeschlossen. Gegenüber des Bahnhofsgebäudes wurde ein Ringlokschuppen gebaut. Mit dem Bau der Bahnstrecke Winterswijk–Gelsenkirchen-Bismarck 1880 kamen die ersten Personenzüge nach Bismarck.

Die Eisenbahndirektion entschied 1912 den Bahnhof zu erweitern. Auch die Anschlussbahn der Zeche Graf Bismarck wurde durch das Abteufen weiterer Schächte bis nach Gelsenkirchen–Erle geführt. Später führte die Anschlussbahn dann bis nach Resse.

Durch die umliegenden Zechen Hugo, Unser Fritz und Graf Bismarck wurde Bismarck zu einem großen Rangierbahnhof. Der Inselbahnhof musste weichen und 1928 wurde das neue Empfangsgebäude in Betrieb genommen. Eine neue Güterabfertigung kam 1933 dazu.

1968 musste das Bismarcker Bahnhofsgebäude der Bundesautobahn 42 weichen und wurde abgerissen.

Zwei Personenzuggleise verblieben an dem alten Bahnsteig unter dem Namen Haltestelle Zoo Bahnhof bekam. Mit dem Zechensterben der umliegenden Anlagen ging der Eisenbahnbetrieb im Bismarck Rangierbahnhof immer mehr zurück.

1981 wurde das Spurplan-Zentralstellwerk „Güterbahnhof“ in Betrieb genommen.

Die alten Stellwerke in Bismarck, Hugo, Schalke, Abzweig Unser Fritz und Abzweig Nordstern, sowie einige Schrankenposten wurden aufgegeben.

Gallerie

Quelle

  • Historische Eisenbahn Gelsenkirchen e.V.

Weblinks